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Investitionsbedarf an Grundschulen; hier: Betrachtung der Schulstandorte Prisser und Zernien

Angenommen31 Ja · 0 Nein
TypAntrag
GemeindeSamtgemeinde Elbtalaue
Datum2026-06-23
DatenstufeNur Ergebnisse
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Samtgemeinde Elbtalaue Beschlussvorlage (öffentlich) (14/0213/2026) Datum: Dannenberg (Elbe), 22.04.2026 Sachbearbeitung: Frau Scharf , FD Schulen, Jugend, Freizeit Beratungsfolge Termin Behandlung TOP Ausschuss für Schulen und Sportstätten der 03.06.2026 Vorberatung Samtgemeinde Elbtalaue Samtgemeindeausschuss der Samtgemeinde Elbtalaue Vorberatung Rat der Samtgemeinde Elbtalaue Entscheidung Investitionsbedarf an Grundschulen; hier: Betrachtung der Schulstandorte Prisser und Zernien Beschlussvorschlag: Ergebnis der Beratung Sachverhalt: Derzeit zeichnet sich ein Rückgang der Kinderzahlen im gesamten Kreisgebiet ab, was derzeit schon dazu führt, dass Krippen- und Elementargruppen geschlossen werden bzw. Neubauten aufgeschoben werden. Zeitversetzt wird sich der Rückgang in den Grundschulen bemerkbar machen und den Schulträger zum Handeln zwingen. Insbesondere vor dem Hintergrund anstehendem Investitionsbedarf aufgrund der Einführung des Rechtsanspruchs auf Ganztagbetreuung in den Grundschulen (aufsteigend ab Schuljahr 2026/2027) sind die Kinderzahlen genauer zu betrachten. Betrachtung der Schülerzahlenentwicklung Gesamtschülerzahlen je Grundschule (nach Geburtenzahlen) Stand 8/25 Schule 2024/25 2025/26 2026/27 2027/28 2028/29 2029/30 Breselenz 85 78 71 60 59 60 Dannenberg* 216 196 186 186 186 189 Gusborn 69 72 74 70 64 55 Hitzacker 143 124 127 138 131 127 Neu Darchau 49 51 59 43 43 40 Prisser 79 72 55 49 53 33 An der Göhrde 76 74 71 71 74 73 Gesamt 717 667 643 617 610 577 Betreuung in der Schule oder Hort Als weiteres Kriterium ist der Ansatz des Landes Niedersachsen den Anspruch auf 40 Stunden Betreuung/Woche in der Schule anzubieten wichtig. Der Landkreis als der zuständige Jugendhilfeträger ist danach für Randzeiten sowie die Ferienbetreuung verantwortlich. Vor diesem Hintergrund geht der Landkreis davon aus, dass die Angebote einer Hortbetreuung künftig heruntergefahren werden. Die neue Kita-Bedarfsplanung geht von einem maximalen Angebot von 4 Hortgruppen (jeweils 2 in Dannenberg und Lüchow) in der Zukunft aus. Der Kreistag hat den Fortbestand der Horte zunächst gesichert. Das Angebot der Schulen ist kostenfrei, das der Horte nicht. Zudem besteht für die Grundschüler kein Rechtsanspruch auf Hortbetreuung. Seite 1 von 5 Aufgrund der leeren öffentlichen Kassen ist die Finanzierung der Horte (ohne Beiträge von Eltern und ohne Personalkostenzuschuss des Landes) NICHT DENKBAR. Investitionsbedarf Der Grundgedanke, dass alle Grundschulen Ganztagsschulen sind oder werden, ist für ein gutes gesamtes Bildungs- und Betreuungsangebot wichtig. Durch die Einführung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für die Grundschulkinder sind die Schulträger in der Pflicht, Räumlichkeiten für diese Betreuungsform vorzuhalten. Das Vorhalten eines Raums für die Ausgabe des Mittagessens und die Einnahme der Mahlzeit ist erforderlich. Auch das Vorhalten eines Betreuungsraums ist für eine Ganztagsgrundschule zwingend. Die Räume der Grundschulen sind teils noch auf Vormittagsunterricht ausgelegt. Ganztagsbetreuung bedeutet auch, dass es Bedarf für Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeitende sowie Betreuungskräfte gibt. Auch ist der Inklusionsgedanke weiter zu verfolgen und umzusetzen. Zudem ist der energetische Sanierungsbedarf an den Grundschulen zu beachten und - wenn finanziell möglich – zu beheben. Die Grundschulen Prisser und Zernien wurden durch die Verwaltung vorrangig betrachtet, da in beide Standorte erheblich investiert werden muss. Dies heißt nicht, dass an anderen Standorten keine Investitionen erforderlich sind. Investitionsbedarfe der Grundschulen werden regelmäßig zu den Haushaltssitzungen gemeldet. Grundschule Prisser An der Grundschule findet kein Ganztagsunterricht statt, sie wird als verlässliche Grundschule geführt. Für 30 Kinder gibt es ein Hortangebot in der Schule, als Außenstelle des Hortes Popcorn in Dannenberg. Der Hort nutzt in der Schule 2 Räume und einen weiteren Raum in Kombifunktion mit der Schule. Zurzeit gibt es in der Schule immer wieder Probleme mit Wasserschäden und im Kellerbereich mit Schimmel und Feuchtigkeit. Der Kellerbereich wird in den Sommerferien saniert, der Werkraum kann nicht wieder in Betrieb genommen werden. Der Kellerraum weist nicht die erforderliche Raumhöhe auf, auch ist kein zweiter Fluchtweg möglich. Kurzfristiger Bedarf Die Schule hat akuten Raumbedarf, um den Werkunterricht durchführen zu können. Lösung 1: Aufstellung (Anbau) eines Containers Lösung 2: Kündigung der Kooperation mit dem Hort, dann stehen 2 Räume zur Verfügung, Kündigung frühestens sinnvoll zum Schuljahr 2027/28 /Abstimmung mit LK und Popcorn erforderlich Der Samtgemeindeausschuss hat in seiner Sitzung am 21.04.2026 die Aufstellung eines Containers beschlossen. Kostenpunkt: Inklusive aller Anschlussarbeiten 175.000 € für 48 Monate Mietzeit. Langfristiger Bedarf Die Schule müsste sich, aufgrund der ungewissen Zukunft der Horte, auf den Weg machen Ganztagsschule zu werden. Die erforderliche Zusage des Schulträgers setzt voraus, dass dieser der Schule die räumlichen, sächlichen und finanziellen Mittel bereitstellt. Die räumlichen Kapazitäten der Schule sind sehr eingeschränkt und nicht barrierefrei. Seitens der Verwaltung wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die diese Schule in Sachen Bildung, Betreuung und Inklusion zukunftsfähig aufstellen würde. Die unterschiedlichen Ebenen der Schule müssen angeglichen werden, um einen barrierearmen Zugang zu ermöglichen. Um ausreichend Platz vorzuhalten, ist der Ausbau des Obergeschosses erforderlich und ein Teilabriss eines Schulflügels. Geschaffen wird ein Schulanbau (960 m²) sowie der Umbau und Sanierung des erdgeschossigen Altbaus von 260 m². Außenanlagen wie der Schulhof sind zu verlegen. Die Schule erhält Hort- bzw. Betreuungsräume, eine Aula und ausreichend große Räume für die Schulverwaltung/Lehrpersonal. Kostenschätzung Seite: 2/5 für die große Lösung, die Schule für den Ganztag gut aufzustellen: 4.300.000 € (Stand 9/24) inkl. Containeranmietung während der Umbauphase Problematisch ist zudem, dass die Schule über keine Turnhalle und/oder Bewegungsraum verfügt. Ein Sportplatz ist ebenfalls nicht vorhanden. Die Nutzung der Sportanlagen an der Grundschule Dannenberg ist mit hohen Transportkosten verbunden. Schülerzahlen Die Grundschule Prisser hat viele Kinder außerhalb ihres Schulbezirkes aufgenommen, da das Konzept Schule/Hort überzeugt. Das Betreuungsangebot ist für die Erziehungsberechtigten verlässlich, auch in den Schulferien. Sollte der Landkreis künftig nur den Standort Hauptsitz Popcorn in Dannenberg über Jugendhilfevereinbarung finanzieren, bedeutet dies das Ende der Außenstelle Prisser. Sofern lediglich die Schulentwicklungszahlen für den Schulbezirk Prisser betrachtet werden, würde die Schule massiv Kinder verlieren. In der Vergangenheit hat sie deutlich mehr Einschulungen verzeichnet als dies die Einwohnerdaten vermuten ließen. Die Entwicklung der Schülerzahlen ist im Schuleinzugsbezirk II (GS Prisser) besonders dramatisch. Die schwache Entwicklung im Bereich der Stadt Dannenberg schlägt in Prisser besonders zu. Ein Minus von 46 Kindern in 6 Jahren. Bei gleichzeitigem Rückgang der Schülerzahlen an der GS Dannenberg (- 27 Kinder). Derzeit besuchen 212 Kinder die GS Dannenberg und werden in 12 Klassen unterrichtet. Pro Klasse sind 17 – 18 Kinder, Tendenz abnehmend auf 16 Kinder. Sollte die Schülerzahl 2029/30 an der Grundschule Prisser wie prognostiziert sinken, kämen pro Klasse 3 Kinder nach Dannenberg. Die Klassenstärke ist weiterhin unter 20. Vorschlag der Verwaltung Die Grundschule erhält als Übergangslösung einen Container für den Werkunterricht; diesem Vorschlag ist der Samtgemeindeausschuss am 21.4.26 bereits gefolgt. Der Bedarf an Hortbetreuung wird durch den Landkreis im Rahmen der Bedarfsplanung jährlich ermittelt. Vorbehaltlich der Kreistagsentscheidung die Hortbetreuung drastisch zu reduzieren, wird der Nutzungsvertrag zwischen dem Schulträger und dem Hortbetreiber gekündigt. Das Ende der Kündigung orientiert sich am Fortbestand der jetzigen Jugendhilfevereinbarung mit der vereinbarten Finanzierungsregelung 75/25 %. Einem Antrag der Schule zur Ganztagsschule stimmt der Schulträger nicht zu. Kinder aus dem Schulbezirk Prisser können an der Grundschule Dannenberg aufgenommen werden. Mit der Stärkung der Grundschule Dannenberg ist auch die Konrektorenstelle (Schülerzahl über 180) gesichert. Grundschule an der Göhrde Die Grundschule an der Göhrde ist seit 2016 Ganztagsschule an 3 Tagen (Di-Do) sowie einem Nachmittagsbetreuungsangebot der Grundschule am Montag und Freitag. Das Ganztagsangebot wird auf 5 Tage ausgeweitet, sofern das Land wie angekündigt finanzielle Mittel und personelle Ressourcen für den Ganztag bereitstellt. Eine Zustimmung des Schulträgers ist nicht erforderlich, da die Schule bereits Ganztagsschule ist. Im Gebäude der Grundschule befindet sich auch eine Kindertageseinrichtung mit Krippen- und Elementarbetreuung. Die Schule ist nicht inklusiv, da der Eingangsbereich über Treppen ins Untergeschoss führt und die Klassenräume im Erdgeschoss (Treppe hinauf) liegen. Außer den 4 Klassenräumen verfügt die Schule über einen Betreuungsraum in diesem Geschoss. Gegessen wird in den Klassenräumen, da die Küche im Untergeschoss nur teilweise geeignet ist. Im Untergeschoss befindet sich außerdem der Werkraum sowie ein weiterer Fachraum. Seite: 3/5 Kurzfristiger Bedarf Die Schule benötigt einen großen Multifunktionsraum in dem Mittagessen gereicht wird, der auch für Betreuung und Zusammenkunft (Einschulung o.ä.) genutzt werden kann. In der Planung ist der Anbau einer 55 m² große Mensa (inkl. Ausgabebereich Küche) mit angrenzender Aula (110 m²) sowie die Errichtung eines zusätzlichen Klassenraums berücksichtigt. Enthalten ist auch die Errichtung eines Aufzugs und eines Lichthofs. Kostenschätzung 1.125.000 € (Stand 10/2025) Derzeit wird noch geprüft, ob auch die Nutzung der Mietwohnung im Schulgebäude möglich und eine Ertüchtigung (Umnutzungsgenehmigung und Zuwegung) sinnvoll ist. Die Ermittlung dieser Kosten liegt noch nicht vor. Langfristiger Bedarf Verbesserung der Inklusion sowie der energetischen Sanierung der Schule. Hierzu wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Kostenschätzung 3.600.000 € (Stand 10/2025), darin enthalten sind die 1.125.000 € der kurzfristigen Lösung. Hinweis der Architekten, dass ein Neubau empfohlen wird. Schülerzahlen Die Schülerzahlen zeigen über alle 6 Jahre relativ stabile Zahlen auf (minus 3) Einige Eltern haben ihre Kinder aufgrund der Hortbetreuung an der Grundschule Prisser angemeldet. Wie sich dies entwickelt, wird die Zukunft zeigen. Vorschlag der Verwaltung Der Raumbedarf der Grundschule an der Göhrde wird anerkannt. Derzeit wird der Gedanke vorhandene Mieträume umzunutzen und der Schule als Räume zur Verfügung zu stellen weiterverfolgt. In diese Überlegungen wird die Schulleitung eingebunden. Sobald konkrete Pläne und Kostenschätzungen vorliegen, müssen beide Varianten gegenübergestellt werden und im Schulausschuss beraten werden. Nach Aussage des Kämmerers Kern wird eine Einstellung von Haushaltsmitteln für eine kurzfristige Lösung nicht vor dem Haushaltsjahr 2028 möglich sein. Die Umsetzung der energetischen Sanierung sowie weitere Inklusionsmaßnahmen werden kontinuierlich weiterverfolgt, die finanziellen Möglichkeiten des Schulträgers sind zu beachten. Weitere Investitionen: Die Mittagessenausgabe an der Grundschule Dannenberg ist zu verbessern. Künftige Investitionsbedarfe auch im Rahmen Inklusion, das Obergeschoss der Grundschule Dannenberg ist barrierefrei nicht erreichbar. Zu beachten ist, dass 2 Aufgänge zu berücksichtigen sind. Investitionen stehen auch an den Grundschulen Breselenz und Neu Darchau an, beide Schulen verfügen aber über einen Raum für das Mittagessen und eine Küche sowie den Zugang zur Turnhalle/Sportboden und Sportplatz. Schülerzahlen: Die Entwicklung der Schülerzahlen ist ein ewiges Auf- und Ab (siehe Anlage) Nicht betrachtet sind Zuzüge bei Ausweisung von Neubaugebieten. Insbesondere das Baugebiet Nebenstedt-Ost kann Zuzüge von Schulkindern bedeuten. Sofern hier die Kapazitäten der Grundschule Dannenberg an ihre Grenzen stößt, ist der Neuschnitt eines Schulbezirkes sinnvoll. Hier kann die Grundschule Gusborn eine Option sein. Seite: 4/5 Bislang ist der Schulträger gut damit gefahren, alle 7 Grundschulstandorte zu halten. Der Beschluss des Rates der Samtgemeinde Elbtalaue von 2012 „Kurze Beine, kurze Wege“ besteht weiterhin, die Rahmenbedingungen ändern sich aber massiv. Um alle Schulstandorte zukunftsfähig aufzustellen, sind Investitionen in Millionenhöhe einzuplanen und umzusetzen. Wenn gleichzeitig die Schülerzahlen massiv einbrechen, ist die Verwaltung in der Pflicht diese Entwicklung zu benennen. Finanzielle Auswirkungen bei Beschlussfassung: Wie dargestellt Anlagen: - Schülerzahlenentwicklung - Kostenschätzung GS Prisser - Kostenschätzung Containerlösung GS Prisser - Kostenschätzung GS an der Göhrde - Kostenschätzung Anbau GS an der Göhrde Seite: 5/5

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