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Lingnerschloss für Dresden retten und nicht in private Hände geben!

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeStadt Dresden
Datum2026-06-22
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SPD-Fraktion Dresden Rathausplatz 1 01067 Dresden Telefon: 0351 488 1020 E-Mail: [email protected] Web: www.spd-fraktion-dresden.de __________________________________________________________________________ Antrag Nr.: A0196/26 Datum: 22.06.2026 A N T R A G SPD-Fraktion Gegenstand: Lingnerschloss für Dresden retten und nicht in private Hände geben! Antrag gemäß § 36 Abs. 5 SächsGemO liegt vor. Termin im beschließenden Gremium bindend. Beschlussvorschlag: Der Oberbürgermeister wird beauftragt, 1) Der Stadtrat bekennt sich zum Verbleib des Lingnerschlosses in städtischer Hand und zu den im Testament von Karl August Lingner formulierten Maßgaben zur dauerhaften öffentlichen Zugänglichkeit für alle Dresdnerinnen und Dresdner. Eine Veräußerung des Erbbaurechts an private Investoren wird abgelehnt. 2) Der Oberbürgermeister wird beauftragt, dem Stadtrat bis zum 31.10.2026 einen Vorschlag für eine gemeinsame Betreibung von Lingnerschloss und Schloss Albrechtsberg vorzulegen. Dabei sind folgende Aspekte zu berücksichtigen: a) Die Erkenntnisse aus dem vom Stadtrat beauftragten, aber nie veröffentlichten Gesamtkonzept für die künftige Betreibung der Dresdner Schlösser (Beschlusspunkt 4 in V2213/23) sind einzubeziehen. b) Synergien durch gemeinsame Vermarktung, gebündeltes Facility- und Veranstaltungsmanagement und eine wirtschaftlichere Gebäudebetreuung sind zu heben. Seite 1 von 3 c) Die im Testament von Karl August Lingner formulierten Maßgaben und eine Einbeziehung des regen bürgerschaftlichen Engagements sind sicherzustellen. d) Es ist ein kostendeckender Betrieb zu gewährleisten, der ohne weitere Zuschüsse der Landeshauptstadt auskommt. e) Die Suche von Partnerinnen und Partnern für die Betreibung soll anhand des besten Konzepts sowie der langfristigen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erfolgen (z.B. mittels einer Konzeptausschreibung). f) Es ist zu skizzieren, wie ein nahtloser Übergang der Betreibung (bei Schloss Albrechtsberg z.B. von der Messe Dresden GmbH) gestaltet werden kann. Beratungsfolge Plandatum Ältestenrat 24.08.2026 nicht öffentlich zur Information Stadtrat 03.09.2026 öffentlich beschließend Seite 2 von 3 Begründung: Das Lingnerschloss ist ein Geschenk des Unternehmers und Stifter Karl August Lingner, der mit dem Odol-Mundwasser berühmt wurde und unter Anderem das Hygiene-Museum gründete. Er vermachte sein Anwesen 1916 testamentarisch der Stadt Dresden, ausdrücklich „zum Besten der Bevölkerung von Dresden und Umgebung". Seine Auflage war unmissverständlich: freier Zugang zu Park und Schloss für alle und eine Gastronomie zu niedrigsten Preisen. Seinem Testament fügte er bei: „kein Etablissement nur für reiche Leute". Unter dieser Bedingung hat Dresden das Schloss überhaupt erst erhalten. Seit 2002 haben unzählige Ehrenamtliche des Fördervereins, zahlreiche Spender und die Landeshauptstadt Dresden mit Millionenbeträgen und enormem persönlichem Engagement dieses Erbe wiederbelebt: als offenes Haus mit Feiern, Veranstaltungen, Ausstellungen und Gastronomie, inklusive des von Lingner geforderten preisgünstigen alkoholfreien Getränkes. Nach der unverschuldeten Insolvenz des Fördervereins hat der Stadtrat am 06.07.2023 den Oberbürgermeister in einem Beschluss beauftragt, das Gesamterbbaurecht gegen mit einer Summe von 700.000 € zzgl. Erwerbsnebenkosten zurück übertragen zu lassen und dem Stadtrat eine Schlösserkonzept und Betreibermodell vorzulegen. In der DNN vom 22.04.2026 war nun zu lesen, dass die Stadt in einen unübersichtlichen Gerichtsprozess mit dem Insolvenzverwalter geschlittert ist und die Konsequenzen im Moment nicht absehbar sind. Weiterhin ist darin zu lesen, dass es angeblich private Investoren mit einem Betreibermodell gibt, die das Erbbaurecht übernehmen wollen. Dieser Prozess zieht sich laut DNN seit August 2025. Der Stadtrat wurde von diesen Überlegungen und den Abweichungen vom Beschluss V2213/23 bisher nicht unterrichtet. Dieser Prozess hinter verschlossene Tür, unter Ausschluss des Stadtrates und somit der Dresdner Bevölkerung ist dringend entgegen zu treten. Dana Frohwieser SPD-Fraktion Anlagenverzeichnis: Seite 3 von 3

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