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Antrag der SPD-Fraktion "Errichtung eines Fotospots in der Innenstadt"

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeSamtgemeinde Schüttorf
Datum2026-03-18
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Stadt Schüttorf Beschlussvorlage öffentlich Abteilung: Hauptamt Verfasser(in): Daniela Noll Datum: 26.02.2026 Aktenzeichen: Vorlagen-Nr.: 2025/ST/096-2 Beratungsfolge: Gremium Termin TOP Vorlagenstatus Wirtschafts- und Tourismusausschuss 18.03.2026 7 öffentlich vorberatend Betreff: Antrag der SPD-Fraktion "Errichtung eines Fotospots in der Innenstadt" Mit Antrag der SPD aus der Ratssitzung der Stadt Schüttorf vom 05.03.2025 prüft die Verwaltung die Einrichtung des beantragten Fotospots in der Innenstadt. Die Installation eines dauerhaften Fotorahmens scheidet aus Sicht der Verwaltung aus, da der Bereich Marktplatz/Ziegenbrunnen für diverse Veranstaltungen genutzt wird. Die Errichtung eines Fotospots würde sowohl die ohnehin beschränkten Standplätze weiter einschränken als auch die Sicht auf die Open-Air Bühne bzw. LED-Bildschirme, z.B. während des Public-Viewing, deutlich einschränken. Alternativ wurde die Errichtung des Fotospots am Ziegenbrunnen im Hinblick auf eine Inschrift mit dem Hashtag Schüttorf geprüft. (KI-Ansicht) Ein Schriftzug im rund 20 cm hohen Brückenbogen empfiehlt sich durch die einge- schränkte Sichtbarkeit aus dem Blickfeld hinter den Hecken aus Verwaltungssicht nicht. Da die Oberfläche sehr rau ist, haftet keine Strahlfolie, so dass nur eine gehauene In- schrift im mittleren Stein in Frage käme bei einem einseitigen Kostenaufwand von ca. 952 € bis 1.190 €. Die Sichtbarkeit an Regentagen wäre zudem eingeschränkt. Im Hinblick auf die Aktualität eines Hashtags in einigen Jahren und zur Verbesserung der Sichtbarkeit aus allen Blickwinkeln, ist die Umsetzung von Einzelbuchstaben am Brunnenbogen denkbar. Die Buchstaben „Schüttorf“ ließen sich in 3 mm geschliffenem Edelstahl auf ca. 150 mm Schrifthöhe am Brunnenbogen umsetzen. Die Kosten für ei- nen einseitigen Buchstabenschriftzug liegen bei 1.116,22 €. (KI-Ansicht) Ein zusätzlicher Schriftzug bietet keinen erkennbaren Mehrwert für die Außenwirkung oder Identität der Stadt Schüttorf. Die ortsprägenden Wahrzeichen – wie das Histori- sche Rathaus und der Ziegenbrunnen – sind bereits eindeutig mit Schüttorf verbunden und werden in der Regel im Zusammenhang mit der Ortsnennung dargestellt. Ein Schriftzug wäre daher entbehrlich. Sinnvoll ist eine solche Kennzeichnung aus Verwal- tungssicht dann, wenn ein Motiv ohne klaren Ortsbezug als Fotospot dient. Beim Brü- ckenbogen ist dieser Zusammenhang jedoch nur beschränkt gegeben. In der WTA-Sitzung vom 05.11.2025 wurde die Verwaltung gebeten, alternative Lö- sungsvorschläge zu prüfen. Die verworfenen Optionen an den Standorten Innenstadt, Fürstliche Wassermühle, Vechte/Sohlgleite, Quendorfer See und Bürgermeister-Meyer- ingh-Park sind dem Anhang zu entnehmen. Bei der Betrachtung nachfolgender Optionen liegt der Fokus auf flexible, nachhaltige und identitätsstiftende Umsetzungen, die sowohl den landschaftlichen als auch den städtebaulichen Besonderheiten der Samtgemeinde gerecht werden und zugleich Raum für zukünftige Weiterentwicklungen lassen. Mini-Holzrahmen mit Fotospotplätzen Die Verwaltung hat geprüft, ob eine standortunabhängige, nicht-bauliche Lösung in Form von tragbaren Mini-Fotorahmen mit digitaler Fototour umgesetzt werden kann. Bewertung: • Moderne und zurückhaltende Umsetzung ohne bauliche Eingriffe Eine Umsetzung in Form kleiner, tragbarer (Holz-)Postkarten mit Fotorah- men- bzw. Passepartoutfunktion ermöglicht die Schaffung von Fotospots, ohne in den Stadtraum oder die Landschaft baulich einzugreifen. • Hohe gestalterische Flexibilität und individuelle Nutzung Besucherinnen und Besucher können die Rahmen flexibel einsetzen und ihre- persönlichen Fotomotive frei wählen, wodurch eine kreative und authentische Bildsprache entsteht. • Bürgerbeteiligung durch Wettbewerbskonzept Die Auswahl der Fotospots könnte im Rahmen eines Bürgerwettbewerbs („Schüttorfer Insider-Spots“) erfolgen und so lokales Wissen, Identifikation und Engagement gezielt einbinden. • Digitale Erweiterung durch QR-Code Ein optional integrierter QR-Code auf dem Rahmen kann auf eine stetig wachsende Online-Galerie oder eine digitale Fotospot-Tour verweisen und so eine dauerhafte Aktualisierung ermöglichen. • Anknüpfung an bewährte externe Beispiele Ein vergleichbares Umsetzungsbeispiel findet sich in der Tourismusre- gion Teutoburger Wald, in der Fotospots digital auf der Website prä- sentiert werden. • Integration in bestehende touristische Strukturen Analog zum bestehenden Samtgemeinderundgang mit 59 Stationen ließe sich eine Fotospot-Übersicht über die touristische Plattform Destination One abbilden und fortlaufend pflegen. • Nutzung vorhandener lokaler Potenziale Schüttorf verfügt bereits über eine aktive Community im Hobby- und Amateurfotografenbereich, die gezielt eingebun- den werden kann. • Beitrag zu Imagebildung und touristischer Aktivierung Die Maßnahme stärkt das Stadtimage, fördert authentischen Content und unterstützt die touristische Sichtbarkeit insbesondere in sozialen Medien. • Ergänzende analoge Kommunikation Parallel kann ein Handzettel oder ein Online-Flyer erstellt werden, der alle Fotospots übersichtlich darstellt und zur Teilnahme motiviert. • Etablierte und erprobte Umsetzungsform Passepartouts als Fotorahmen werden bereits in zahlreichen Städten erfolgreich eingesetzt und sind als niedrigschwellige Lösung anerkannt. • Zeitlich geeignete Umsetzung Die Durchführung mit Aufruf zur Einreichung von Fotospots und Insideran- sichten bietet sich insbesondere über die Frühlings- und Sommermonate an. • Vergleichsweise kostengünstige und nachhaltige Umsetzung Die Ausgabe der Passepartouts – beispielsweise als Holzrahmen – kann gegen eine Schutzgebühr über die Touristinformation erfolgen und so zur Refinanzierung beitragen. https://www.teutoburgerwald.de/region/ueberblick/teuto-top-50-foto-spots Die vorgestellte Lösung verbindet gestalterische Zurückhaltung mit hoher Beteiligung, digitaler Erweiterbarkeit und nachhaltiger touristischer Wirkung und stellt damit eine be- sonders tragfähige und zukunftsorientierte Option dar. Stadtmarke auf Bodenplatte Die Verwaltung hat einen Standort zur bildstarken Umsetzung der neuen Samtgemeindemarke geprüft. Bewertung: • Moderne und barrierefreie Umsetzungsmöglichkeit Eine Bodeninstallation mit der Stadtmarke bietet die Möglichkeit, ein zeit- gemäßes, barrierefrei zugängliches Fotomotiv zu schaffen, das ohne aufragende bauliche Elemente auskommt. • Stärkung der Stadt- bzw. Samtgemeindemarke Die Darstellung der Stadtmarke im Bodenraum ermöglicht eine zurückhal- tende, zugleich wirkungsvolle Präsentation von Logo, Farbwelt und Typo- grafie und trägt zur nachhaltigen Markenwahrnehmung bei. • Hohe Sichtbarkeit durch exponierte Lage Der Standort an der Fürstlichen Wassermühle, unmittelbar neben der Kunstinstallation Lichtung, gegenüber dem Wohnmobilstellplatz und an ei- ner stark frequentierten Verkehrsachse, gewährleistet eine hohe Sichtbar- keit für Tagesgäste, Durchreisende und Veranstaltungspublikum. • Erreichbarkeit für auswärtige Gäste und Veranstaltungsbesucher Ins- besondere bei Großveranstaltungen wie dem Historischen Jahrmarkt bietet der Standort eine hohe Aufenthaltsfrequenz und fungiert als prägnanter Orientierungspunkt für auswärtige Besucherinnen und Be- sucher. • Einbindung in ein bereits kulturell geprägtes Umfeld Die Nähe zur Kunstinstallation Lichtung und zur Fürstlichen Wassermühle ermöglicht eine inhaltliche und gestalterische Verknüpfung von Stadtmarke, Kultur und öffentlichem Raum. • Gestalterische Aufwertung des bestehenden Beetes erforderlich Für eine hochwertige Umsetzung ist eine gestalterische Überarbei- tung des vorhandenen Beetes notwendig, um die Bodeninstallation angemessen in den Stadtraum einzubetten. • Bewährte Vergleichsbeispiele aus anderen Kommunen Vergleichbare Umsetzungen finden sich u. a. in der Stadt Burgebrach sowie am gestalteten Ortseingang der Stadt Bad Bentheim mit Sand- steinformationen an der Diana, die als positive Referenzen dienen. • Abhängigkeit vom Abschluss des Markenbildungsprozesses Die Umsetzung setzt die finale Festlegung der Markenidentität vo- raus, um eine konsistente und langfristig tragfähige Darstellung si- cherzustellen. Nach Abschluss des Markenbildungsprozesses ist der Vorschlag weiterzu- verfolgen und anschließend konzeptionell sowie gestalterisch zu konkretisie- ren. Beschlussempfehlung: Die Verwaltung empfiehlt • die Umsetzung eines Mini-Fotorahmen-Konzepts in Form kleiner, tragbarer (Holz-)Passepartouts, die ohne bauliche Eingriffe eingesetzt werden können und Besucherinnen und Besuchern eine individu- elle, kreative Nutzung ermöglichen, • die Entwicklung einer digitalen Fototour mit Darstellung ausgewählter Fotospots über die touristische Plattform (z. B. Destination One), unter Einbeziehung der Bürgerschaft (z. B. über einen Wett- bewerb „Schüttorfer Insider-Spots“), • die gezielte Einbindung der aktiven lokalen Foto-Community zur Förderung von Bürgerbeteiligung, Imagebildung und authentischem Bild- material, • die Umsetzung der Samtgemeindemarke im Fotospot als aussagekräftige, gestalterisch hochwertige Darstellung an der Lich- tung/Fürstlichen Wassermühle im vorgestellten Beet, nach Abschluss des Markenbildungsprozesses. 9

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