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Antrag der SPD: Benennung des Fuß- und Radweges entlang der B47 zwischen Hettenleidelheim und Eisenberg auf Hettenleidelheimer Gemarkung in "Nikolaus-Osterroth-Weg"

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeVerbandsgemeinde Leiningerland
Datum2025-09-03
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2025-0822 Antrag der SPD: Benennung des Fuß- und Radweges entlang der B47 Thema zwischen Hettenleidelheim und Eisenberg auf Hettenleidelheimer Gemarkung in "Nikolaus-Osterroth-Weg" Gremium Hettenleidelheim: Gemeinderat (öffentliche Sitzung) 03.09.2025 Verfasser Schön, Dana Verantwortlich Rüttger, Frank Haushaltsrelevanz keine Beschlussvorschlag: Der Gemeinderat der Ortsgemeinde Hettenleidelheim beauftragt die Verwaltung, ein Verfahren zur Benennung des Fuß- und Radweges entlang der B47 zwischen Hettenleidelheim und Eisenberg auf Hettenleidelheimer Gemarkung in „Nikolaus-Osterroth-Weg" einzuleiten. Sachverhalt: Es liegt folgender Antrag der SPD Fraktion Hettenleidelheim, welcher schriftlich am 14.08.2025 bei der Verwaltung eingereicht wurde vor: Zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde gehören auch die Benennung der öffentlichen Straßen, Plätze und Brücken innerhalb des Gemeindegebiets. Nikolaus Osterroth wurde am 16. Februar 1875 in Hettenleidelheim geboren. Er wuchs in der dörflichen, katholischen Gemeinschaft der kleinen Leute auf. Nach dem Besuch der Volksschule in Hettenleidelheim musste Osterroth, dessen Vater Metzger war, mit 13 Jahren in der Dachziegelfabrik Frank von Müller in Eisenberg und dann als Bergmann im Tonbergbau in Hettenleidelheim arbeiten. Die harten Arbeits- und Lebensbedingungen wecken in ihm früh das Interesse für die katholische Soziallehre. Später wird er durch sein politisches und wirtschaftliches Interesse zum aktiven Gewerkschafter und Sozialdemokraten. 1899 heiratet Osterroth Elisabeth Humm aus Eisenberg. Für kurze Zeit wohnt er auch in Eisenberg, wo am 08.03.1900 sein Sohn Franz geboren wird. Da er wegen seiner politischen und gewerkschaftlichen Arbeit Repressionen ausgesetzt ist, verlässt Nikolaus Osterroth seine pfälzische Heimat und zieht ins saarländische Kohlenrevier. Als Parteisekretär wird er wegen „politischer Vergehen" inhaftiert. 1907 ist er Reichstagskandidat für den Wahlkreis Ottweiler - St. Wendel. Als Arbeitersekretär ist er in Schlesien für die SPD und die Gewerkschaft tätig. Von 1910 bis 1913 ist er Vorsitzender der SPD Waldenburg in Schlesien. Immer wieder wird er wegen seiner politischen und gewerkschaftlichen Arbeit zu Gefängnisstrafen verurteilt. In der Haft entsteht 1912 das autobiografische Werk über seine Kinder- und Jugendzeit in Hettenleidelheim „Vom Beter zum Kämpfer". Das Buch wird in den 20er Jahren und auch noch 1980 publiziert. Bezirksleiter des Bergarbeiterverbandes in Hamm in Westfalen ist er von 1913 bis 1919. 1918 wird Osterroth Vorsitzender des Arbeiter- und Soldatenrates Hamm. 1919 wird er zum Abgeordneten der Deutschen Nationalversammlung in Weimar gewählt. Von 1921 bis 1933 gehört er dem preußischen Landtag an. Er ist Bergbaureferent im Reichswirtschaft- und im Reichsarbeitsministerium. Als Landtagsabgeordneter in Preußen und Mitarbeiter in den beiden Reichsministerien hat er an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Sozialgesetzgebung für die Bergleute in Deutschland führend mitgearbeitet. Nikolaus Osterroth ist Mitbegründer der Preußischen Bergwerks- und Hütten-AG (Preussag). Stellvertretender Vorstand und sozialpolitischer Direktor der Preussag ist er von 1924 bis 1933. In diesen Funktionen hat er deutsche Wirtschafts- und Industriegeschichte mitgeschrieben. Am 19. September 1933 starb Nikolaus Osterroth in Werder an der Havel. Mit seiner schweren Erkrankung und dem Tod blieb ihm vermutlich die Verhaftung und Verfolgung durch die Nationalsozialisten erspart. Auch musste er nicht mehr miterleben, dass sein Sohn Franz, der auch politisch und gewerkschaftlich aktiv ist, in die Emigration gezwungen wurde. Zusammenfassung: Nikolaus Osterroth hat sich schon im Kaiserreich aktiv für Demokratie und Arbeitnehmerrechte, besonders für die Bergleute eingesetzt. Er wurde dafür verfolgt und musste mehrfach ins Gefängnis. Während der Weimarer Republik ist er als Abgeordneter, Gewerkschaftsfunktionär und Manager der Preussag für die erste deutsche Demokratie eingetreten. Er engagierte sich auch gegen die NSDAP und den Antisemitismus. Mit der Benennung des Fuß- und Radweges durch das Tonbergbaurevier entlang der „Erdekaut" nach Nikolaus Osterroth würde einem Mann gedacht werden, der seine Wurzeln in der Bergbauregion Hettenleidelheim Eisenberg hatte. Wir erinnern an einen Demokraten und Gewerkschafter, der sich besonders um die Bergleute in ganz Deutschland verdient gemacht hat! Dieses Jahr hat sich der Geburtstag von Nikolaus Osterroth zum 150. Mal gejährt, daher wäre die Benennung 2025 ein besonderer Anlass. Die SPD-Fraktion im Stadtrat von Eisenberg (Pfalz) stellt einen entsprechenden Antrag an den Stadtrat Eisenberg (Pfalz) mit dem Inhalt den Fuß- und Radweg „Weg an der Grube Riegelstein" entlang der B47 auf Eisenberger Gemarkung in „Nikolaus­Osterroth-Weg" zu benennen. Anlage: Antragsschreiben 2

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