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Vierte Teilfortschreibung des regionalen Raumordnungsplans (ROP) Westpfalz IV in der Fassung der Dritten Teilfortschreibung vom 18.05.2020, Teil B Gewerbe, Wohnen und Energie (Teil Freiflächen-Photovoltaik) - Anhörung und öffentliche Auslegung des Planentwurfs; hier: Gemeindliche Stellungnahme
Angenommen
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg |
| Datum | 2026-04-08 |
| Datenstufe | Nur Ergebnisse |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
4. Vierte Teilfortschreibung des regionalen Raumordnungsplans (ROP) Westpfalz IV in der
Fassung der Dritten Teilfortschreibung vom 18.05.2020, Teil B Gewerbe, Wohnen und
Energie (Teil Freiflächen-Photovoltaik) - Anhörung und öffentliche Auslegung des
Planentwurfs; hier: Gemeindliche Stellungnahme
Sachverhalt- und Rechtslage:
Mit Schreiben vom 05.03.2026 hat die Planungsgemeinschaft Westpfalz Folgendes mitgeteilt:
Die Regionalvertretung der Planungsgemeinschaft Westpfalz hat durch Beschluss vom 26. Februar
2026 den Entwurf zur vierten Teilfortschreibung des Regionalen Raumordnungsplans Westpfalz für
das Anhörungsverfahren und die Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 9 Abs. 2
Raumordnungsgesetz (ROG) i.V.m. § 6 Abs. 4 und § 10 Abs. 1 Landesplanungsgesetz (LPlG)
freigegeben.
Der vorgelegte Teil B der vierten Teilfortschreibung beinhaltet Änderungen bzw. Ergänzungen in den
Kapiteln II.1.3 – Schwellenwerte für die Wohnbauflächenausweisung, einschließlich Änderungen in
Anhang 1, II.3.2 – Erneuerbare Energien (Teilbereich Freiflächen-Photovoltaik) einschließlich
Änderungen / Ergänzungen in den Kapiteln II.2.3 – Regionale Grünzüge und Siedlungszäsuren sowie
II.2.6 – Landwirtschaft, II.1.2.2 – Die besondere Funktion Gewerbe i.V.m. Kapitel II.1.5 (neu) –
Gewerbliche Entwicklung einschließlich Änderungen / Ergänzungen in Anhang 1.
Die beschlossenen Planänderungen sind in der Gesamtkarte des Raumordnungsplans eingearbeitet.
Die Anhörung und Offenlage erfolgt gemäß Bekanntmachung im Staatsanzeiger für Rheinland-Pfalz
vom 09. März 2026 in der Zeit vom 17. März 2026 bis einschließlich 30. April 2026. Anregungen
können bis zu zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist bei der Planungsgemeinschaft
Westpfalz vorgebracht werden. Sollten bis zum 18. Mai 2026 keine Stellungnahmen zum Planentwurf
eingehen, wird davon ausgegangen, dass weder Bedenken noch Anregungen vorgetragen werden.
Ein Anspruch auf später vorgebrachte Einwendungen besteht nicht. Die Planungsgemeinschaft bittet
daher um eine fristgerechte Stellungnahme.
Entgegen der Frist der PGW vom 18. Mai 2026 bitten wir die gemeindliche Stellungnahme
(Beschluss) bis zum 06. Mai 2026 an die Verbandsgemeindeverwaltung zu geben. Von der
Verwaltung wird für alle verbandsgemeindeangehörigen Gemeinden eine gemeinsame
Stellungnahme abgegeben.
Die Unterlagen zur Anhörung können Sie über den aufgeführten Link aufrufen. Über den Link
kommen Sie in die Cloud der Verbandsgemeinde. Dort sind die zur Verfügung stehenden Unterlagen
aufgeführt. Aufgrund der Größe der Anlagen kann diese nur per Cloud-Link versendet werden.
Cloud-Link: https://cloud.vgo-o.de/index.php/s/J98nQHCkf5zy2j9
Im Kapitel II.3.2. – Erneuerbare Energien (Teilbereich Freiflächen-Photovoltaik) sind besonders G 57
f – Begrenzung der Inanspruchnahme von Ackerflächen zu nennen. Hier steht im Wortlaut:
„Die Nutzung von Ackerflächen für die Errichtung und den Betrieb von Freiflächen-
Photovoltaikanlagen soll auf Ebene der Flächennutzungsplanung (Verbandsgemeinden, kreisfreie
Städte) auf zwei Prozent begrenzt werden. Darüber hinaus können Freiflächen-Photovoltaikanlagen
in Form von Agri-PV-Anlagen oder auf Grünland außerhalb von Vorranggebieten für die
Landwirtschaft errichtet werden.“
Die PGW begründet / erläutert dies damit, wie folgt: „[…] Die Begrenzung der Überplanung von
maximal 2 % der Ackerflächen (ab dem Stichtag 31.12.2020) bezieht sich auf die im
Flächennutzungsplan ausgewiesenen Flächen sowie auf die nach § 35 Abs. 1 Nr. 8 BauGB im
privilegierten Bereich (vor allem entlang linienförmiger Infrastruktur) geplanten Anlagen. In einzelnen
Ortsgemeinden können auch mehr als zwei Prozent ihrer Ackerfläche für Freiflächen-
Photovoltaikanlagen in Anspruch genommen, d. h. überplant werden, wenn dies mit den Belangen
der örtlichen Landwirtschaft vereinbar ist. Die Belange der örtlichen Landwirtschaft sind grundsätzlich
gewahrt, wenn auf Bebauungsplanebene bei Überschreitung der 2 % keine Vorranggebiete
Landwirtschaft oder insgesamt nicht mehr als 5 % der Ackerfläche einer Ortsgemeinde in Anspruch
genommen werden, solange auf Ebene des Flächennutzungsplans bzw. der Verbandsgemeinde
insgesamt nicht mehr als 2 % der Ackerflächen überplant werden.“
Zudem wird durch G 57 i erläutert, dass die Ausweisung von Flächen für die Solarenergie durch die
kommunale Bauleitplanung auch außerhalb von Vorbehaltsgebieten für Freiflächen-Photovoltaik
erfolgen kann, sofern diese mit den landes- und regionalplanerischen Erfordernissen (also Ziele und
Grundsätze der Raumordnung – Vorranggebiet Landwirtschaft, Vorranggebiet Regionaler
Biotopverbund, Regionaler Grünzug etc.) vereinbar sind. Hierbei dürfen FFPVA nicht auf
Vorranggebieten anderer Belange ausgewiesen werden.
Eine Ausnahme auf dargestellten Flächen von Vorranggebieten für Landwirtschaft stellen Agri-
FFPVA dar (Z 57 j), deren Errichtung und Betrieb auf den Vorranggebieten Landwirtschaft zulässig
ist, solange eine möglichst uneingeschränkte Landbewirtschaftung gewährleistet ist. Bei
Nutzungsaufgabe sind diese Anlagen vollständig zurückzubauen.
Für umfangreiche Informationen wird dem Gremium dringend geraten, die Unterlagen der Anhörung,
welche über den in der Einladung aufgeführten Link aufrufbar sind, durchzulesen.
Im Folgenden wird zum Vergleich ein Ausschnitt des Planentwurfs der PGW sowie der Entwurf des
Teil-Flächennutzungsplans Erneuerbare Energien der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg
dargestellt. Durch die orangenen Flächen im Planentwurf der PGW werden Vorranggebiete für die
Landwirtschaft dargestellt. Die blauen Flächen im Ausschnitt des Entwurfs des Teil-
Flächennutzungsplans der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg stellen die Flächen für
Freiflächenphotovoltaikanlagen dar.
Die Flächen im Raumordnungsplan sind grob dargestellt, sodass eine genaue Zuordnung der
vorgesehenen Flächen nur schwer möglich ist. Im Vergleich dazu zeigt der Teil-Flächennutzungsplan
Erneuerbare Energien der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg die vorgesehenen möglichen
Standorte für Freiflächen-PV detaillierter auf. Vor diesem Hintergrund ist nur schwer erkennbar, ob
im Raumordnungsplan die gleichen Flächen wie im Flächennutzungsplan dargestellt sind, was somit
die präzise Beurteilung durch die Ortsgemeinde erschwert. Eine Anpassung des Raumordnungsplans
an die Darstellung des Teil-Flächennutzungsplans Erneuerbare Energien der Verbandsgemeinde
Otterbach-Otterberg wäre hier zielführend.
Ausschnitt Planentwurf PGW
Ausschnitt Entwurf Teilflächennutzungsplan Erneuerbare Energien VG Otterbach-Otterberg
Finanzierung:
Beschlussvorschlag:
Das Gremium beschließt dem Entwurf der 4. Teilfortschreibung des regionalen Raumordnungsplans
(ROP) Westpfalz IV in der Fassung der Dritten Teilfortschreibung vom 18.05.2020, Teil B Gewerbe,
Wohnen und Energie (Teil Freiflächen-Photovoltaik) zuzustimmen oder unter der Maßgabe
zuzustimmen, dass… (gegebenenfalls Änderungswünsche als Stellungnahme formulieren).
Beratung und Beschlussfassung:
Das Gremium beschließt dem Entwurf der 4. Teilfortschreibung des regionalen Raumordnungsplans
(ROP) Westpfalz IV in der Fassung der dritten Teilfortschreibung vom 18.05.2020, Teil B Gewerbe,
Wohnen und Energie (Teil Freiflächen-Photovoltaik) grundsätzlich zuzustimmen und begrüßt die W-
Kennzeichnung.
Allerdings kritisiert es die LEP-IV-/ROP-Struktur, die kleine Gemeinden ohne G-Zuweisung auf
Eigenentwicklung beschränkt. Durch Kooperations-/Standortkonzepte werden finanzschwache Orte
überfordert und deren Status zementiert. Zudem ist die ROPDarstellung zu grob für präzise
Zuordnung zum detaillierten TFNP EE der VG OtterbachOtterberg – Abstimmung empfohlen.
Abstimmungsergebnis:
Der Beschlussvorschlag wurde mit 14 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen einstimmig
angenommen.
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