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Antrag der FDP-Fraktion: Bericht der Verwaltung: Personalentwicklung, Stellenbesetzung und Kostenstruktur in der aktuellen Ratsperiode
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Oldenburg |
| Datum | 2026-09-02 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die FDP-Fraktion beantragte einen Verwaltungsbericht zur Personalentwicklung, Stellenbesetzung und Kostenstruktur der Stadtverwaltung seit 2021. Die Verwaltung berichtet: Stellen stiegen von 2.701 (2021) auf 3.045 (2025), Personalkosten von 181 Mio. € auf 230 Mio. € (Planansatz). Tarifsteigerungen und Besoldungsanpassungen prägen die Kostenentwicklung stark; der Handlungsspielraum ist begrenzt, da Entgeltanpassungen tariflich und gesetzlich vorgegeben sind. Bei der Stellenbesetzung zeigen sich Schwierigkeiten im technischen Bereich und Gesundheitsamt mit häufigen Neuausschreibungen wegen mangelhafter Bewerberlage.
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Dokument
Extrahierter Text
Amt für Personal- und Verwaltungsmanagement Datum: 11.06.2026
Vorlagen-Nr.: 26/0476 Status: öffentlich
Antrag der FDP-Fraktion: Bericht der Verwaltung:
Personalentwicklung, Stellenbesetzung und Kostenstruktur in
der aktuellen Ratsperiode
- Bericht
Beratungsfolge: Termin:
Ausschuss für Allgemeine Angelegenheiten 15.06.2026
Verwaltungsausschuss 15.06.2026
Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen 02.09.2026
Anlass:
Antrag der FDP-Fraktion vom 27. Mai 2026 zur Personalentwicklung, Stellenbesetzung und
Kostenstruktur der Stadtverwaltung in der aktuellen Ratsperiode.
Bericht:
Zu den angefragten Kennzahlen differenziert nach Jahren seit 2021 wird wie folgt berichtet:
Struktur des Personalkörpers:
Jahr Stellen Personen Vollzeitäquivalente
2021 2701 2958 2505
2022 2781 3023 2588
2023 2849 3126 2665
2024 2957 3252 2780
2025 3045 3277 2813
Die Zahlen beziehen sich auf die Kernverwaltung einschließlich der Eigenbetriebe. Da
Stellen teilweise mehrfach besetzt sein können, entspricht die Zahl der Stellen nicht der der
tatsächlich vorhandenen Personen. Die Zahl der Stellen ist bezogen auf den 01.01. des
jeweiligen Haushaltsjahres, die Zahl der Personen ist auf den 01.12. des jeweiligen
Haushaltsjahres bezogen, da neue Stellen erst im laufenden Haushaltsjahr besetzt werden.
Ausdruck vom: 11.06.2026
Seite: 1/3
Finanzielle Entwicklung:
Die Entwicklung der Personalkosten ist gerade in den letzten Jahren von erheblichen
Tarifsteigerungen und Besoldungsanpassungen geprägt:
Jahr Erhöhungen/Sonderzahlungen Erhöhungen/Sonderzahlungen
Tarifbeschäftigte Beamte
2021 1,4 % ab 01.04.21 1,4 % ab 01.03.21
2022 1,8 % ab 01.04.22 2,8 % ab 01.12.22
2023 einmalig 3000 € -
Inflationsausgleich
2024 200 € + 5,5 % ab 01.03.24 200 € ab 01.11.24
+ einmalig 3000 €
Inflationsausgleich
+ einmalig 1.000/2.000 €
Kindersonderzahlung
2025 3 % ab 01.04.25 5,5 % ab 01.02.25
Dargestellt ist im Folgenden der Personalaufwand für aktives Personal inklusive der
laufenden Kosten für Beihilfe und Versorgung sowie Rückstellungen für aktives Personal.
Ebenfalls enthalten sind die Beihilfe- und Versorgungsrückstellungen für
Versorgungsempfänger:
Jahr Soll (Planansatz) Ist (Ergebnis)
2021 181 Mio. € 173 Mio. €
2022 191 Mio. € 190 Mio. €
2023 197 Mio. € 190 Mio. €
2024 218 Mio. € 223 Mio. €
2025 230 Mio. € 213 Mio. € *
*vorläufiges Ergebnis ohne AWB und EGH
Personalrückstellungen unterliegen, insbesondere im Hinblick auf die Pensions- und
Beihilferückstellungen, aufgrund der komplexen Personalstruktur und individueller
Entscheidungsfreiheit erheblichen Schwankungen und sind für Folgejahre nicht seriös
kalkulierbar. Erhöhungen der Besoldung und des Tariflohns führen auch zu einer Erhöhung
der Rückstellungen. Der Eintritt von Beamten mit höheren Besoldungsgruppen führt zu
einer Senkung der Rückstellungen für aktives Personal und einer stärkeren Erhöhung der
Rückstellungen für Versorgungsempfänger aufgrund verschiedener Berechnungsvorgehen.
Die Komplexität der Personalrückstellungen wird vor allem am Jahr 2023 deutlich. Zwar
führte die Inflationsausgleichszahlung für die Tarifbeschäftigten und die
Besoldungserhöhung von 2,8 % zum 01.12.2022 zu einer Steigerung der Personalkosten
für aktives Personal, jedoch sind vor allem die Zuführungen zu den Rückstellungen der
Versorgungsempfänger sehr gering ausgefallen. Folglich sind die Gesamtkosten für
Personal auf demselben Niveau verblieben wie im Vorjahr. Zusammenfassend ist
festzustellen, dass der Handlungsspielraum bei der Steuerung der Personalkosten begrenzt
ist, da die Entgeltanpassungen durch Tarifverträge und die Besoldungserhöhungen und
Rückstellungen durch gesetzliche Regelungen vorgegeben werden.
Ausdruck vom: 11.06.2026
Seite: 2/3
Stellenbesetzung und Arbeitsmarktsituation:
Die nachfolgend genannten Stellenbesetzungsverfahren resultieren aus neu geschaffenen
Stellen sowie Nachbesetzungen altersbedingter Abgänge und Fluktuationen durch
Kündigungen, Versetzungen, Elternzeit und ähnliches. Nicht enthalten sind die
Übernahmen von Nachwuchskräften sowie unbefristeten Weiterbeschäftigungen.
Jahr Anzahl ausgeschriebene Positionen
2021 495
2022 529
2023 352
2024 425
2025 354
Statistische Daten zur Anzahl und Quote von Ausschreibungen mit mehrfacher interner
oder externer Veröffentlichung sind derzeit nicht Bestandteil der Datenerhebung. In diesem
Zusammenhang ist festzustellen, dass vermehrt im technischen Bereich, Gesundheitsamt
und auch im Baudezernat häufig mehrfach ausgeschrieben werden muss, da eine
mangelhafte Bewerberlage eine Besetzung nicht zulässt. Zur Verbesserung der
Zugangsmöglichkeiten für Bewerbende auf ausgeschrieben Stellen werden bereits
Maßnahmen ergriffen, wie beispielsweise die Anpassung von Anforderungsprofilen, die
Anerkennung und Berücksichtigung alternativer Studien- und Berufsabschlüsse sowie
Möglichkeiten der Weiterqualifizierung bei gleichzeitiger Besetzung einer höherwertigen
Stelle.
Auswirkungen:
a) Finanzen:
Keine
b) Klima:
Keine
c) Weitere:
Keine.
J ü r g e n K r o g m a n n
Anlagen:
Antrag der FPD-Fraktion vom 27.05.2026
Ausdruck vom: 11.06.2026
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