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Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen Ankauf der Flächen der Veritas

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeGelnhausen
Datum2026-08-12
DatenstufeNur Dokumente
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt, dass der Magistrat prüft, unter welchen Bedingungen die Stadt Gelnhausen die zum Verkauf stehenden Gewerbeflächen der insolventen Veritas AG erwerben kann. Untersucht werden sollen Kaufpreis, Altlasten, Fördermöglichkeiten sowie die strategische Nutzung für nachhaltiges „weißes" Gewerbe mit hoher Energieeffizienz. Der Magistrat soll bis Ende Q1 2027 Ergebnisse vorlegen und eine Entscheidungsvorlage einbringen. Die Begründung verweist auf die Chance zur Innenentwicklung statt Neuversiegelung und zur gezielten Ansiedlung umweltverträglicher Betriebe.

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Extrahierter Text

Grüne Gelnhausen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Fraktion Gelnhausen Annika Streit - Fraktionsvorsitz - Stadtverwaltung Gelnhausen 27. Juli 2026 An Herrn Stadtverodnetenvorsteher Dr. Peter Tauber Rathaus Gelnhausen Obermarkt 7 63571 Gelnhausen Gelnhausen, xx. xxxx 202x Antrag: Ankauf der Flächen der Veritas Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher, wir bitten Sie den folgenden Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf die Tagesordnung der kommenden Stadtverordnetenversammlung zu stellen. Beschlussvorschlag: Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: 1. Der Magistrat wird beauftragt, zu prüfen a. unter welchen Bedingungen die zum Verkauf stehenden Gewerbeflächen der Veritas AG in Insolvenz durch die Stadt Gelnhausen erworben werden können. Der Magistrat prüft insbesondere den möglichen Kaufpreis, bestehende Altlasten, Erschließungsaufwendungen, bestehende Miet- oder Nutzungsverhältnisse, planungsrechtliche Voraussetzungen, sowie mögliche Förderprogramme des Landes, des Bundes und der EU; b. wie diese Flächen strategisch genutzt werden können, um gezielt emissionsarme, flächensparende und nachhaltige Gewerbebetriebe oder innovative Unternehmen mit geringer Umwelt- und Verkehrsbelastung, d.h. „weißes“ Gewerbe, anzusiedeln. Ziel soll außerdem sein, ein nachhaltiges Gewerbegebiet mit hoher Energieeffizienz, Dachbegrünung, Photovoltaik, Regenwassermanagement und klimaangepasster Freiraumgestaltung zu entwickeln; c. welche wirtschaftlichen Perspektiven durch eine gezielte Vergabe an nachhaltige Unternehmen entstehen. Der Magistrat soll daher insbesondere darstellen, Grüne Gelnhausen ® welche Auswirkungen der Ankauf auf den städtischen Haushalt hätte, « welche Finanzierungsmöglichkeiten bestehen, « welche langfristigen Erträge zu erwarten sind, * welche Risiken bestehen. d. welche strategischen Vorteile sich für die kommunale Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung aus einem kommunalen Zwischenerwerb ergeben. 2. Der Magistrat wird beauftragt, die Ergebnisse dieser Prüfung dem Bau- und Umweltausschuss vorzulegen und in Abstimmung mit diesem eine Entscheidungsvorlage zum möglichen Ankauf der Flächen in die Stadtverordnetenversammlung einzubringen. Der Magistrat legt die Ergebnisse spätestens bis zum Ende des ersten Quartals 2027 vor. Begründung: Durch die Insolvenz der Veritas AG ergibt sich für die Stadt Gelnhausen die einmalige Chance, wertvolle Gewerbeflächen in kommunale Hand zu nehmen. Derzeit verfügt die Verwaltung über kaum eigene Flächen, um interessierte Unternehmen aktiv und steuernd anzusiedeln, da ein Großteil des Gewerbegebiets in Privatbesitz ist. Es ist im Sinne einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung essenziell, dass die Stadt hier die Regie übernimmt, um eine hochwertige und nachhaltige Nutzung sicherzustellen. Besonders kritisch hinterfragen wir den Vorschlag zur Ausweisung neuer Gewerbegebiete in der Stellungnahme zum Regionalplan Südhessen. Unabhängig von möglichen zukünftigen Gewerbegebietserweiterungen sollte zunächst geprüft werden, ob vorhandene Industrie- und Gewerbebrachen genutzt werden können. Denn der Grundsatz „Innenentwicklung vor Außenentwicklung" ist eines der zentralen Leitbilder der Raumordnung und der Bauleitplanung (vgl. 81 Abs. 5 BauGB). Im Sinne des Klimaschutzes und gegen den fortschreitenden Flächenfraß muss und sollte daher die Priorität auf der Innenentwicklung und der Reaktivierung bestehender Flächen liegen, bevor eine Ausweisung und Versiegelung weiter Flächen angedacht werden sollte (88 1 Abs. 6, 1a Abs. 2 BauGB). Bereits erschlossene Gewerbeflächen verfügen regelmäßig über Straßen, Leitungen und Versorgungsinfrastruktur. Ihre Nachnutzung vermeidet zusätzliche Infrastrukturkosten und reduziert den Ressourcenverbrauch gegenüber Neuerschließungen erheblich. Der Ankauf der Veritas-Flächen ist eine konkrete Alternative zur Neuversiegelung von Grünland und ein wichtiger Schritt zur Schonung unserer natürlichen Ressourcen. Der Grüne Gelnhausen Ankauf bereits versiegelter Gewerbeflächen trägt unmittelbar dazu bei, zusätzlichen Flächenverbrauch zu vermeiden und vorhandene Infrastruktur effizient weiter zu nutzen. Zudem ist die gezielte Ansiedlung von nachhaltigem, „weißem“ Gewerbe unumgänglich, um die Lebensqualität in Gelnhausen zu sichern. Umweltverträgliche Betriebe reduzieren Emissionen und Lärmbelastungen sowie ökologische Auswirkungen auf den Menschen und die Natur. Die Stadt Gelnhausen sollte daher proaktiv die Weichen stellen, um ein modernes, grünes Gewerbeprofil zu entwickeln, das ökonomischen Erfolg mit Ökologischer Verantwortung verbindet. Die Stadt ist zwar bereits im Austausch mit dem Unternehmen, dass das Gelände der Veritas AG vermarktet, der Ankauf wurde laut des Unternehmens jedoch bisher nicht angedacht. Die Gespräche sollten zeitnah aufgenommen werden, da das Unternehmen bereits in Kontakt mit den Stadtwerken Gelnhausen und dem Main-Kinzig-Kreis steht. Mit freundlichen Grüßen, Annika Streit

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