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Fahrradstraße Hohes Feld: Führung der Fahrradstraße über den Paradiesweg und im Knoten Rekener Straße/Josefstraße
Angenommen22 Ja · 16 Nein
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Coesfeld |
| Datum | 2026-07-16 |
| Datenstufe | Nur Ergebnisse |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Öffentliche
Beschlussvorlage
196/2026
Die Bürgermeisterin Dezernat II, gez. P. Hänsel
Federführung: Datum:
60-Stadtplanung, GIS, Bauordnung 19.06.2026
Produkt:
30.04 Sicherheit und Ordnung des Verkehrs
60.03 Verkehrsplanung
70.01 Verkehrsanlagen
Beratungsfolge: Sitzungsdatum:
Ausschuss für Planen und Bauen 02.07.2026 Vorberatung
Rat der Stadt Coesfeld 16.07.2026 Entscheidung
Fahrradstraße Hohes Feld: Führung der Fahrradstraße über den Paradiesweg und
im Knoten Rekener Straße/Josefstraße
Beschlussvorschlag 1:
Der Paradiesweg wird im Wesentlichen durch Beschilderung und Markierung entsprechend
der als Anlage 02 beigefügten Planung als Fahrradstraße gekennzeichnet.
Der Knotenpunkt Rekener Straße/Josefstraße/Paradiesweg wird entsprechend der als Anlage
03 beigefügten Planung gestaltet.
Für die Ausführung der Maßnahme wird die folgende Bauweise festgelegt: die Asphaltdecke
wird im erforderlichen Umfang gefräst und anschließend neu hergestellt, die Rinne wird in
Teilabschnitten aufgenommen und neu gesetzt, die Markierung erfolgt auf der Asphaltdecke.
Sachverhalt:
1. Grundlagen
In der Prioritätenliste 2026 für das Produkt 60.01.03 "Verkehrsplanung" wird das Projekt
„V.2021.01-3: Maßnahme B5 "Einrichtung von Fahrradstraßen"; Umsetzungspaket 3: Hohes
Feld, Josefstraße, Paradiesweg“ mit einer hohen Priorität geführt.
Der Masterplan Mobilität klassifiziert die Straße Hohes Feld und die Josefstraße als
Radhauptroute. Vorgesehen ist dort die Ausweisung als Fahrradstraße.
In seiner Sitzung am 10.07.2025 fasste der Rat der Stadt Coesfeld den Beschluss, die
Josefstraße und die Straße Hohes Feld als Fahrradstraße zu kennzeichnen (Vorlage
137/2025, Tagesordnungspunkt 34).
Die ursprüngliche Planung sah auch die Kennzeichnung des Paradiesweges als
Fahrradstraße vor. Aufgrund von Sicherheitsbedenken und von Anregungen aus der
Öffentlichkeit zur Führung der Fahrradstraße über die Rekener Straße wurde der
Paradiesweg aber zunächst aus der Planung herausgenommen. Hierzu ein Auszug aus der
Vorlage 137/2025:
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„Aufgrund des Hinweises auf die fehlenden Sichtbeziehungen und die daraus resultierenden
Sicherheitsbedenken hat die Verwaltung diesen Knotenpunkt noch einmal detailliert in den
Blickpunkt genommen. Die geäußerten Bedenken werden durch die Verwaltung bestätigt. Die
in der im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung gezeigten Planung mit einer zweimal
abknickenden Vorfahrt der Fahrradstraße lässt sich aufgrund der fehlenden Sichtbeziehungen
nicht sicher realisieren. Daher sollte in diesem Knotenpunkt zunächst die heutige Rechts-vor-
Links-Regelung beibehalten werden. Die Planung wurde zunächst dahingehend überarbeitet.
Den Vorschlag, die Fahrradstraße von hier aus alternativ über die Rekener Straße in Richtung
Innenstadt zu führen, hält die Verwaltung aber für so interessant, dass dieser im Detail geprüft
werden sollte. Damit könnte auch der Bahnhof direkt über eine Fahrradstraße angebunden
werden. Allerdings ist zunächst zu überprüfen, ob die gleichzeitige Erschließung des
Parkplatzes südlich der Gleise und des Bike-and-Ride-Parkplatzes über die Rekener Straße
mit einer Fahrradstraße verträglich ist. Im nächsten Schritt wäre die Öffentlichkeit über die
Planung zu informieren. In Abhängigkeit von der Entscheidung über die Aufnahme der
Rekener Straße in das Fahrradstraßennetz ist dann über die endgültige Gestaltung des
Knotenpunktes zu entscheiden. Denkbar ist hier dann – wenn die Rekener Straße zwischen
Josefstraße und Friedhofsallee südlich des Bahnübergangs zur Fahrradstraße wird - eine
abknickende Vorfahrt über die Verbindung Rekener Straße (aus Richtung Bahn) und
Josefstraße oder alternativ – wenn der Paradiesweg Bestandteil des Fahrradstraßennetzes
bleibt – die in der Planung dargestellte Rechts-vor-Links-Regelung im Knoten
Paradiesweg/Rekener Straße/Josefstraße.“
Ergänzend fasste der Rat am 10.07.2025 daher den folgenden Beschluss:
„Im Knotenpunkt Paradiesweg/Rekener Straße/Josefstraße bleibt zunächst die auch heute
schon geltende Rechts-vor-Links-Regelung bestehen. Der Knotenpunkt ist entsprechend zu
gestalten.
Die Verwaltung wird aber beauftragt, den Vorschlag, die Rekener Straße zwischen
Josefstraße und Friedhofsallee südlich des Bahnübergangs in das Fahrradstraßennetz zu
integrieren, unter Einbeziehung der Öffentlichkeit zu prüfen. Das Ergebnis ist den politischen
Gremien gemeinsam mit einem Vorschlag für die Führung der Fahrradstraße und der
zukünftigen Gestaltung des Knotens Paradiesweg/Rekener Straße/Josefstraße zur Beratung
und Entscheidung vorzulegen.“
2. Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung
Als Grundlage einer Entscheidung hat das Büro nts im Auftrag der Stadt Coesfeld den Verkehr
auf der Rekener Straße in Höhe des Knotenpunktes Rekener
Straße/Josefstraße/Paradiesweg und in Höhe der Zufahrt zum großen Parkplatz gezählt. Die
Ergebnisse der Verkehrszählung sind als Anlage beigefügt. Zusammenfassend können die
folgenden Ergebnisse festgehalten werden:
• Die Rekener Straße hat keine wesentliche Bedeutung für den Radverkehr, weder im
westlichen Abschnitt in Höhe der Josefstraße noch auf dem parallel zur Bahnanlage
laufenden Abschnitt.
• Dahingegen sind die Radverkehrsanteile auf dem Paradiesweg und der Josefstraße
sehr groß. Der Paradiesweg stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen der Rekener
Straße und der Josefstraße und damit im weiteren Verlauf mit dem Hohen Feld dar.
3. Resultierende Planung
Auf Grundlage der Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung spricht sich die Verwaltung dafür
aus, den Paradiesweg im Fahrradstraßennetz zu belassen und die Rekener Straße außen vor
zu lassen. Die Ergebnisse sind so eindeutig, dass eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit
nicht zielführend ist.
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Die ursprünglich vorgesehene, vorfahrtberechtigte Übereck-Führung der Fahrradstraße im
Knotenpunkt Rekener Straße/Josefstraße/Paradiesweg wurde aufgrund von
Sicherheitsbedenken verworfen. An dieser Entscheidung hält die Verwaltung weiterhin fest.
Daher schlägt sie vor, die bestehende Rechts-vor-Links-Regelung im Knotenpunkt
beizubehalten und die Fahrradstraße jeweils vor dem Knotenpunkt enden zu lassen. Die
Planung wurde entsprechend überarbeitet und ist als Anlage beigefügt.
4. Zeitplan
Zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur werden Fördermittel zum Ausbau von
Fahrradstraßen (Paradiesweg, Josefstraße, Hohes Feld, Am Wasserturm) beantragt.
Der Ausbau der v. g. Straßenzüge als Fahrradstraßen ist nach aktueller Projektplanung im
Jahr 2030 vorgesehen.
Klimarelevanz:
Auch die Stadt Coesfeld hat die Verantwortung, die Potenziale für das Klimaneutralitätsziel 2045
für Deutschland auszuschöpfen. Der Klimacheck prüft, ob die in der Politik behandelten Themen
und Entscheidungen klimarelevant sind und wie sie qualitativ einzuordnen sind. Ziele hierbei sind
• die Sensibilisierung für Klimaschutz und die Prüfung von Alternativen innerhalb der
Verwaltung,
• Transparenz über Auswirkungen verschiedener Vorhaben sowie
• die Entscheidungshilfe für die Abwägung in politischen Gremien.
Nicht immer ist die klimafreundlichste Variante umsetzbar, die Abwägung geschieht letztendlich
immer unter Berücksichtigung aller Faktoren.
Keine Angabe
Negativ Positiv x Keine
möglich
1. Immer auszufüllen: Erläuterung Klimaauswirkungen: Was sind die Auswirkungen des
Beschlusses/des berichteten Sachverhalts auf das Klima, warum gibt es keine oder
warum ist keine Angabe möglich?
Es handelt sich um die Planung einer Baumaßnahme, die zu negativen Klimaauswirkungen
führt. Die Emissionen sind bedingt durch:
• Verbrauch von Energie und Wasser für den Bau
• Beschaffung von Materialien für die Umgestaltung
• Produktion von Müll durch den Ausbau von Altmaterialien
• Anfahrt von Fahrzeugen, Bewegungen auf der Baustelle
Fahrradstraßen sind ein wesentlicher Baustein des Masterplans Mobilität zur Förderung der
Umweltverbundes. Der Bau der Fahrradstraße setzt neue Rahmenbedingungen für eine
klimafreundliche Mobilität. Daher kann der Ressourcenverbrauch durch die
Umbaumaßnahme und die zuvor genannten negativen Auswirkungen an dieser Stelle keine
Begründung für eine insgesamt negative Klimarelevanz sein.
2. Bei negativen Auswirkungen auszufüllen: Welche weiteren Potenziale gibt es zur
Verminderung von negativen Klimawirkungen und zur Stärkung der Klimaanpassung, die
im vorliegenden Beschluss/Bericht noch nicht berücksichtigt wurden? Warum wurde sich
gegen Optimierungsoptionen entschieden, wenn diese im Planungsprozess bereits
betrachtet wurden?
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Die Ausbaumaterialien (Asphalt, Schotter, Boden) werden möglichst wiederverwertet, um
Ressourcen zu schonen und Transporte zu vermeiden.
Anlagen:
01 Verkehrsuntersuchung Rekener Straße
02 Lageplan 6a.1
03 Lageplan 6a.2
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Text aus PDF extrahiert