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Verkauf und zukünftige Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses Damm

Angenommen2 Ja · 1 Nein · 6 Enthaltung
TypAntrag
GemeindeLohra
Datum2026-08-20
DatenstufeNur Ergebnisse
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die Gemeinde Lohra plant den Verkauf des Dorfgemeinschaftshauses Damm und legt zwei Projektvorschläge vor: Projekt 1 sieht einen Umbau zu einer Wohn- und Betreuungseinrichtung für in Not geratene Kinder und Jugendliche durch Jan Lange vor (Kaufpreis 110.000 €), Projekt 2 einen Umbau zu vier Mietwohnungen durch Jan Herpel (Kaufpreis 120.000 €). Der Gemeindevorstand wird beauftragt, das Grundstück zu vermessen und die dauerhafte Zuwegung zum Friedhof sowie Stellplätze für Friedhofsbesucher zu sichern. Die Gemeindevertretung hat den Verkauf an einen der beiden Projektträger beschlossen.

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Extrahierter Text

Der Gemeindevorstand Lohra Landkreis Marburg-Biedenkopf Fachbereich: Bauen Vorlagen-Nr.: 077/2026 Verfasser: Roos, Sandra Datum: 03.08.2026 Beschlussvorlage Verkauf und zukünftige Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses Damm Beratungsfolge: Gremium am Status Gemeindevorstand 11.08.2026 nicht öffentlich Bau-, Wirtschafts- und Umweltausschuss 18.08.2026 öffentlich Gemeindevertretung 27.08.2026 öffentlich Beschlussvorschlag: Die Gemeindevertretung nimmt die beiden Varianten zur zukünftigen Nutzung für das Dorfgemeinschaftshaus Damm zur Kenntnis. Die Gemeindevertretung beschließt den Verkauf des DGH an den Projektträger aus a) Projekt 1 – Umbau zu einem Wohnhaus für in Not geratene Kinder und Jugendliche, oder b) Projekt 2 – Umbau zu einem Wohnhaus mit vier Wohnungen. Darüber hinaus wird der Gemeindevorstand beauftragt, die Vermessung des Grundstücks zu veranlassen. Dabei sind insbesondere die dauerhafte Zuwegung zur Friedhofshalle sowie die Bereitstellung von Stellplätzen sicherzustellen. Begründung: Bereits im Jahr 2016 hat die Gemeindevertretung beschlossen, die im Eigentum der Gemeinde Lohra stehenden Immobilien nach und nach zu veräußern, sofern diese nicht zur Erfüllung einer gemeindlichen Pflichtaufgabe benötigt werden. In diesem Zusammenhang ist seit längerer Zeit auch der Verkauf des Dorfgemeinschaftshauses (DGH) Damm vorgesehen. Sowohl der Gemeindevorstand als auch die Gemeindevertretung legen besonderen Wert darauf, dass das Gebäude einer nachhaltigen Nutzung zugeführt wird und die künftige Verwendung möglichst dem Gemeinwohl sowie der Entwicklung des Ortsteils Damm dient. Für die zukünftige Nutzung des DGH Damm liegen derzeit zwei unterschiedliche Projektansätze Seite 2 von 3 vor. Beide Konzepte sehen den Erhalt des bestehenden Gebäudes sowie eine umfassende energetische Sanierung vor, verfolgen jedoch unterschiedliche Nutzungsziele. Beiden Interessenten wurde die Möglichkeit gegeben, dass Gebäude zu besichtigen. Darüber hinaus wurden alle relevanten Unterlagen zur Verfügung gestellt. Den Interessenten ist bekannt, dass die auf dem Dach befindliche Photovoltaikanlage nicht Bestandteil des Verkaufs ist und weiterhin privat betrieben wird. Aufgrund der unmittelbaren Nähe des Gebäudes zum örtlichen Friedhof sind vor dem Verkauf weitere Grundstücksangelegenheiten zu regeln. Derzeit erfolgt die Zufahrt zur Friedhofshalle über die befestigte Fläche (Einfahrt Ringstraße) unterhalb des Gebäudes. Nach dem Verkauf sollen sowohl das Grundstück des Dorfgemeinschaftshauses als auch das Friedhofsgrundstück unabhängig voneinander genutzt werden können. Es gilt demzufolge sicherzustellen, dass die Erreichbarkeit der Friedhofshalle sowie Stellplätze für Friedhofsbesucher dauerhaft erhalten bleiben Hierzu ist eine Neuvermessung des Grundstücks erforderlich. Im Zuge dieser Maßnahme ist die Zufahrt zur Friedhofshalle zu überprüfen und ggf. neu herzustellen. Ebenso sind die Leitungsrechte beziehungsweise die Versorgung mit Strom, Wasser und Abwasser für den Friedhof dauerhaft zu regeln. Aufgrund einer erforderlichen neuen Dacheindeckung wird von beiden Interessenten der Abbau der Sirene gewünscht. Projekt 1: Umbau des DGH Damm zu einem Wohnhaus für in Not geratene Kinder und Jugendliche Ein vergleichbares Projekt wurde bereits im Jahr 2024 in Heskem erfolgreich umgesetzt. Dort erwarb Herr Jan Lange das ehemalige Dorfgemeinschaftshaus von der Gemeinde Ebsdorfergrund. Das Gebäude wurde innerhalb von rund zehn Monaten umfassend energetisch saniert, unter Berücksichtigung der denkmalrechtlichen Vorgaben modernisiert und kindgerecht umgebaut. Im Oktober 2024 wurde die Einrichtung an den St. Elisabeth-Verein e. V. Marburg übergeben, der das Gebäude seitdem als Wohn- und Betreuungseinrichtung für Kinder und Jugendliche betreibt. Herr Lange hat das DGH Damm gemeinsam mit einer Vertreterin des St. Elisabeth-Verein e. V. bereits besichtigt. Der Verein hat ebenfalls Interesse bekundet, in Damm eine weitere Einrichtung dieser Art zu betreiben. Im persönlichen Gespräch mit dem Gemeindevorstand erklärte Herr Lange, dass ihm das Wohl von Kindern und Jugendlichen besonders am Herzen liege. Als Vater von drei Kindern sei es sein Anliegen, Kindern in schwierigen Lebenssituationen ein sicheres und förderliches Zuhause zu ermöglichen. Darüber hinaus erläuterte er, dass das Projekt ausschließlich mit privaten Mitteln finanziert werde. Die vertraglichen Vereinbarungen über den Betrieb der Einrichtung würden ausschließlich zwischen Herrn Lange als Investor und dem St. Elisabeth-Verein e. V. geschlossen. Die Gemeinde wäre weder Betreiber noch Vertragspartner und hätte keine Verpflichtungen hinsichtlich des späteren Betriebs. Aufgrund der zu erwartenden hohen Investitionskosten für die Sanierung und den Umbau bietet Herr Lange einen Kaufpreis in Höhe von 110.000 € an. Projekt 2: Umbau des DGH Damm zu einem Wohnhaus mit vier Wohnungen Die zweite Projektidee sieht den Umbau des bestehenden Gebäudes in ein Mehrfamilienhaus mit vier Wohneinheiten vor. Die Kubatur des Gebäudes bleibt vollständig erhalten; Erweiterungen oder Veränderungen des Baukörpers sind nicht vorgesehen. Im Rahmen der Maßnahme erfolgt eine umfassende energetische Sanierung mit dem Ziel, ein langlebiges, energieeffizientes und schalltechnisch hochwertiges Gebäude zu schaffen, das den heutigen baulichen und energetischen Seite 3 von 3 Anforderungen entspricht. Zur nachhaltigen Energieversorgung soll die bereits vorhandene Dachfläche weiterhin für eine Photovoltaikanlage genutzt werden. Der erzeugte Strom soll den Mietparteien direkt zur Verfügung gestellt werden. Dadurch können Netzverluste reduziert sowie die Nebenkosten der Bewohner langfristig gesenkt werden. Ziel ist die Schaffung von qualitativ hochwertigem und gleichzeitig sozialverträglichem Wohnraum. Das Vorhaben verfolgt darüber hinaus das Ziel, die vorhandene Bausubstanz ressourcenschonend zu revitalisieren, den CO₂-Ausstoß nachhaltig zu reduzieren und zusätzlichen zeitgemäßen Wohnraum innerhalb der bestehenden Ortslage zu schaffen. Gleichzeitig leistet die Maßnahme einen Beitrag zur ökologischen Modernisierung und zur qualitativen Aufwertung des Wohnraumangebots im Ortsteil Damm. Aufgrund des erheblichen Sanierungsbedarfs des Gebäudes sowie der erforderlichen Investitionen bietet Herr Jan Herpel einen Kaufpreis in Höhe von 120.000 €. Gegenüberstellung der Projekte Kriterium Projekt 1 Projekt 2 Wohn- und Nutzung Betreuungseinrichtung für in Not Vier Mietwohnungen geratene Kinder und Jugendliche Investor Herr Jan Lange Herr Jan Herpel Betrieb St. Elisabeth-Verein e. V. Vermietung durch den Investor Soziale Einrichtung für Kinder Zielsetzung Schaffung zusätzlichen Wohnraums und Jugendliche Energetische Ja Ja Sanierung Kaufpreisangebot 110.000 € 120.000 € Gemeinde ist nicht Betreiber und Schaffung von dauerhaftem Wohnraum für Besonderheit übernimmt keine den allgemeinen Wohnungsmarkt. Ebenso Folgeverpflichtungen keine Folgeverpflichtungen für Gemeinde. Finanziellen Auswirkungen: Einnahme des Kaufpreises Einmalige Ausgaben für Vermessung, Abbau Sirene und Aufbau der Sirene an neuem Standort, ggf. neue Zuwegung zum Friedhof. Dauerhafte Einsparung durch den Wegfall der Unterhaltungskosten Anlagen: Keine Karina Schlemper-Latzel Bürgermeisterin

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