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Antrag der Fraktionen SPD und CDU vom 26.05.2026; Einrichtung eines Senioren-Forums und Entwicklung eines gemeindlichen Seniorenkonzepts in der Gemeinde Bickenbach

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeBickenbach
Datum2026-06-18
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Gemeinde Bickenbach Beschluss-Vorlage Vorlagen-Nr. Datum Wiedervorlage Aktenzeichen Bezug-Nr. 2026/067 26.05.2026 A3 / Pa Betreff: Antrag der Fraktionen SPD und CDU vom 26.05.2026; Einrichtung eines Senioren-Forums und Entwicklung eines gemeindlichen Seniorenkonzepts in der Gemeinde Bickenbach Beratungsfolge Datum Status Haupt-, Finanz- und Sozialausschuss 11.06.2026 öffentlich Gemeindevertretung 18.06.2026 öffentlich Beschluss-Vorschlag: Die Gemeindevertretung der Gemeinde Bickenbach beschließt: 1. Einrichtung eines Senioren-Forums Charakter des Forums: In der Gemeinde Bickenbach wird ein offenes Senioren-Forum eingerichtet. Ziel des Senioren- Forums ist es, die Mitbestimmung der älteren Generation in Bickenbach zu stärken, bestehende Angebote der Seniorenarbeit weiterzuentwickeln und ein modernes, praxisnahes Seniorenkonzept für die Gemeinde Bickenbach vorzubereiten. Das Senioren-Forum ist offen, überparteilich und öffentlich. Eingeladen sind insbesondere alle interessierten Seniorinnen und Senioren aus Bickenbach ab dem 60. Lebensjahr. Das Senioren-Forum ist kein Ausschuss der Gemeindevertretung und kein Organ der Gemeinde im Sinne der Hessischen Gemeindeordnung, sondern ein Beteiligungs- und Beratungsformat zur Weiterentwicklung der Seniorenarbeit. Das Forum sammelt und berät insbesondere Anliegen, Bedürfnisse und Vorschläge älterer Menschen in Bickenbach und leistet damit einen Beitrag zur Entwicklung eines gemeindlichen Seniorenkonzepts. Die Sprecher des Forums bringen Vorschläge zur Seniorenförderung in die gemeindlichen Gremien ein und streben eine Vernetzung mit den Seniorenbeiräten, Seniorenvertretungen oder vergleichbaren Beteiligungsformaten der Nachbargemeinden zum Austausch an. Verwaltungsseitige Begleitung des Forums: Der Gemeindevorstand wird beauftragt, im 3. Quartal 2026 erstmals zu einer ersten öffentlichen Sitzung des Senioren-Forums einzuladen. Die Einladung soll in geeigneter Weise öffentlich bekannt gemacht werden, insbesondere über die üblichen Bekanntmachungs- und Informationswege der Gemeinde. Darüber hinaus erhalten alle Bürger, die das 60 Lebensjahr erreicht haben per Post eine Einladung mit der Bitte bei Interesse ihre E-Mailadresse nach Möglichkeit für den Versand der zukünftigen Einladungen zur Verfügung zu stellen. Der Bürgermeister wird gebeten, im Rahmen seiner Zuständigkeit für den Geschäftsgang der Verwaltung eine feste Ansprechperson für das Senioren-Forum zu benennen. Diese Ansprechperson kann aus der Verwaltung oder aus dem Gemeindevorstand kommen. Sie soll die Arbeit des Senioren-Forums organisatorisch begleiten u.a. durch die Einladung zu den Sitzungen, die Raumbuchung und die Dokumentation der Sitzungsinhalte, entsprechende Kontaktaufnahmen zur Vernetzung bei Bedarf organisatorisch unterstützen, den Informationsfluss zur Verwaltung sicherstellen und die Einbringung von Anliegen in die gemeindlichen Gremien unterstützen. Organisation des Forums: Das Senioren-Forum wählt spätestens in der zweiten Sitzung unter Leitung des Bürgermeisters aus seiner Mitte zwei Sprecherinnen oder Sprecher. Die Sprecherinnen oder Sprecher vertreten die im Forum beratenen Anliegen gegenüber den gemeindlichen Gremien. Sie berichten regelmäßig im Haupt-, Finanz- und Sozialausschuss unter dem Tagesordnungspunkt „Seniorenförderung“ und können dort Anliegen, Vorschläge und Zwischenergebnisse aus dem Senioren-Forum vortragen. In Zusammenarbeit mit der Ansprechperson der Verwaltung erarbeiten Sie die Tagesordnung für die Sitzungen und übernehmen die Sitzungsleitung. Das Senioren-Forum tagt regelmäßig und legt seinen Sitzungsrhythmus selbst fest. Dabei soll es die Möglichkeit haben, bei Bedarf zusätzliche Sitzungen zu einzelnen Themen oder Projekten durchzuführen. Die organisatorische Vorbereitung erfolgt durch den Gemeindevorstand beziehungsweise die vom Bürgermeister benannte Ansprechperson. Über die Sitzungen sollen kurze Ergebnisvermerke erstellt werden, die dem Gemeindevorstand zur Kenntnis gegeben werden. Die oder der Vorsitzende des Haupt-, Finanz- und Sozialausschusses wird gebeten, den Tagesordnungspunkt „Seniorenförderung“ regelmäßig, mindestens jedoch zweimal jährlich, auf die Tagesordnung des Ausschusses zu setzen, sobald das Senioren-Forum seine Sprecherinnen oder Sprecher gewählt hat. Der Gemeindevorstand wird gebeten, die Berichte und Anliegen des Senioren-Forums jeweils in geeigneter Weise in die Beratungen des Ausschusses einzubringen. 2. Entwicklung eines Seniorenkonzepts im Jahr 2027: Der Gemeindevorstand wird beauftragt, gemeinsam mit dem Senioren-Forum im Jahr 2027 ein gemeindliches Seniorenkonzept zu entwickeln. Dieses Konzept soll insbesondere Ziele, Maßnahmen und Prioritäten für eine zeitgemäße Seniorenarbeit in Bickenbach enthalten. Es soll die Lebensrealität älterer Menschen berücksichtigen und sowohl bestehende Angebote als auch neue Formen von Beteiligung, Begegnung, Unterstützung und Teilhabe einbeziehen. Beispiele für mögliche Angebotsformate könnten sein: • Informationsveranstaltungen zu Pflege, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Betreuungsrecht, Wohnen im Alter, Betrugsprävention, Verkehrssicherheit und digitaler Teilhabe, • regelmäßige Bewegungs- und Gesundheitsangebote, etwa Spaziergänge, Gymnastik, Sturzprävention, Radfahrgruppen oder Bewegungsangebote in Kooperation mit örtlichen Vereinen, • kulturelle und gesellige Angebote, etwa Seniorenkino, Lesungen, Musiknachmittage, Erzählcafés, Spielenachmittage oder gemeinsame Museums- und Theaterbesuche, • Beratungs- und Unterstützungsangebote, etwa Sprechstunden zu Alltagsfragen, Hilfe beim Umgang mit digitalen Geräten, Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen oder Lotsenangebote zu bestehenden Beratungsstellen, • generationenübergreifende Projekte, etwa Begegnungen mit Schulen und Kindertagesstätten, gemeinsame Koch-, Garten-, Vorlese- oder Geschichtsprojekte, • thematische Ausflüge und Besichtigungen, etwa zu regionalen Einrichtungen, kulturellen Orten, Betrieben, sozialen Einrichtungen oder Zielen in der näheren Umgebung, • Angebote zur Stärkung von Nachbarschaft, Teilhabe und Ehrenamt, etwa Besuchsdienste, Mitfahrangebote, Nachbarschaftshilfe oder gemeinsame Treffpunkte im Ort. Der Entwurf des Seniorenkonzepts soll der Gemeindevertretung über den Gemeindevorstand zur Beratung vorgelegt werden. 3. Evaluation und Ausblick im Jahr 2029 Im Jahr 2029 wird die Arbeit des Senioren-Forums ergebnisoffen evaluiert. Dabei soll insbesondere geprüft werden, • ob das Senioren-Forum die Mitbestimmung älterer Menschen wirksam stärkt, • ob die entwickelten Arbeitsformen praktikabel sind, • ob die Vernetzung mit Nachbargemeinden einen Mehrwert gebracht hat, • ob eine Weiterentwicklung zu einem dauerhaft institutionalisierten Seniorenbeirat gewünscht und sinnvoll ist. Der Gemeindevorstand wird beauftragt, der Gemeindevertretung hierzu rechtzeitig einen Evaluationsbericht mit einem Vorschlag des Senioren- Forums zum weiteren Vorgehen vorzulegen. Abstimmungsergebnis: Ja: __ Nein: __ Enth.: __ Erläuterungen: Bickenbach möchte die Bedürfnisse der älteren Generation gezielt, zeitgemäß und praxisnah aufgreifen. Die Zahl älterer Menschen nimmt zu, zugleich verändern sich die Erwartungen an kommunale Seniorenarbeit. Neben bewährten Angeboten wie Seniorenausflügen oder Seniorennachmittagen braucht es daher zusätzliche Formen der Beteiligung, damit Seniorinnen und Senioren ihre Erfahrungen, Wünsche und Anliegen unmittelbar einbringen können. Mit dem Senioren-Forum wird ein offenes und überparteiliches Beteiligungsformat geschaffen. Es ermöglicht interessierten Seniorinnen und Senioren, Themen rund um das Älterwerden in Bickenbach öffentlich zu beraten und Vorschläge in die gemeindlichen Gremien einzubringen. Zugleich bleibt die kommunalrechtliche Zuständigkeitsordnung gewahrt: Der Gemeindevorstand organisiert die Umsetzung, der Bürgermeister sorgt im Rahmen seiner Verwaltungsleitung für eine feste Ansprechperson, und die Beratung in der Gemeindevertretung erfolgt über den zuständigen Haupt-, Finanz- und Sozialausschuss. Das Senioren-Forum soll regelmäßig tagen und seinen Sitzungsrhythmus selbst festlegen. Damit erhält es die notwendige Flexibilität, um eigenständig und bedarfsgerecht zu arbeiten. Durch die Wahl von zwei Sprecherinnen oder Sprechern entsteht zugleich eine verbindliche Verbindung in den zuständigen Ausschuss. Anliegen älterer Menschen werden dadurch regelmäßig sichtbar und können politisch beraten werden. Zudem soll das Senioren-Forum die Möglichkeit erhalten, sich mit Seniorenbeiräten und vergleichbaren Beteiligungsformaten der Nachbargemeinden zu vernetzen. Dadurch können Erfahrungen ausgetauscht, erfolgreiche Beispiele übernommen und mögliche Kooperationen geprüft werden. Ein weiterer Schwerpunkt des Forums ist die Mitwirkung bei der Entwicklung eines gemeindlichen Seniorenkonzepts im Jahr 2027. Dieses soll bestehende Angebote auswerten, neue Bedarfe erfassen und konkrete Maßnahmen für eine seniorengerechte Gemeindeentwicklung formulieren. Dazu gehören neben den bewährten Angeboten wie z.B. Informationsveranstaltungen, Gesundheits- und Bewegungsangebote, kulturelle Formate, digitale Unterstützung auch weitere generationenübergreifende Projekte, Beratungsangebote und Maßnahmen zur Stärkung von Nachbarschaft und Teilhabe. Die vorgesehene Evaluation im Jahr 2029 stellt sicher, dass die Erfahrungen mit dem Senioren- Forum ausgewertet werden und anschließend ergebnisoffen entschieden werden kann, ob eine Weiterentwicklung zu einem fest institutionalisierten Seniorenbeirat sinnvoll und gewünscht ist. Der Antrag ist im Haupt-, Finanz- und Sozialausschuss zu behandeln.

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