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DIE GRÜNEN Antrag v. 09.08.2026 Erstellung eines Hitzeaktionsplans

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeStadt Karben
Datum2026-08-28
DatenstufeNur Dokumente
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

DIE GRÜNEN beantragen die Erstellung eines kommunalen Hitzeaktionsplans für Karben basierend auf Empfehlungen der Gesundheitsministerkonferenz und des Hessischen Hitzeaktionsplans. Der Plan soll Warn- und Kommunikationskaskaden, Schutzmaßnahmen für vulnerable Gruppen, Infrastrukturverbesserungen wie Trinkwasserbrunnen und Entsiegelung sowie interne Schulungen umfassen. Der Magistrat soll bis März 2027 einen Entwurf mit Prioritäten- und Zeitplan vorlegen und verfügbare Förderprogramme prüfen. Die Beratung in der Stadtverordnetenversammlung am 28.08.2026 soll beschließend sein.

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Antrag AT-FB 5-035/2026 Stadtplanung, Bauen, Ver­ Federführung: kehr und Umwelt Aktenzeichen: Antragsteller: DIE GRÜNEN Bearbeiter/in: Theresa Heß Verfasser/in: Julin Birkner-Schaefer Datum: 10.08.2026 Beratungsfolge Termin Beratungsaktion Magistrat 24.08.2026 vorberatend Ausschuss für Stadtplanung und Infrastruktur 25.08.2026 vorberatend Stadtverordnetenversammlung 28.08.2026 beschließend DIE GRÜNEN Antrag v. 09.08.2026 Erstellung eines Hitzeaktionsplans Antrag: Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: 1. Der Magistrat wird beauftragt, unter Einbindung relevanter Akteure einen kommunalen Hit­ zeaktionsplan für die Stadt Karben aufzustellen und schrittweise umzusetzen. 2. Als Orientierung und Grundlage dienen die Empfehlungen der Gesundheitsministerkonfe­ renz (GMK), der Hessische Hitzeaktionsplan (HHAP) des Hessischen Ministeriums für Fa­ milie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege und die Empfehlungen des Wetterauer Hit­ zeaktionsplans. 3. Der Magistrat prüft dafür verfügbare Förderprogramme von Bund und Land Hessen zur Kli­ maanpassung und stellt entsprechende Förderanträge. 4. Dem zuständigen Ausschuss für Stadtplanung und Infrastruktur ist bis zum 31.03.2027 ein erster Entwurf samt Prioritäten- und Zeitplan vorzulegen. Kernelemente des Hitzeaktionsplans Der Hitzeaktionsplan soll ein abgestimmtes System aus kurz-, mittel- und langfristigen Maßnah­ men umfassen: 1. Warn- und Kommunikationskaskaden (Kurzfristig / Akutfall) • Verknüpfung der Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit städti­ schen Informationskanälen. • Gezielte Warnkaskaden an Kitas, Schulen, Alten- und Pflegeheime, ambulante Pfle­ gedienste sowie Hausärzte im Stadtgebiet. 2. Schutz vulnerabler Gruppen o Erstellung zielgruppenspezifischer Informationsmaterialien (Verhaltens- und Trink­ empfehlungen bei extremer Hitze). o Prüfung eines freiwilligen Kontakt- oder Telefonnetzwerks („Hitzetelefon“) für allein­ stehende Seniorinnen und Senioren. Seite 1 von 2 3. Öffentlicher Raum und Infrastruktur (Mittel- bis Langfristig) • Erfassung und Ausweisung öffentlich zugänglicher kühler Orte und Schattenplätzen im Stadtgebiet sowie schattiger Aufenthaltsflächen in den Stadtteilen. • Installation und Ausbau von kostenfrei zugänglichen Trinkwasserbrunnen im öffentlichen Raum. • Konsequente Entsiegelung von Flächen, Verschattung von Spielplätzen und Fassaden- /Dachbegrünung im Rahmen städtebaulicher Überplanung (Entwicklung Schwammstadt Karben). 4. Interne Organisation und Fortbildung • Benennung einer zentralen Koordinierungsstelle innerhalb der Stadtverwaltung (z. B. Fach­ bereich 5 / Klimaschutzmanager). • Schulung und Sensibilisierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in städtischen Kitas, Horten und der Verwaltung. Begründung: Der Klimawandel war und ist z. B. in den Jahren 2003, 2015, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022 und 2023, 2024, 2025 und ganz besonders in diesem Jahr in Karben spürbar. Die Hitze belastet den menschlichen Organismus in einer für uns Mitteleuropäer ungewohnten Form. Bundesweit gab es aufgrund der Hitze mehr Krankheiten und Todesfälle (z. B. bedingt durch Hitzschläge, Dehydrie­ rungen und Herz- Kreislauf-Erkrankungen). Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke, Säuglinge und Kleinkinder sowie Menschen, die im Freien arbeiten. Auch in Karben verdichten sich bauliche Strukturen in den Kern­ bereichen, was lokale Hitzeinseln entstehen lässt. Die Gesundheitsministerkonferenz der Länder hat bereits gefordert, dass Städte und Gemeinden eigene Hitzeaktionspläne aufstellen. Das Land Hessen hat hierfür mit dem Hessischen Hitzeakti­ onsplan (HHAP) den fachlichen Leitfaden vorgelegt. Durch die rechtzeitige Erstellung eines eige­ nen Plans übernimmt Karben Verantwortung für den Gesundheitsschutz seiner Bürgerinnen und Bürger und sorgt gleichzeitig für eine klimaresiliente Stadtentwicklung. Anlagenverzeichnis: 1. DIE GRÜNEN Antrag v. 09.08.2026 Erstellung eines Hitzeaktionsplans Antrag AT-FB 5-035/2026 Seite 2 von 2

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