Startseite › Stadt Rinteln › Antrag
Freigabe des Wirtschaftsweges zwischen Sportplatz Exten und Extertalstraße für den Radverkehr; Antrag der Fraktion B 90/Die Grünen vom 15.06.2026
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Stadt Rinteln |
| Datum | 2026-08-19 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Fraktion B 90/Die Grünen beantragt die Freigabe des Wirtschaftsweges zwischen Sportplatz Exten und Extertalstraße für den Radverkehr mit Sanierung und Beschilderung. Die Stadt Rinteln hat einen Förderantrag im Programm „Junge Generation Fahrrad – aktiv mobil" gestellt (90% Förderquote, ca. 1.500.000 EUR Gesamtkosten). Der Verwaltungsausschuss beauftragt die Verwaltung, einen Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn für 50.000 EUR Planungsleistungen zu stellen und nach Fördermittelbestätigung die Planung zu beginnen. Die Maßnahmen sollen verbesserte und sichere Radverkehrsverbindungen zwischen Exten und Kernstadt sowie zu Schulen und Sportanlagen schaffen.
Automatisch aus dem Quelldokument zusammengefasst. Wichtige Details bitte immer im Originaldokument unten prüfen.
Dokument
Extrahierter Text
Stadt Rinteln
Die Bürgermeisterin
Beschlussvorlage 218-2026
AMT/OE 66 öffentlich
T O P :
Freigabe des Wirtschaftsweges zwischen Sportplatz Exten und Extertalstraße
für den Radverkehr;
Antrag der Fraktion B 90/Die Grünen vom 15.06.2026
Beteiligte Gremien TOP-Nr. Sitzungs- Beratungsaktion
termin
Ausschuss für Umwelt, Bau- 19.08.2026 vorberatend
und Stadtentwicklung
Verwaltungsausschuss 26.08.2026 beschließend
BESCHLUSSVORSCHLAG:
Die Verwaltung wird beauftragt,
1. den Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn im Förderprogramm „Junge
Generation Fahrrad – aktiv mobil“ zu stellen und nach positivem Bescheid die
Planungsleistungen in Höhe von 50.000,- EUR aus vorhandenen
Haushaltsmitteln zu beginnen,
2. die Planungen und den Antrag der Bündnis 90/Die Grünen vom 15.06.2026
nach Rückmeldung der Fördermittelgeber den Gremien zur Entscheidung
vorzulegen und
3. die notwendigen Haushaltsmittel im Haushaltsplan 2027 zu berücksichtigen
Stadt Rinteln
Die Bürgermeisterin
Beschlussvorlage 218-2026
Sachdarstellung:
Mit Datum vom 15.06.2026 hat die Fraktion B90/Die Grünen im Rat der Stadt Rinteln
den Antrag gestellt, dass der asphaltierte Feldweg vom Extener Sportplatz zur
Seetorstraße, der an den Sassenbergschen Kiesteichen entlangführt, sobald wie
möglich eine neue, glatte und auch für Traktoren ausreichend stabile Fahrbahndecke
erhalten sowie in regelmäßigen Abständen, besonders in den Sommermonaten, bei
Bedarf aber auch häufiger, gereinigt werden soll. Dazu sollte er als offizieller Radweg
ausgeschildert und wenn möglich mit seitlichen Bodenreflektoren ausgestattet werden.
Der komplette Antrag ist der Beschlussvorlage als Anlage beigefügt.
Die Wegeverbindung beginnt im nördlichen Teil Extens an der Kreuzung
Regetestraße/Sportplatz, verläuft entlang der Sassenbergschen Kiesteiche und
mündet dann im Bereich der Feuerwehr Rinteln, Seetor in die Extertalstraße.
Derzeit ist der bestehende Weg mit einer Asphaltdecke versehen, die jedoch in
Teilbereichen im schlechten Zustand ist.
Mit dem Förderaufruf „Junge Generation Fahrrad – aktiv mobil“ hat die Verwaltung ein
Förderprogramm identifiziert, das sowohl den Ausbau des Wirtschaftsweges entlang
der Sassenbergschen Kiesteiche in Richtung Exten als auch die geplanten
Maßnahmen an der Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße als Bestandteil einer
durchgängigen Radverkehrsverbindung fördert. Dadurch besteht die Möglichkeit, die
gesamte Maßnahmenkette zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in einem
gemeinsamen Fördervorhaben umzusetzen.
Zwischenzeitlich wurden durch die Verwaltung Anträge auf Prüfung zur Förderfähigkeit
von städtischen Straßen nach NGVFG gestellt. Hierzu wurde bereits mehrfach in den
Gremien mitgeteilt. Laut NLSTbV ist die Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße nach den
Förderrichtlinien des NGVFG leider so nicht förderfähig.
Ein positiver Bescheid über die grundsätzliche Förderfähigkeit der Maßnahme
„verkehrsgerechter Ausbau Braasstraße“ nach NGVFG liegt zwischenzeitlich jedoch
vor. Zwei weitere Anträge (Virchowstraße, Waldkaterallee) nach NGVFG befinden sich
noch in der Bearbeitung durch die NLSTbV. Eine Entscheidung hierüber ist demnach
noch offen.
Die Stadt Rinteln hat daher fristgerecht zum 31.07.2026 einen Förderantrag für die
Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße im Rahmen der Förderlinie 2 des Förderaufrufs „Junge
Generation Fahrrad – aktiv mobil“ eingereicht, der auch den Wirtschaftsweg von Exten
nach Rinteln entlang der Sassenbergschen Kiesteiche berücksichtigt. Im Rahmen
Stadt Rinteln
Die Bürgermeisterin
Beschlussvorlage 218-2026
dieses Förderaufrufes unterstützt das Bundesministerium für Verkehr (BMV)
Maßnahmen zur Förderung der aktiven Mobilität junger Menschen im Rad- und
Fußverkehr. Der Förderaufruf umfasst zwei Förderlinien. Die Förderlinie 2
„Lückenschluss im Sprint“ dient der Förderung schnell umsetzbarer
Infrastrukturmaßnahmen mit einer Projektlaufzeit bis Ende 2027. Ziel ist es,
bestehende Lücken im Rad- und Fußwegenetz zu schließen sowie die Sicherheit und
Attraktivität des Rad- und Fußverkehrs – insbesondere im Umfeld von Bildungs-,
Kinder- und Jugendeinrichtungen – nachhaltig zu verbessern. Auch Beleuchtung
sowie begleitende Maßnahmen, beispielsweise Öffentlichkeitsarbeit oder
wissenschaftliche Evaluationen können gefördert werden.
Eine Rückmeldung für die Projekte der Förderlinie 2 soll bis Ende des Jahres
(Dezember 2026) erfolgen. Beantragt wurde das Projekt „Rinteln, Stadt an der Weser:
Sicher mit dem Fahrrad zu den weiterführenden Schulen und Sportanlagen“. Die
Förderhöhe beträgt 90% für die Stadt Rinteln als finanzschwache Kommune.
Ziel des Vorhabens ist die Verbesserung der Radverkehrsverbindung zwischen dem
Ortsteil Exten und der Kernstadt. Der geplante Streckenabschnitt verläuft vom Ortsteil
Exten entlang der Sassenbergschen Kiesteiche über die Seetorstraße bis zur
Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße und schafft eine sichere Verbindung zu den
weiterführenden Schulen sowie den Sport- und Freizeiteinrichtungen. Mit dem Fahrrad
führen zahlreiche Wege aus der Kernstadt zu den weiterführenden Schulen über die
Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße. Diese verbindet die Seetorstraße unmittelbar mit dem
Schulstandort. Der bauliche Zustand der Straße und ihrer Nebenanlagen entspricht
jedoch nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine sichere und attraktive
Radverkehrsinfrastruktur. Während die Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße aus der
Altstadt und der Nordstadt bereits über Radwege bzw. die neu eingerichtete
Fahrradzone „Westliche Altstadt“ gut erreichbar ist, fehlt bislang eine durchgängige
und hochwertige Radverkehrsverbindung aus dem Ortsteil Exten.
Beantragt wurden hierfür die Umgestaltung der Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße, des
Knotenpunktes Friedrich-Wilhelm-Ande-Straße/Seetorstraße, die Erneuerung des
Zweirichtungsradweges entlang der Seetorstraße zwischen der Friedrich-Wilhelm-
Ande-Straße und der Extertalstraße und der Ausbau des bestehenden
Wirtschaftsweges zwischen Sportplatz Exten und der Exertalstraße.
Durch die Umsetzung verschiedener Maßnahmen werden die Radwegeverbindungen
zu den weiterführenden Schulen in Rinteln, den Berufsbildenden Schulen am Standort
Burgfeldsweide, den dortigen Sportanlagen sowie dem Hallenbad Rinteln sowohl aus
der Kernstadt als auch aus dem Ortsteil Exten deutlich verbessert. Insbesondere für
Kinder und Jugendliche wird dadurch eine sicherere und attraktivere Erreichbarkeit
geschaffen. Das Vorhaben greift zugleich Maßnahmen des vom Rat der Stadt Rinteln
im Oktober 2022 beschlossenen Radverkehrskonzeptes auf und setzt diese um.
Stadt Rinteln
Die Bürgermeisterin
Beschlussvorlage 218-2026
Nach Bestätigung des Eingangs des Förderantrags beim Bundesamt für Logistik und
Mobilität (BALM) soll ein Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn für die
Vervollständigung der bisherigen Vorplanung bis zu Leistungsphase 3 HOAI
(Entwurfsplanung) gestellt werden. Hierdurch kann vor Entscheidung des kompletten
Förderantrages vorzeitig mit der Planung begonnen werden, um bei einer positiven
Förderentscheidung unmittelbar mit der Umsetzung beginnen zu können. Für die
Planung bis LPH 3 sind Kosten in Höhe von ca. 50.000,- EUR erforderlich, die aus
bestehenden Haushaltskonten gedeckt werden können. Die Planungsleistungen
können auch bei negativem Förderbescheid weiter genutzt werden.
Des Weiteren wurde höchst vorsorglich entsprechend Förderprogramm „Förderung
des ländlichen Wegebaus in Niedersachsen“ parallel auch ein Antrag beim ARL für
den Wegeabschnitt zwischen Exten und Rinteln Extertalstraße gestellt. Der Antrag
wurde mit Datum vom 17.07.2026 zum Stichtag 31.07.2026 eingereicht. Aufgrund der
Förderbedingungen wurde die komplette Erneuerung des Wirtschaftsweges
eingereicht, da Sanierungsmaßnahmen oder die reine ausschließliche Erneuerung der
Fahrbahn bzw. Oberfläche des Weges nach Rücksprachen mit dem ARL nicht
förderfähig ist. Der Fördersatz beträgt hier jedoch nur 60%.
Der Antrag kann auf Nachfrage beim ARL jederzeit zurückgezogen werden. Eine
genaue Aussage, wann mit einer Rückmeldung über das Prüfungsergebnis seitens
des ARL zu rechnen ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mitgeteilt werden.
Zunächst bleiben die Rückmeldungen / Entscheidungen der Fördermittelgeber zu den
eingereichten Förderanträgen und dem Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn
abzuwarten. Zur weiteren Vorgehensweise wird nach Vorliegen möglicher Bescheide
weiter berichtet. Ziel ist, aufgrund des Fördersatzes von 90%, die Maßnahme
entsprechend Förderprogramm „Junge Generation Fahrrad – aktiv mobil“ umzusetzen.
Die beantragte regelmäßige Reinigung des Weges aufgrund der landwirtschaftlichen
Nutzungen ist aus Gründen des zeitlichen und personellen Aufwandes sowie
zusätzlichen laufenden Unterhaltungskosten nicht vorgesehen und nicht
berücksichtigt.
Haushaltsrechtliche Auswirkungen:
Die Gesamtkosten des Vorhabens entsprechend Förderung „Junge Generation
Fahrrad – aktiv mobil“ werden auf 1.500.000,- € geschätzt. Für Rinteln als
finanzschwache Kommune beträgt die Förderquote 90 %, sodass eine Förderung in
Höhe von ca. 1.350.000,- € erwartet wird. Der verbleibende Eigenanteil der Stadt
Rinteln beläuft sich auf ca. 150.000,- €. In den Gesamtkosten sind sowohl die
Stadt Rinteln
Die Bürgermeisterin
Beschlussvorlage 218-2026
erforderlichen Planungskosten als auch die baulichen Maßnahmen enthalten. Für den
vorzeitigen Maßnahmenbeginn können 50.000,- EUR für die notwendigen
Planungsleistungen aus bestehenden Haushaltsmitteln bereitgestellt werden, um den
engen Terminrahmen einhalten zu können. Bei Absage durch den Fördermittelgeber
besteht kein Anspruch auf Ausgleich der getätigten Planungskosten.
Entsprechend „Förderung des ländlichen Wegebaus in Niedersachsen“ wurden
Kosten in Höhe von ca. 475.000,- EUR beantragt. Entsprechend Steuereinkommen
der jeweiligen Kommune beträgt die Förderung für die Stadt Rinteln 60%, also rund
285.000,- EUR mit einem Eigenanteil von insgesamt rund 190.000,- EUR.
Belange von Jugendlichen und jungen Erwachsenen:
Sind bei den Planungen zu berücksichtigen. Die bestehenden Defizite des Bestandes
können im Zuge der Erneuerung beseitigt werden. Die Umsetzung der Maßnahmen,
insbesondere entsprechend Förderung „Junge Generation Fahrrad – aktiv mobil“
dienen der Förderung des Radverkehrs, vor allen Dingen für Schülerinnen und Schüler
sowie der Nutzerinnen und Nutzer der Sport- und Freizeitanlagen.
Belange von Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Behinderung:
Sind bei den Planungen zu berücksichtigen. Die bestehenden Defizite des Bestandes
können im Zuge der Erneuerung beseitigt werden.
Auswirkungen auf die Umwelt:
Die Erhöhung der Attraktivität der Radwegeverbindungen kann zu Entlastung des
PKW-Verkehrs und somit zur Einsparung von CO2-Emissionen beitragen.
Für die Durchführung der Maßnahmen ist die Zustimmung sowohl der unteren
Wasserbehörde als auch der unteren Naturschutzbehörde vor Ausführung erforderlich.
Ein entsprechender Antrag auf wasserrechtliche Genehmigung ist zu stellen, da das
Gelände teilweise im gesicherten Überschwemmungsgebiet liegt und bei
Überschreitung der vorhandenen Höhenlagen Retentionsraumverlust auszugleichen
ist.
Text aus PDF extrahiert