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Falkenrealschule Freudenstadt Ersatz- und Erweiterungsbau in Holz-Modulbauweise Baubeschluss/Sondervermögen
Angenommen24 Ja · 0 Nein
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Freudenstadt |
| Datum | 2026-07-21 |
| Datenstufe | Nur Ergebnisse |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Beratungsvorlage AIU/027/2026-1
Amt: Amt für Stadtentwicklung
Beratungsfolge Sitzung am Status Ergebnis
Ausschuss für Infrastruktur und 14.07.2026 N - Vorberatung
Umwelt
Gemeinderat 21.07.2026 Ö - Beschlussfassung
Falkenrealschule Freudenstadt
Ersatz- und Erweiterungsbau in Holz-Modulbauweise
Baubeschluss/Sondervermögen
Beschlussvorschlag:
Der Gemeinderat beschließt den Ersatz der bestehenden Containeranlagen an der
Falkenrealschule durch einen modularen Holzbau mit vier Klassenräumen. Die Verwaltung
wird beauftragt, die erforderlichen Planungsleistungen zu veranlassen, den Bauantrag
einzureichen sowie die Ausschreibung der Leistungen im Rahmen des dargestellten
Kostenrahmens vorzubereiten und durchzuführen.
Finanzielle Auswirkungen: Ja Nein
Gesamtkosten: ca. 1.000.000,00 Euro
Finanzierung:
Ergebnishaushalt 2026
Haushaltsstelle: Euro
Finanzhaushalt 2026
Haushaltsstelle: 7 21100400 004 Euro
Sondervermögen für Infrastruktur (LuKiFG) 1.000.000,00 Euro
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Stadt Freudenstadt
Amt: Amt für Stadtentwicklung
Beratungsvorlage AIU/027/2026
Sachverhalt:
Die Stadt Freudenstadt steht bei ihren öffentlichen Gebäuden, insbesondere im Bereich der
Schulgebäuden, vor einem erheblichen Sanierungs- und Investitionsbedarf. In den
vergangenen Jahren wurden die verfügbaren finanziellen Mittel auf andere kommunale
Aufgaben verteilt, sodass notwendige Investitionen in der Schulbauinfrastruktur teilweise
zurückgestellt wurden. Umso wichtiger ist es, bestehende Defizite nun schrittweise abzubauen
und gleichzeitig zukunftsfähige Lösungen für den steigenden Raumbedarf an den Schulen zu
schaffen.
Die im Jahr 2004 an der Falkenrealschule als Provisorium errichteten Containeranlagen zur
Unterbringung von zwei zusätzlichen Klassenräumen befinden sich mittlerweile seit mehr als
20 Jahren in Nutzung und haben damit ihre ursprünglich vorgesehene Nutzungsdauer deutlich
überschritten. Aufgrund ihres baulichen Zustands entsprechen sie hinsichtlich ihrer baulichen
Qualität nicht mehr den heutigen Anforderungen. Dies wird auch durch den aktuellen Bericht
zur sicherheitstechnischen Betreuung der Lehrkräfte und Beschäftigten „Sicher gesund“ des
Kultusministeriums Baden-Württemberg sowie der BG prevent bestätigt, in dem die
bestehenden Containeranlagen als ungeeignet bewertet werden.
Vor dem Hintergrund des weiterhin bestehenden und steigenden Raumbedarfs ist daher
vorgesehen, die bestehenden Containeranlagen durch einen dauerhaften und zukunftsfähigen
modularen Holzbau zu ersetzen und gleichzeitig die Raumkapazitäten um zwei weitere
Klassenräume zu erweitern.
Im Rahmen der Voruntersuchungen fand ein enger Austausch mit der Schulleitung der
Falkenrealschule statt. Gemeinsam mit dem Schulleiter wurde eine bereits realisierte
Schulanlage in modularer Holzbauweise besichtigt, um sich ein umfassendes Bild von der
Bauweise, der Raumqualität und der Funktionalität im schulischen Alltag zu verschaffen. Die
dort gewonnenen Eindrücke waren durchweg positiv. Der Schulleiter begrüßt den Ersatz der
bestehenden Containeranlagen durch einen modularen Holzbau. Insbesondere die
hochwertige Ausführung, das angenehme Raumklima sowie die dauerhafte
Nutzungsmöglichkeit stellen gegenüber den bisherigen Containeranlagen eine deutliche
Verbesserung dar.
Im Rahmen der weiteren Planung werden zudem zusätzliche Ausstattungs- und
Qualitätsmerkmale untersucht. Hierzu zählt insbesondere die Prüfung einer energieeffizienten
Klimatisierung der Unterrichtsräume. Vor dem Hintergrund zunehmender sommerlicher
Hitzeperioden sollen verschiedene technische Lösungen hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit und
Energieeffizienz bewertet werden, um dauerhaft ein angenehmes Lern- und Arbeitsklima
sicherzustellen.
Da der geplante Holzmodulbau zweigeschossig ausgeführt werden soll, wird im Rahmen der
weiteren Planung eine barrierefreie Erschließung des Gebäudes sichergestellt. Hierzu wird die
Umsetzung einer hydraulischen Aufzugsanlage geprüft. Ziel ist die vollständige Erfüllung der
Anforderungen der Landesbauordnung Baden-Württemberg.
Der Holzmodulbau erfüllt die aktuellen Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit,
bietet eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte
und ermöglicht durch seine modulare Bauweise eine flexible Anpassung an zukünftige
Entwicklungen. Damit wird das bisherige Provisorium durch eine langfristig wirtschaftliche und
zukunftssichere Lösung ersetzt.
Während herkömmliche Containeranlagen in der Regel lediglich für eine temporäre
Nutzungsdauer von etwa fünf Jahren ausgelegt sind und überwiegend mit Fassaden aus
verzinktem Profilblech ausgeführt werden, handelt es sich bei der Holzmodulbauweise um eine
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Stadt Freudenstadt
Amt: Amt für Stadtentwicklung
Beratungsvorlage AIU/027/2026
dauerhafte Bauweise mit einer Nutzungsdauer, welche mit konventionellen Gebäuden
vergleichbar ist.
Die geplanten Holzmodule werden entsprechend den Anforderungen des
Gebäudeenergiegesetzes (GEG) errichtet und verfügen über eine hochwertige Holzfassade
sowie eine extensive Dachbegrünung mit PV-Anlage. Hierdurch werden sowohl energetische
als auch ökologische Ziele berücksichtigt.
Zudem weist die Holzmodulbauweise weitere Vorteile auf:
hohe Energieeffizienz mit entsprechend reduzierten Betriebs- und Heizkosten
angenehmes und gesundes Raumklima durch die natürlichen Eigenschaften des
Baustoffes Holz
nachhaltige Bauweise durch die Verwendung eines nachwachsenden Rohstoffes
dauerhafte Werthaltigkeit der baulichen Anlage
Erste Marktvergleiche zeigen, dass herkömmliche Containeranlagen mit Kosten von rund
110.000 € netto pro Klassenraum zunächst günstiger sind als ein Holzmodulbau mit rund
150.000 € netto pro Klassenraum. Unter Berücksichtigung der deutlich längeren
Nutzungsdauer, der höheren baulichen Qualität, der besseren Energieeffizienz sowie des
höheren Nutzerkomforts stellt die Holzmodulbauweise jedoch die wirtschaftlichere und
nachhaltigere Lösung dar.
Kostenrahmen
Kostenposition Kosten netto
Holzmodulbau (4 Klassenräume) 600.000 €
Gründungsarbeiten 100.000 €
Ausstattung und Barrierefreiheit 120.000 €
Nebenkosten / Sonstiges 15.000 €
Zwischensumme netto 835.000 €
Umsatzsteuer (19 %) 158.650 €
Gesamtkosten brutto 993.650 €
Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Sondervermögens. Der vorläufige Kostenrahmen
beläuft sich auf insgesamt 993.650 € brutto.
Da es sich um eine dauerhafte Anlage handelt, wird derzeit eine mögliche Schulbauförderung
geprüft. Die Förderhöhe wird auf 250 T € geschätzt. Diese steht derzeit jedoch noch unter
dem Vorbehalt der jeweiligen Förderentscheidung.
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Stadt Freudenstadt
Amt: Amt für Stadtentwicklung
Beratungsvorlage AIU/027/2026
Voraussichtlicher Projektablauf
Juli 2026
Baubeschluss im Gemeinderat
Juli bis September 2026
Statische Berechnung und Gründungsplanung sowie Ausschreibung des
Holzmodulbaus
Juli/August 2026
Einreichung des Bauantrags
Oktober 2026
Vergabe des Holzmodulbaus durch das zuständige Gremium
November 2026 bis März/April 2027
Ausführungsplanung und Produktion der Module durch die beauftragte Firma
Schuljahr 2027/2028 Inbetriebnahme und Bezug der neuen Klassenräume
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