Startseite › Mechernich › Antrag

Planung der zukünftigen Bebauung Mechernichs hier: Antrag der SPD / DIE LINKE / FDP-Fraktion Mechernich vom 13.08.2026

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeMechernich
Datum2026-09-08
DatenstufeNur Dokumente
QuelleQuelldokument herunterladen →

Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die SPD/DIE LINKE/FDP-Fraktion beantragt eine Darstellung der zukünftigen Wohnbauentwicklung Mechernichs, insbesondere zu geplanten Baugebieten, Bebauungsarten, Zeitplänen und Mehrfamilienhausbau. Die Stadt antwortet mit einer umfassenden Analyse: 978 geplante Wohneinheiten sind erfasst (295 realisiert, 182 in Umsetzung, 501 in Planung). Bei steigenden Einwohnerzahlen und zunehmendem Seniorenanteil wird ein ausgewogener Wohnungsmix empfohlen. Neue Baugebiete sollen bedarfsgerecht erfolgen und vorhandene Infrastruktur berücksichtigen.

Automatisch aus dem Quelldokument zusammengefasst. Wichtige Details bitte immer im Originaldokument unten prüfen.

Dokument

Extrahierter Text

Stadt Mechernich Info 0205/2026 öffentlich Der Bürgermeister FB 5 - Stadtplanung, Liegenschaften, Wirt- schaftsförderung Mitteilungsvorlage Gremium Sitzungsdatum Art der Behandlung Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss 08.09.2026 zur Kenntnis Tagesordnungspunkt 10 Planung der zukünftigen Bebauung Mechernichs hier: Antrag der SPD / DIE LINKE / FDP-Fraktion Mechernich vom 13.08.2026 Bürgermeister: gez. M. Fingel Erster Beigeordneter: Kämmerei: 26.08.2026 gez. L. Hilgers 26.08.2026 Sachbearbeiter/in: federführender Fachbereich: Fachbereich ___4___ : gez. K. Schmitz 25.08.2026 FB 5 - Stadtplanung, Liegenschaften, Wirtschafts- gez. FBL 4 K. Jakob 26.08.2026 förderung gez. C. Habrich 26.08.2026 RPA: Gleichstellungsbeauftragte: Fachbereich ______ : Inhalt der Mitteilung: Anlass Der Antrag der SPD / DIE LINKE / FDP-Fraktion vom 13.08.2026 bittet um eine Darstellung der zukünfti- gen Wohnbauentwicklung in Mechernich. Im Mittelpunkt stehen die geplanten Baugebiete, die jeweilige Bebauungsart, der zeitliche Entwicklungsstand sowie die Fragen nach Bevölkerungsentwicklung, Wohn- raumbedarf und der zunehmenden Planung von Mehrfamilienhäusern. Die Fragen werden nachfolgend beantwortet. Welche zukünftigen Baugebiete sind vorgesehen? Die zum 24.08.2026 von der Stadt erfassten Baugebiete sind in Anlage 1 dargestellt. Die Übersicht enthält je Vorhaben den Ort, den Bebauungsplan, das Baugebiet, die vorgesehene Bebauung, die geschätzte Anzahl der neuen Wohneinheiten sowie Angaben zu Baubeginn und weiteren Planungsschritten. Hinweis: Die Statistik „Baugebiete in Zahlen“ zeigt die voraussichtlich entstehende Anzahl an Wohnein- heiten auf Grundlage des aktuellen Planungsstandes. Dabei wird von den im Bebauungsplanverfahren vorgesehenen Parzellierungen und den dadurch bauleitplanerisch ermöglichten Wohneinheiten ausge- gangen. Die angegebene Zahl ist als Näherungswert zu verstehen. Sie entspricht weder der Anzahl der bereits tatsächlich bebauten Grundstücke noch der Anzahl der bereits realisierten Wohneinheiten. Vielmehr zeigt sie, wie viele Wohneinheiten durch die Bauleitplanung voraussichtlich ermöglicht bzw. vorgesehen wer- den. Die tatsächlich realisierte Anzahl kann später davon abweichen, beispielsweise durch eine geänderte Par- zellierung, die Errichtung von Einliegerwohnungen oder durch eine andere Größe und Aufteilung der Woh- nungen in Mehrfamilienhäusern. . Nach dem aktuellen Stand umfasst das erfasste Potenzial 978 Wohneinheiten. Davon sind 295 bereits realisiert, 182 befinden sich in Umsetzung und 501 in Planung. Diese Größenordnung stellt den aktuellen Planungsstand dar und ist nicht mit einem kurzfristig verfügbaren Wohnungsangebot gleichzusetzen. Welche Bebauungsarten sind in den Baugebieten vorgesehen? Die Baugebietsstatistik weist unterschiedliche Wohnformen aus. Vorgesehen sind insbesondere Einfami- lienhäuser, Doppelhäuser und Mehrfamilienhäuser. Die konkrete Bebauungsart ist standortbezogen in Anlage 1 ausgewiesen. Für die weitere Entwicklung erscheint ein ausgewogener Wohnungsmix sinnvoll, damit neben dem klas- sischen Einfamilienhaus auch Wohnangebote für kleinere Haushalte und ältere Menschen entstehen kön- nen. Gibt es einen Zeitplan, wann die Baugebiete erschlossen werden sollen? Die aktualisierte Statistik enthält für einige Vorhaben konkrete Zeitangaben. Genannt werden insbeson- dere Baubeginne bzw. Erschließungszeiträume in den Jahren 2026, 2027 und 2028. Bei einzelnen Vor- haben ist der Zeitpunkt weiterhin offen bzw. mit „?“ angegeben. Ein einheitlicher verbindlicher Erschlie- ßungskalender für sämtliche Baugebiete liegt daher nicht vor. Für die weitere Steuerung ist zwischen bereits realisierten bzw. laufenden Vorhaben, konkret terminierten Vorhaben und noch offenen Planungen zu unterscheiden. Geht die Stadt von steigenden Einwohnerzahlen aus? Das Kommunalprofil zeigt für Mechernich langfristig eine positive Bevölkerungsentwicklung: Die Einwoh- nerzahl stieg von 24.170 im Jahr 1994 auf 29.187 im Jahr 2024. Langfristig ist Mechernich gewachsen. Gleichzeitig ist die Entwicklung der letzten Jahre vor allem durch Wanderungsgewinne geprägt. Mit Stand vom 30.06.2026 hat Mechernich insgesamt 29.291 Einwohner (nur Hauptwohnsitze). 2024 wurden 241 Geburten und 377 Sterbefälle registriert. Zeitgleich gab es 1.844 Zuzüge und 1.679 Fortzüge. Der natürliche Bevölkerungssaldo ist damit negativ, während Zuzüge den Rückgang derzeit weitgehend ausgleichen d.h. kurz- und mittelfristig wird das Wachstum jedoch wesentlich durch Wande- rungsgewinne getragen. Bei den Zuziehenden bilden die 30- bis unter 50-Jährigen mit 619 Personen die größte Altersgruppe; 329 Zuziehende waren unter 18 Jahre alt. Das unterstreicht die Bedeutung eines attraktiven Wohnungsange- bots für Familien und Erwerbstätige. Gleichzeitig muss die steigende Zahl älterer Menschen in der Wohnungsstruktur berücksichtigt werden. Für die langfristige Planung ist die Altersstruktur daher besonders relevant: 6.656 Personen waren 2024 65 Jahre oder älter (22,8 %). Die IT.NRW-Gemeindemodellrechnung erwartet bis 2035 zunächst einen Anstieg auf rund 30.730 Einwohner; für 2050 werden rund 30.597 Einwohner ausgewiesen. Gleichzeitig steigt die Zahl der über 65-Jährigen auf rund 8.700. ➔ Kurzfristiger Wohnraumbedarf durch Zuzug ist weiterhin plausibel. Eine dauerhaft starke Bevölke- rungszunahme sollte jedoch nicht als alleinige und sichere Grundlage für eine weitere Flächenaus- weisung verwendet werden. Wie soll zusätzlicher Wohnraum bei steigender Einwohnerzahl bereitgestellt werden? Vorrangig sollte das bereits vorhandene Wohnbaupotenzial realisiert werden. Mit 182 Wohneinheiten in Umsetzung und 509 Wohneinheiten in Planung besteht bereits ein solider Entwicklungsvorrat. Über zusätzliche größere Bauflächen sollte erst entschieden werden, wenn die tatsächliche Nachfrage und der Realisierungsgrad der bestehenden Vorhaben hinreichend erkennbar sind. Dabei sind insbeson- dere Bevölkerungsentwicklung, Haushaltsstruktur und vorhandene Infrastruktur zu berücksichtigen. ➔ Entscheidend ist daher nicht nur, wie viele Wohnungen entstehen, sondern welche Wohnformen künftig nachgefragt werden. Welche Rolle sollen Mehrfamilienhäuser künftig in der Wohnbauentwicklung spielen? 2 Das NRW.BANK-Wohnungsmarktprofil 2025 weist für Mechernich 13.668 Wohnungen aus. Der Bestand ist in den vergangenen drei Jahren um 6,5 % und in den vergangenen zehn Jahren um 14,0 % gewachsen. Kennzahl Mechernich 2024 Wohnungsbestand 13.668 Wohnungen Ein-/Zweifamilienhäuser 73,2 % Mehrfamilienhäuser 23,7 % Durchschnittliche Haushaltsgröße 2,2 Personen Baufertigstellungen 199 Wohnungen Baugenehmigungen 41 Wohnungen Bauüberhang 210 Wohnungen Baulandpreis Neubau-Eigenheime 100 €/m2 Medianmiete Bestand 8,21 €/m2 Medianmiete Neubau 11,11 €/m2 Die Daten zeigen einen wachsenden Wohnungsbestand, der weiterhin stark von Ein- und Zweifamilien- häusern geprägt ist; gleichzeitig nimmt der Anteil älterer Einwohner zu und die durchschnittliche Haus- haltsgröße liegt bei 2,2 Personen. ➔ Die weitere Wohnbaupolitik sollte daher neben zusätzlichem Wohnraum auch die Wohnungsstruk- tur berücksichtigen. Mehrfamilienhäuser können daher insbesondere kleinere, zentral gelegene und altersgerechte Wohnange- bote schaffen. Ihre Planung sollte jedoch standortgerecht erfolgen und Maßstäblichkeit, Ortsbild, Verkehr, Stellplätze sowie die soziale und technische Infrastruktur berücksichtigen. ➔ Damit wird kein einseitiger Wechsel zur Mehrfamilienhausbebauung empfohlen, sondern ein aus- gewogener Wohnungsmix. Eine entsprechende Nachverdichtung wurde in Mechernich bereits insbesondere im Zentrum umgesetzt. Dort sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Vorhaben im Geschosswohnungsbau realisiert worden und haben das bestehende Wohnungsangebot bereits deutlich um unterschiedliche Wohnungsgrößen und Wohnformen ergänzt. Vor diesem Hintergrund besteht bereits eine Entwicklung hin zu einer vielfältigeren Wohnungsstruktur. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die weitere Baugebietsplanung? Die weitere Wohnbauentwicklung sollte stufenweise, bedarfsgerecht und infrastrukturell abgestimmt erfol- gen. Bereits realisierte und laufende Vorhaben sollten weitergeführt werden. Bei noch nicht begonnenen Vorhaben sollte der tatsächliche Realisierungszeitpunkt regelmäßig überprüft werden. Neue größere Baugebiete sollten nicht allein mit einer erwarteten Bevölkerungszunahme begründet wer- den. Vor einer zusätzlichen Flächenausweisung sollten die tatsächliche Wohnraumnachfrage, die Entwick- lung der Einwohner- und Haushaltszahlen sowie die Auswirkungen auf Schulen, Kindertagesbetreuung, Verkehr und sonstige Infrastruktur betrachtet werden. Welche Bedeutung hat die Schulentwicklungsplanung? Die Schulentwicklungsplanung zeigt bei den Grundschulen zunächst einen kurzfristigen Höchststand und anschließend rückläufige Eingangsjahrgänge. Der Eingangsjahrgang steigt von 279 Kindern 2025/26 auf 292 im Jahr 2026/27 und sinkt anschließend auf 229 im Jahr 2031/32. 3 Die Planung berücksichtigt zugleich eine jährliche Steigerungsrate von 1 % bis zur Einschulung wegen erwarteter Neubauaktivitäten. Daraus folgt, dass neue Wohngebiete und die damit verbundene Bevölke- rungsentwicklung regelmäßig mit den verfügbaren Schulkapazitäten abgeglichen werden müssen. ➔ Die Schulentwicklungsplanung liefert damit einen wichtigen Infrastrukturindikator, ist aber für sich allein kein Argument für oder gegen einzelne Baugebiete. Fazit Die Datenlage spricht für eine weiterhin mögliche, aber gesteuerte Wohnbauentwicklung. Mit dem aktuel- len Bestand an geplanten und laufenden Vorhaben besteht bereits ein erhebliches Potenzial. Im Mittelpunkt sollte daher zunächst die tatsächliche Realisierung der bestehenden Vorhaben stehen. Weitere größere Baugebiete sollten am nachgewiesenen Bedarf und an der vorhandenen Infrastruktur ausgerichtet werden. Gleichzeitig sollte ein ausgewogener Wohnungsmix mit Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern ermöglicht werden. Quellen • IT.NRW – Kommunalprofil Mechernich, Stand 15.01.2026 • NRW.BANK – Wohnungsmarktprofil 2025, Mechernich • Stadt Mechernich – Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung 2026; Mitteilungsvorlage Info 0129/2026 sowie Zahlenwerk der Schulentwicklungsplanung 2026 • Stadt Mechernich – Baugebietsstatistik „Entwicklung von Baugebieten in Mechernich – in Zahlen“, Stand 24.08.2026. Die Einzelstatistik wird als Anlage beigefügt. 4

Text aus PDF extrahiert