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Neue Neustadt sauber und lebenswert – Sofortmaßnahmen gegen Vermüllung und für mehr Lebensqualität
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Magdeburg |
| Datum | 2026-11-03 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Fraktion Gartenpartei beantragt, die Oberbürgermeisterin solle kurzfristig Sofortmaßnahmen gegen Vermüllung in der Neuen Neustadt umsetzen: einen Aktionstag mit Verwaltung, Politik und Bürgern, ein integriertes Sauberkeitskonzept innerhalb von sechs Monaten, verstärkte Ordnungsamtkontrollen mit Verwarnungen, zusätzliche Abfallbehälter, Bewusstseinskampagnen, Patenschaften für Grünanlagen sowie Vorher-Nachher-Kontrollen. Der Stadtrat beschließt die Umsetzung dieser Maßnahmen und fordert jährliche Berichte zur Entwicklung.
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Dokument
Extrahierter Text
Antrag Datum Nummer
öffentlich 03.08.2026 A0147/26
Absender
Fraktion Gartenpartei
Adressat
Vorsitzender des Stadtrates
Wigbert Schwenke
Gremium Sitzungstermin
Stadtrat 27.08.2026
Kurztitel
Neue Neustadt sauber und lebenswert – Sofortmaßnahmen gegen
Vermüllung und für mehr Lebensqualität
Der Stadtrat beschließt:
Die Oberbürgermeisterin wird beauftragt, kurzfristig folgende Maßnahmen für den Stadtteil
Neue Neustadt zu veranlassen:
1. Einberufung eines zeitnahen Aktionstages zur Reinigung des Stadtteils Neue Neustadt und
direkte Beteiligung der Verantwortungsträger, Grundstückseigentümer, Ladenbesitzer,
Verantwortungsträger aus Politik und Verwaltung sowie weitere Freiwillige werden aufgefordert,
aktiv an einer gemeinsamen Reinigungsaktion teilzunehmen, um sich ein unmittelbares Bild von
der Situation vor Ort zu machen und gemeinsam Verantwortung für Verbesserungen zu
übernehmen. Wo akute Müllschwerpunkte bestehen, sollen das Ordnungsamt, der Städtische
Abfallwirtschaftsbetrieb (EB SAB), Mitglieder des Stadtrates der Landeshauptstadt Magdeburg,
Mitglieder des Landtages Sachsen-Anhalt sowie Mitglieder des Deutschen Bundestages
gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern Müll beseitigen.
An diesem Tag sollen an zentraler Stelle Informationsstände des Ordnungsamtes und des EB
SAB eingerichtet werden, damit Grundstückseigentümer, Ladenbesitzer und Anwohner ihre
Fragen und Anliegen unmittelbar an die zuständigen Stellen richten können.
2. Die Oberbürgermeisterin wird weiterhin beauftragt, gemeinsam mit dem Ordnungsamt,
Wohnungsunternehmen, Gewerbetreibenden sowie unter Einbeziehung von Bürgerinnen und
Bürgern innerhalb von sechs Monaten ein integriertes Sauberkeitskonzept für die Neue
Neustadt zu erarbeiten. Dieses soll konkrete Ziele, Verantwortlichkeiten, Zeitpläne und eine
regelmäßige Erfolgskontrolle enthalten und ebenso das Ziel haben, achtlos weggeworfenen
Müll nachhaltig zu reduzieren, Wege und Grünanlagen sauber zu halten, die Sicherheit zu
erhöhen und langfristig Reinigungskosten zu senken.
Weiterhin sind folgende Punkte umzusetzen:
An bekannten Müllschwerpunkten sollen regelmäßige Kontrollen durch das Ordnungsamt
durchgeführt werden. Vor Ort sollen künftig, soweit rechtlich möglich, Grundstückseigentümer,
Gewerbetreibende oder sonstige Verantwortliche, bei denen wiederholt Vermüllungen auftreten,
durch das Ordnungsamt direkt angesprochen und auf ihre Pflichten hingewiesen werden.
Zudem soll auf mögliche Bußgelder bei ordnungswidriger Müllentsorgung deutlich hingewiesen
werden.
An bekannten Müllschwerpunkten sollen zusätzliche, gut sichtbare Abfallbehälter, möglichst mit
integrierten Aschenbechern, insbesondere an Plätzen, Grünanlagen, Sitzbänken sowie
Kreuzungen aufgestellt und regelmäßig geleert werden.
Durch kurze und verständliche Hinweise soll das Bewusstsein für Sauberkeit gestärkt werden.
Beispielsweise können Schilder mit der Aufschrift „Deine Straße, deine Grünanlage. Dein Müll
gehört in den Eimer.“
Patenschaften für Grünanlagen, Schulwege oder Radwege sollen gefördert werden. Vereine,
Schulen, Anwohner und Gewerbetreibende können einzelne Bereiche übernehmen. Ergänzend
sollen regelmäßige Clean-up-Aktionen unterstützt werden.
Imbisse, Cafés und Supermärkte im Stadtteil sollen in geeigneter Weise eingebunden werden.
Denkbar sind zusätzliche Außenabfallbehälter, Mehrwegangebote sowie Hinweise zur
ordnungsgemäßen Entsorgung von Verpackungsmüll.
Für wiederkehrende Problemstandorte sind geeignete Maßnahmen wie, eine Verbesserung der
Beleuchtung oder soweit rechtlich zulässig, der Einsatz mobiler Kameratechnik zu prüfen.
Die Stadt entwickelt gemeinsam mit Schulen, Wohnungsunternehmen, Vereinen und
Gewerbetreibenden mehrsprachige Informationsangebote zur Müllvermeidung und
Mülltrennung. Gleichzeitig sollen Patenschaften, Clean-up-Aktionen und weitere
bürgerschaftliche Initiativen aktiv unterstützt werden.
An ausgewählten Hotspots sollen Vorher-Nachher-Kontrollen durchgeführt werden. Dabei sind
Müllaufkommen, Beschwerden, Reinigungskosten sowie der Zustand öffentlicher Flächen zu
dokumentieren. Nach drei bis sechs Monaten sind die Maßnahmen zu evaluieren und bei
Bedarf anzupassen.
3. Die Oberbürgermeisterin berichtet dem Stadtrat einmal jährlich über die Entwicklung der
Sauberkeit in der Neuen Neustadt. Der Bericht soll insbesondere Müllschwerpunkte,
Reinigungskosten, durchgeführte Kontrollen, verhängte Bußgelder sowie die Wirksamkeit der
eingeleiteten Maßnahmen darstellen.
Wir bitten um Überweisung in den Verwaltungsausschuss, den Ausschuss für kommunale
Rechts- und Bürgerangelegenheiten und den Betriebsausschuss Städtischer Abfallbetrieb.
Begründung:
Seit Jahren beklagen die Bürgerinnen und Bürger der Neuen Neustadt die anhaltende
Vermüllung ihres Stadtteils. Trotz zahlreicher Beschwerden und auch erheblicher
Anstrengungen konnte bislang keine nachhaltige Verbesserung erreicht werden.
Die Situation beeinträchtigt nicht nur das Stadtbild, sondern auch das Sicherheitsgefühl und die
Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner. Viele Menschen haben den Eindruck, mit
ihren Sorgen nicht ausreichend gehört zu werden.
Neben einer konsequenten Durchsetzung bestehender Regelungen sind daher zusätzliche
Maßnahmen erforderlich, die sowohl auf Prävention als auch auf Eigenverantwortung und
bürgerschaftliches Engagement setzen. Ein gemeinsamer Aktionstag kann dazu beitragen, das
Problembewusstsein aller Beteiligten zu stärken, den direkten Austausch zwischen
Bürgerschaft, Verwaltung und Politik zu fördern und ein sichtbares Zeichen für mehr Sauberkeit
und Zusammenhalt zu setzen.
Besonders wichtig ist, dass den kurzfristigen Maßnahmen ein langfristiges und verbindliches
Handlungskonzept folgt. Nur wenn Verwaltung, Politik, Wohnungsunternehmen,
Gewerbetreibende und Bürgerinnen und Bürger gemeinsam Verantwortung übernehmen und die
Wirksamkeit der Maßnahmen regelmäßig überprüfen, kann die Sauberkeit im Stadtteil dauerhaft
verbessert werden.
Ziel ist es, die Neue Neustadt als lebenswerten, sicheren und gepflegten Stadtteil nachhaltig zu
stärken. Der Stadtrat wird deshalb um eine fraktionsübergreifende Unterstützung dieses
Antrages und des Aktionstages gebeten.
Roland Zander Marcel Guderjahn Rainer Buller
Fraktionsvorsitzender stellv. Fraktionsvorsitzender Stadtrat
Fraktion Gartenpartei Fraktion Gartenpartei Fraktion Gartenpartei
Text aus PDF extrahiert