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Antrag der SPD-Fraktion auf Errichtung einer 3-Feld-Tennishalle mit zusätzlichen 2 Padel Courts auf gemeindeeigenem Grundstück "Bei den Lochäckern" im Industriegebiet Altenstadt/Waldsiedlung
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Altenstadt |
| Datum | 2026-06-10 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Gemeinde Altenstadt
Fachbereich Bauen und Umwelt
Vorlage zur Sitzung des Gemeindevorstandes
der Gemeindevertretung
des Ausschusses für Soziales, Senioren, Kinder, Sport und Kultur
des Ausschusses für Bau, Planung, Verkehr und Umwelt
des Haupt- und Finanzausschusses
Antrag der SPD-Fraktion auf Errichtung einer 3-Feld-Tennishalle mit
zusätzlichen 2 Padel Courts auf gemeindeeigenem Grundstück "Bei den
Lochäckern" im Industriegebiet Altenstadt/Waldsiedlung
Ursprüngliche Beschlussfassung:
Es wird empfohlen, folgende Gremien mit der Angelegenheit zu befassen:
Gremium Datum Öffentlichkeitsstatus
Gemeindevorstand nichtöffentlich
Gemeindevertretung 27.02.2026 öffentlich
Ausschuss für Soziales, Senioren, Kinder, Sport öffentlich
und Kultur
Ausschuss für Bau, Planung, Verkehr und öffentlich
Umwelt
Haupt- und Finanzausschuss öffentlich
Altenstadt, den 12.02.2026 Volker Elbert
Anlagen: Antrag der SPD Fraktion für die kommende Gemeindevertretersitzung
Bilder zum Antrag
1. Sachliche Darstellung / Begründung
Aus dem Antrag der SPD-Fraktion:
Der Tennisclub Altenstadt e.V., gegründet im Jahr 1974, zählt heute über 230 Mitglieder
und hat sich in den vergangenen Jahren außerordentlich positiv entwickelt. Seit 2020
konnte die Mitgliederzahl von 93 auf über 230 gesteigert werden – allein im Jahr 2025
wurden 50 neue Mitglieder gewonnen, bei lediglich 12 Austritten. Damit verzeichnete der
Verein einen Nettozuwachs von 38 Mitgliedern und erlebte das erfolgreichste Jahr seiner
Vereinsgeschichte. Besonders erfreulich ist die breite Altersstruktur: Von Ballschülern im
Alter von vier Jahren über Jugendliche bis hin zu aktiven Senioren über 60 Jahre ist der
Verein ein generationenübergreifender Treffpunkt.
Die Jugendarbeit nimmt dabei einen besonderen Stellenwert ein. Mehr als 80 Kinder und
Jugendliche trainieren, regelmäßig unter Anleitung von lizenzierten Trainern, ergänzt durch
Fördergruppen für U15 und U18, die vollständig durch den Verein finanziert werden.
Mit über 30 Trainingsstunden pro Woche, Feriencamps und Turnieren trägt der Verein
maßgeblich zur sportlichen Entwicklung junger Menschen in Altenstadt bei.
Besonders hervorzuheben sind die Kooperationen mit der Grundschule Höchst a.d. Nidder
sowie der Grundschule J.K. in Altenstadt, durch die Kinder frühzeitig an den Tennissport
herangeführt und langfristig für Bewegung und Vereinsleben begeistert werden.
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Darüber hinaus ergänzt der Verein gemeinsam mit dem Förderverein Altenstadt die
örtlichen Ferienspiele und übernimmt dabei jedes Jahr die Bereitstellung von Getränken
und Speisen auf eigene Kosten – ebenso wie bei den Grundschulprojekten. Damit leistet
der Tennisclub Altenstadt einen wichtigen Beitrag zur sozialen Verantwortung und zur
Förderung junger Menschen in der Gemeinde.
Parallel dazu konnte die Zahl der Mannschaften auf 10 aktive Teams gesteigert werden,
darunter mehrere Aufsteiger in höhere Spielklassen. Auch infrastrukturell hat der Verein in
den letzten Jahren erheblich investiert: Die Platzanlage wurde modernisiert, das
Nebengebäude saniert, ein Kinderspielplatz errichtet und das Clubhaus technisch
aufgewertet. Für die kommenden Jahre ist zudem ein umfassendes Inklusionsprojekt
geplant, das die gesamte Anlage barrierefrei gestalten und Rollstuhlfahrern den Zugang
ermöglichen soll.
Diese dynamische Entwicklung zeigt, dass der Tennisclub Altenstadt e.V. nicht nur sportlich
erfolgreich ist, sondern auch eine zentrale gesellschaftliche Rolle in der Gemeinde
übernimmt.
Um diese positive Entwicklung nachhaltig zu sichern und den Mitgliedern sowie allen
Bürgerinnen und Bürgern ein ganzjähriges Sportangebot zu ermöglichen, ist die Errichtung
einer Tennishalle mit Padel Courts auf dem Grundstück „Bei den Lochäckern“ der nächste
notwendige Schritt und wird ebenfalls von allen Mitgliedern des TCA´s und darüber hinaus
unterstützt.
Aktuell ist die Situation für den Verein äußerst schwierig: Aufgrund der geringen
Hallenkapazitäten in der Region müssen die Mitglieder bereits bis Maintal in Frankfurt
fahren, um überhaupt eine Stunde Wintertraining buchen zu können. Die Hallen in
Bruchköbel, Niederdorfelden und Erlensee nehmen keine weiteren Buchungen mehr an.
Dadurch ist es dem Verein nur möglich, rund 15 % den aktiven Spielern ein Winterangebot
zu machen – ein Zustand, der der positiven Entwicklung des Vereins und der Nachfrage
nach Tennis- und Padel Angeboten nicht gerecht wird und aktiv schadet.
Besonders hervorzuheben ist die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Projekts: Auf Grundlage
des Business Case wird ein jährlicher Umsatz von rund 190.000 € erwartet. Zudem besteht
im Umkreis von 20 Kilometern und bei über 14 Vereinen aktuell kein Winterangebot für
Tennis oder Padel. Diese Angebotslücke verdeutlicht die hohe Nachfrage und bestätigt,
dass dieses Investment nicht nur erfolgreich, sondern auch nachhaltig sein wird.
Darüber hinaus besitzt das Projekt eine überregionale Bedeutung für Altenstadt und den
gesamten Wetteraukreis. Die Tennishalle mit Padel Courts würde nicht nur den
Bürgerinnen und Bürgern von Altenstadt zugutekommen, sondern auch Sportlerinnen und
Sportler aus den umliegenden Gemeinden anziehen. Besonders passend ist hierbei, dass
das Gebiet der Sportanlagen bereits den Namen „Am Sportpark“ trägt – ein Name, der
durch die geplante Halle noch mehr mit Leben gefüllt und seiner Bedeutung gerecht
werden würde. Damit stärkt die Halle die Position Altenstadts als sportlicher Mittelpunkt der
Region, fördert den interkommunalen Austausch und trägt zur Attraktivität des gesamten
Wetteraukreises bei. Passend hierzu ist auch die Planung den Waldweg zwischen dem
aktuellen Sportpark und den Lochäckern auszubauen und per Fußweg zu verbinden.
Zur Umsetzung des Projekts werden zwei mögliche Finanzierungsvarianten vorgeschlagen:
Vorschlag 1:
Die Gemeinde stellt die Grundstücke 117/J und 117/H dem Verein zur Verfügung. Dabei
wird ein Erbpachtvertrag geschlossen, für den ein Erbpachtzins anfällt. Der Verein finanziert
mit Eigenmitteln und Privatinvestoren in einer noch zu gründenden GmbH. Die Gemeinde
unterstützt in der Änderung
des aktuellen Bebauungsplans durch die Zusammenlegung der beiden oben genannten
Grundstücke. Die Hallenverwaltung und Außenpflege wird durch den TC Altenstadt e.V.
getragen. – Für die Gemeinde fallen keine jährlichen Kosten an und es sind keine
Mitarbeiter Ressourcen notwendig.
Vorschlag 2:
Die Gemeinde übernimmt das Projekt vollständig: Die Gemeinde finanziert und betreibt die
Halle; die Einnahmen verbleiben vollständig bei der Gemeinde; der Tennisclub übernimmt
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die Hallenverwaltung gegen eine jährliche Entschädigungspauschale und bekommt das
Recht zunächst für den eigenen Bedarf die Hallen Abos abzuschließen. Der Eigentümer der
Halle/Sportstätte ist die Gemeinde.
Mit diesem Projekt wird die Gemeinde Altenstadt als sportfreundlicher Standort gestärkt, die
Vereinsarbeit nachhaltig unterstützt und ein attraktives Freizeitangebot für alle Bürgerinnen
und Bürger geschaffen. Die positive Entwicklung des Tennisclub Altenstadt e.V., die klare
wirtschaftliche Prognose sowie die überregionale Bedeutung für den Wetteraukreis belegen
eindrucksvoll, dass die Halle nicht nur gebraucht wird, sondern auch erfolgreich betrieben
werden kann.
2. Antrag / Beschlussvorschlag
Errichtung einer modernen Tennishalle mit drei Spielfeldern, sowie ergänzenden zwei
Padel Courts auf dem ausgeschriebenen gemeindeeigenen Gewerbegebiet „Bei den
Lochäckern“ im Industriegebiet Altenstadt/Waldsiedlung.
Das Grundstück soll dem Verein im Rahmen eines Erbpachtvertrages zur Verfügung
gestellt werden. Dabei ist der Verein grundsätzlich auch bereit einen noch zu
bestimmenden Erbpachtzins zu bezahlen. Für die wirtschaftliche Errichtung der Halle
werden aus der Liegenschaftskarte die Flurstücke 117/J und 117/H mit einer Gesamtfläche
von ca. 5.549qm inkl. Parkplatzflächen und Bepflanzungen benötigt.
Der Antrag soll zunächst im Ausschuss für Soziales, Senioren, Kinder, Sport und Kultur
beraten werden. Anschließende soll eine gemeinsame Beratung der Ausschüsse Bau,
Planung, Verkehr und Umwelt und Haupt- und Finanzausschusses stattfinden.
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