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Sondervermögen zukunftssicher einsetzen: Vorrang für Klimaschutz, Klimaanpassung und Hitzeschutz; Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 26.08.2026
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Neustadt an der Weinstraße |
| Datum | 2026-09-01 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt, einen wesentlichen Anteil der 47 Millionen Euro Sondervermögen für Klimaanpassung und Hitzeschutz einzusetzen. Die Verwaltung soll städtische Gebäude (besonders Kitas und Schulen) auf Hitzvulnerabilität prüfen, öffentliche Räume stärker begrünen und beschatten sowie einen kommunalen Hitzeschutzplan erarbeiten. Grund sind zunehmende Hitzeperioden, die besonders Kinder, Ältere und Vorbelastete gefährden. Der Antrag sollte in der Stadtratssitzung am 01.09.2026 behandelt werden.
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Dokument
Extrahierter Text
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN · Stadtratsfraktion Neustadt an der Weinstraße Neustadt an der Weinstraße
Fraktion im Stadtrat
An
Herrn Oberbürgermeister
Fraktionsvorsitzende
Rainer Grun-Marquardt
Marc Weigel
Friderike Graebert
per E-Mail
Stangenbrunnengasse 15
67433 Neustadt an der Weinstraße
fraktion@gruene-neustadt-
weinstrasse.de
Neustadt/Weinstr., 22.09.2026
Sondervermögen zukunftssicher einsetzen: Vorrang für Klimaschutz,
Klimaanpassung und Hitzeschutz
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Marc Weigel,
die Grüne Fraktion bittet um Behandlung dieses Antrags in der nächsten Sitzung des
Stadtrats am 01.09.2026. Der Stadtrat beschließt:
1. Die Stadt Neustadt/W stellt einen wesentlichen Anteil der aus dem Sondervermögen
für Infrastrukturmaßnahmen zur Verfügung stehenden Mittel neben
Klimaschutzmaßnahmen für Klimaanpassung und Hitzeschutz der Bevölkerung
bereit.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, ihre städtischen Gebäude, insbesondere Kitas und
Schulen, systematisch auf ihr Klimaanpassungs- und Hitzeschutzpotenzial zu
untersuchen und einen priorisierten Maßnahmenkatalog vorzulegen.
3. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zur stärkeren Begrünung, Beschattung
und Kühlung öffentlicher Räume zu erarbeiten und umzusetzen. Dabei sollen
insbesondere die Innenstadt, Spielplätze, Schulhöfe und stark frequentierte Plätze
berücksichtigt werden.
4. Die Verwaltung wird beauftragt, einen kommunalen Hitzeschutzplan mit konkreten
Maßnahmen, Zuständigkeiten und Prioritäten zu erarbeiten und dem Stadtrat zur
Beschlussfassung vorzulegen.
5. Für alle Maßnahmen sollen ergänzende Fördermöglichkeiten von Bund, Land und EU
geprüft und genutzt werden.
Bankverbindung: Sparkasse IBAN: DE12546512401000450146, BIC MALADE51DKH www.gruene-nw.de
Begründung
Die vergangenen Sommer und besonders der laufende Sommer 2026 haben deutlich
gezeigt, dass längere Hitzeperioden und Extremtemperaturen zunehmend zu einer
Belastung für die Bevölkerung werden. Besonders betroffen sind Kinder, ältere Menschen
und gesundheitlich vorbelastete Personen. Hitzeschutz ist daher nicht nur eine Frage der
Klimaanpassung, sondern auch des Bevölkerungsschutzes.
Neustadt erhält aus dem Sondervermögen für Infrastrukturmaßnahmen rund 47 Millionen
Euro über die kommenden zwölf Jahre. Diese Mittel bieten die Chance, die Stadt gezielt an
die Folgen des Klimawandels anzupassen, die Lebensqualität nachhaltig zu sichern.
Ein Schwerpunkt muss dabei auf der Anpassung städtischer Gebäude liegen. Insbesondere
Kitas und Schulen, aber auch Altenpflegeeinrichtungen benötigen wirksame Maßnahmen
gegen Überhitzung. Hierzu gehören unter anderem energetische Sanierungen, moderne
Fenster, außenliegende Verschattung, die Kombination von Photovoltaikanlagen und
Wärmepumpen mit Kühlfunktion, natürliche Belüftungskonzepte sowie die Beschattung von
Außenbereichen.
Darüber hinaus sind öffentliche Plätze und Straßenräume stärker zu begrünen und zu
beschatten. Mögliche Maßnahmen sind zusätzliche Baumpflanzungen, Entsiegelungen,
Pergolen mit Kletterpflanzen, mobile oder feste Begrünungselemente, vertikale Gärten,
Fassadenbegrünungen sowie weitere kreative Lösungen zur Verbesserung des Mikroklimas.
Gerade auf stark versiegelten Flächen wie dem Bahnhofsvorplatz, dem Hetzelplatz, dem
Marktplatz sowie in Hauptstraße, Kellereistraße und Friedrichstraße besteht erheblicher
Handlungsbedarf.
Ergänzend dazu sind konkrete Hitzeschutzmaßnahmen für die Bevölkerung auszubauen.
Dazu zählen zusätzliche öffentliche Trinkwasserbrunnen, die Gewinnung von mehr Refill-
Stationen in Geschäften, die Einrichtung und bessere Bewerbung kühler Orte sowie weitere
Angebote zur Abkühlung während Hitzeperioden.
Ein kommunaler Hitzeschutzplan soll die Grundlage für ein strategisches und dauerhaftes
Hitzemanagement bilden. Damit schützt Neustadt die Gesundheit seiner Bürgerinnen und
Bürger, erhöht die Klimaresilienz der Stadt und kommt seiner Verantwortung im
Bevölkerungsschutz im der kommunalen Daseinsfürsorge nach.
Für die Fraktion Bündnis90/Die Grünen
Rainer Grun-Marquardt Christian Boestel Johannes Weber
Fraktionsvorsitzender Stadtrat Stadtrat
Text aus PDF extrahiert