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Antrag der Fraktionen SPD, FWG und Bündnis 90 / Die Grünen zum Haushalt 2026 - Thema: Senkung der Verbandsgemeindeumlage um 0,25 Punkte im Haushalt 2026
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Verbandsgemeinde Nieder-Olm |
| Datum | 2025-12-18 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
eingegangen am Di., 09.12.2025, 13:25 Uhr
SPD - FWG - Bündnis 90/Die Grünen – Fraktionen
Herrn
Bürgermeister
Ralph Spiegler
Pariser Str. 110
55268 Nieder-Olm
Nieder-Olm, 08.12.25
Antrag der Koalitionsfraktionen von SPD, FWG, Bündnis 90/Die Grünen
für die Sitzung des Verbandsgemeinderates Nieder-Olm am 18.12.25
Senkung der Verbandsgemeindeumlage um 0,25 Punkte im Haushalt 2026
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Spiegler,
Der Verbandsgemeinderat der VG Nieder-Olm möge beschließen:
1. Die Verbandsgemeindeumlage wird im Haushalt 2026 um 0,25 Punkte gesenkt.
Dies entspricht einer Entlastung der Ortsgemeinden in Höhe von rund 136.000 €.
2. Die Deckung dieser Umlagesenkung erfolgt über folgende Haushaltsansätze:
▪ Reduzierung des Ansatzes für die Beschaffung von Terrorsperren von
30.000 € auf 1 €
▪ Reduzierung der Zuwendungen für die Sanierung von Radwegen von
50.000 € auf 1 €
▪ Verzicht auf den im Haushalt eingeplanten Kauf eines Kraftfahrzeugs in
Höhe von 55.000 €
Begründung:
Die Fraktionen der Koalition (SPD, FWG, Bündnis 90/Die Grünen) sehen in der moderaten
Senkung der Verbandsgemeindeumlage um 0,25 Punkte ein verantwortungsvolles
Entlastungssignal gegenüber den Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Nieder-Olm.
Gerade vor dem Hintergrund der allgemeinen Haushaltslage vieler Ortsgemeinden – die
zum Teil über geringe finanzielle Spielräume verfügen – soll mit dieser Maßnahme eine
spürbare, aber auch tragfähige Entlastung ermöglicht werden.
Gleichzeitig ist es uns wichtig, die Verbandsgemeindeumlage langfristig solide und
planbar zu gestalten.
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Eine weitergehende Absenkung der Umlage würde in Anbetracht der bevorstehenden
Investitionsvorhaben die Verbandsgemeinde perspektivisch strukturell überfordern.
Bereits das Halten des jetzt vorgeschlagenen Umlagesatzes auf diesem abgesenkten
Niveau wird – vorausschauend betrachtet – eine Herausforderung für die kommenden
Jahre darstellen.
Die Gegenfinanzierung erfolgt daher gezielt über Haushaltsansätze, bei denen aus Sicht
der Koalition keine unmittelbaren Ausgaben zu erwarten sind:
• Der Ansatz für Terrorsperren wird symbolisch auf 1 € gesetzt. Die
interkommunalen Gespräche hierzu (z. B. mit der VG Bodenheim und weiteren
Gebietskörperschaften) laufen noch. Eine fundierte Entscheidung ist erst in 2–3
Jahren zu erwarten und kann dann sachgerecht im zuständigen Ausschuss
vorbereitet und getroffen werden. Durch den symbolischen Ansatz bleibt die VG
weiterhin Teil des Prozesses, ohne jetzt Mittel zu binden.
• Auch die Mittel „Zuwendungen für den Radwegebau“ werden symbolisch auf 1 €
gesetzt. In den vergangenen Haushaltsjahren wurden die eingestellten Mittel
regelmäßig nicht abgerufen.
Dies stellt keine politische Ablehnung des Radwegeausbaus dar. Sollte im
laufenden Jahr Bedarf durch konkrete Anträge aus den Ortsgemeinden entstehen,
wird die Möglichkeit einer überplanmäßigen Mittelbereitstellung ausdrücklich offen
gehalten.
• Zusätzlich wird auf den Kauf eines neuen Fahrzeugs verzichtet – eine Maßnahme,
die bereits seitens der Verwaltung im Rahmen der Haushaltsvorberatung
vorgeschlagen wurde (55.000 €).
In der Summe entsteht so ein Entlastungsvorschlag, der finanzierbar, zielgerichtet und
nachhaltig ist – ohne die Handlungsfähigkeit der Verbandsgemeinde im Kern zu
gefährden.
Mit freundlichen Grüßen
Steffen Wolf Dirk Hasenfuss Dr. Stephan Buchner
Fraktionsvorsitzender SPD Fraktionsvorsitzender FWG Fraktionsvorsitzender
Bündnis 90/Die Grünen
Text aus PDF extrahiert