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Flutbedingte Wiederherstellung des "Platz an der Linde"; Änderung der Baumart; Antrag der SPD-Stadtratsfraktion vom 31.07.2026

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeStadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler
Datum2026-08-17
DatenstufeNur Dokumente
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die SPD-Stadtratsfraktion beantragte am 31.07.2026 eine erneute Beratung der Baumsorte für die flutbedingte Wiederherstellung des "Platz an der Linde". Die Verwaltung hatte zuvor den Schnurbaum (Sophora japonica) als Baumart beschlossen, nachdem die ursprünglich geplante Gleditschie durch schlechten Wuchs in der Baumschule überzeugt hatte. Der Stadtrat lehnte den SPD-Antrag einstimmig ab und bestätigte damit den Schnurbaum als Pflanzart, der aufgrund seiner Hitze- und Trockenverträglichkeit sowie guter Erfahrungen in Ahrweiler geeignet ist.

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STADTVERWALTUNG BAD NEUENAHR-AHRWEILER Beschlussvorlage Nr. 2026/0126 Datum: 17.08.2026 Bezugsnummer 2025/0161 Verfasser/in: Herr Schumacher Abteilung 2.3 Gremium Termin öffentlich nichtöffentlich vorberatend beschließend Bau- und Planungsaus- 25.08.2026     schuss Stadtrat 03.09.2026     Ergebnis der Beratung einstimmig geändert mehrheitlich ohne Beschlussvorschlag .... Ja .... Nein Anmerkungen .... Enthaltung Tagesordnungspunkt Flutbedingte Wiederherstellung des "Platz an der Linde"; Änderung der Baumart; Antrag der SPD-Stadtratsfraktion vom 31.07.2026 Beschlussvorschlag Der Stadtrat beschließt den Antrag der SPD-Stadtratsfraktion abzulehnen. - 2 - Sach- und Rechtslage Als Neubepflanzung für den „Platz an der Linde“ im Rahmen der Wiederherstellung der Platzfläche wurde von der Verwaltung zunächst die Bepflanzung mit Platanen, Rotahorn bzw. dem Amberbaum als ursprüngliche Vorzugsvariante der Verwaltung, zur Diskussion ge- stellt. Der Betriebshof bevorzugte den Amberbaum und der Ortsbeirat Bad Neuenahr sprach sich für die Pflanzung von Platanen aus. Daraufhin beschloss der Stadtrat, eine einvernehm- liche Lösung zu entwickeln. So wurden im fortlaufenden Prozess die Vorschläge um die Gle- ditschie ergänzt. Im Rahmen der vorberatenden Bau- und Planungsausschusssitzung bat ein Ausschussmit- glied um Überprüfung der Baumart Gleditschie, da hier ein Dornenwuchs nicht ausgeschlos- sen sei. Weiterhin sei der Wuchs der Gleditschie unregelmäßig und der Baum zeige in der Baumschule einen deutlich früheren Verlust des Blattwerks als dies jahreszeitenbedingt übli- cherweise der Fall ist. Es wurde der Schnurbaum (Sophora japonica) als Alternative vorge- schlagen. Eine Ortsbesichtigung in der Baumschule Ley bestätigte den schlechten Wuchs der Gledit- schie. Hingegen zeigte sich der Schnurbaum als vergleichbare Alternative zur Gleditschie mit einem durchgehend guten Wuchs. Zudem wurden mit dieser Baumart bereits gute Erfahrun- gen im Stadtteil Ahrweiler gemacht. So wurde der Schnurbaum letztendlich in der Sitzung des Stadtrats von der Verwaltung dem Gremium zur Entscheidung vorgeschlagen und als auf dem „Platz an der Linde“ zu pflan- zende Baumart beschlossen. Die SPD-Stadtratsfraktion hat nun den beigefügten Antrag auf erneute Beratung der Baums- orte und geänderte Beschlussfassung gestellt. Der Antrag ist der Vorlage als Anlage beige- fügt. In der Literatur wird der Schnurbaum als mittelstarkwüchsiger, mittelhoher robuster Baum beschrieben. Dabei gilt er als eine das Stadtklima gut vertragende Baumart, die eine hohe Hitze- und eine hohe Trockenverträglichkeit aufweist. So beschreibt „Das Grüne Sortenbuch“ von Wilhelm Ley den Baum als dekorativen Straßen- und Alleebaum, der aufgrund seiner ausladenden Krone u.a. „auf Plätzen sowie in Innen- und Schulhöfen“ gepflanzt wird. Die späte Blüte ist zudem eine starkfrequentierte Nahrungsquelle für viele Insekten, speziell für Bienen. Weiterhin gilt der Schnurbaum als pflegeleicht und nicht anfällig gegenüber Pilz- oder Schädlingsbefall. Beispielsweise an der St. Laurentius Kirche am Marktplatz in Ahrweiler können diese Eigen- schaften des Schnurbaums an den 1990 dort gepflanzten Bäumen beobachtet werden. Wie bei vielen andere Baum- und Pflanzenarten auch, enthalten auch einige Teile des Schnurbaums Stoffe, die bei übermäßigem Verzehr zu gesundheitsbeeinträchtigenden Symptomen führen können. Jedoch ist der Schnurbaum in keinen einschlägigen Regelwer- ken und Empfehlungen als Giftpflanze deklariert. In einer Liste besonders giftiger Garten- pflanzen und einheimischer Pflanzen in der freien Natur wird in der im Bundesanzeiger am 02.07.2021 veröffentlichten Liste des Bundesinstituts für Risikobewertung der japanische Schnurbaum nicht genannt und auch in den Informationen zu „Pflanzen in Kindertagesein- richtungen und Schulen“ des Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) ist der Schnurbaum nicht als gefährdende Pflanze eingestuft bzw. aufgeführt. So empfiehlt auch der „Arbeitskreis Stadtbäume der Gartenamtsleiterkonferenz (GALK)“ beim Deutschen Städtetag den Schnurbaum als Stadtbaum der Zukunft. - 3 - Gerade durch seine Hitzeverträglichkeit und seine Resilienz gegen Trockenheit ist der Schnurbaum für die Bepflanzung immer heißer werdenden Innenstädten besonders geeig- net. Wie bei anderen Pflanzen im öffentlichen Raum dies auch der Fall ist, wird von einem Ver- zehr der Fruchtschale und Rinde abgeraten. In Vertretung Peter Diewald Erster Beigeordneter Anlagen: Antrag der SPD vom 31.07.2026

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