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Antrag der SPD-Fraktion - Wassertemperaturen Freibad
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Rheinfelden (Baden) |
| Datum | 2026-05-11 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Beschlussvorlage
Bereich|Amt Vorlagen-Nr. Anlagedatum
Amt für Gebäudemanagement 65/04/2026 07.05.2026
Verfasser/in Aktenzeichen
Irmscher, Sven
Beratungsfolge
Gremium Sitzungstermin Öffentlichkeit Zuständigkeit
Hauptausschuss 11.05.2026 Ö Vorberatung
Gemeinderat 21.05.2026 Ö Beschlussfassung
N=nichtöffentlicheSitzung,Ö=öffentlicheSitzung
Verhandlungsgegenstand
Antrag der SPD-Fraktion - Wassertemperaturen Freibad
Beschlussvorschlag
Vor dem Hintergrund der kalkulierten Kostenerhöhung wird vorgeschlagen, die
Temperaturen des Freibades für die aktuelle Freibadsaison wie folgt zu belassen:
Warmbecken: 28 °C
Innenbecken: 26 °C
Alle anderen Becken: 20 ° C
Die Thematik wird zur nächsten Freibadsaison erneut betrachtet.
Anlagen
Kostenkalkulation für die Erhöhung der Wassertemperatur
Interne Prüfung
1. Wirkungskreis des Beschlusses
Freiwillige Aufgabe
Weisungsfreie Pflichtaufgabe
Pflichtaufgabe nach Weisung (Weisungsaufgabe)
2. Finanzielle Auswirkungen
2.1 Der Beschlussvorschlag hat unmittelbar finanzielle Auswirkungen
nein
ja, in Höhe von
2.2 Der Beschlussvorschlag erzeugt langfristige Folgekosten
ja, in Höhe von jährlich nein
Erläuterung:
2.3 Die benötigten Mittel stehen im Haushalts-/Wirtschaftsplan zur Verfügung
im laufenden Haushaltsjahr
ja nein
in der mittelfristigen Finanzplanung
ja nein
unter der Kostenstelle
2.4 Beteiligung der Stadtkämmerei
ja nein
Erläuterung:
3. Personelle Auswirkungen
ja nein
Erläuterung:
Das Hauptamt wurde bei der Erstellung des Beschlussvorschlags beteiligt:
ja nein
4. Klimarelevanz/ Auswirkungen auf den Klimaschutz
keine negativ positiv
Erläuterung
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Erläuterungen
Die SPD-Fraktion beantragte in ihrem Antrag vom 30.04.2026 das Thema
Wassertemperaturen des Freibades auf die Tagesordnung des Hauptausschusses vom
11.05.2026 zu nehmen. Hintergrund des Antrags ist eine Beschwerde von
schwimmsporttreibenden Vereinen, die sich auf die ihrer Ansicht nach zu kalten
Wassertemperaturen des Freibads beziehen.
Die Verwaltung wurde aufgefordert, die aktuelle Festlegung zu den Wassertemperaturen im
Freibad gemäß Beschluss des GR vom 25.03.2025 zu überdenken und Vorschläge zur
Erhöhung der Temperaturen zu prüfen und zur Entscheidung vorzulegen.
Die Verwaltung hat umgehend vereinfachte Berechnungen und Vergleiche samt grober
Kostenermittlungen für die Varianten der Temperaturerhöhungen von 1°C, 2°C, 3°C und 4 °C
erarbeitet.
Zusammenhänge und Berechnungen zur Erhöhung Wassertemperaturen
Rahmenbedingungen:
Die nachfolgenden Untersuchungen betreffen die Pumpenkreisläufe 1 und 2 der insgesamt 4
Kreisläufe des Bades. In der beiliegenden Tabelle sind die Anlagen samt zugehörigen Becken
aufgelistet.
Die Anlage 3 „Warmbecken“ am Gebäude und Anlage 4 Innenbecken werden nicht betrachtet.
Sie haben eine besondere Funktionsweise und sind aktuell beide als „Aufwärrmbecken“
definiert und werden bereits auf 28°C beheizt.
Die Vergleichsberechnung wertet die Verbrauchsdaten für Energie der bisherigen Gasheizung
aus. Für den Kostenvergleich wurden diese Verbrauchswerte auf die aktuellen Entgeltkosten
des Zulieferers Stadtwerke Rheinfelden umgerechnet.
Auch die Hochrechnung der Bedarfe für die gewünschten Temperaturerhöhungen gehen auf
die Kostenwerte der Stadtwerke Rheinfelden zurück.
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Auf Grundlage der vorhandenen Verbrauchsdaten der letzten 5 bis 8 Jahre für Wasser und
Energie wurden Mittelwerte für den Einsatz der Heizenergie ermittelt. Über die gelisteten
Verbrauchsdaten pro Monat und Jahr wurden für den Freibadbetrieb potentielle „Heiztage“ für
den Bedarf der Wassererwärmung ermittelt. Weiter wurden für die Kalkulation des
Wärmebedarfs allgemeine physikalische Werte herangezogen und mit den aktuellen
Wassermengen und Energiepreisen zu einem groben Energiebedarf der gewünschten
Wassererwärmung hochgerechnet. Diese Vergleichsberechnung wurde zur Verdeutlichung
des steigenden Bedarfes und Kosten jeweils für eine Erhöhung um 1°C, 2°C, 3°C und 4°C
vorgenommen. Die Ergebnisse der Kalkulation sind in den beiliegenden Tabellen dargestellt
und beziffert.
Hinweise und nicht berücksichtigte Faktoren
Die hier vorgestellte Energie- und Kostenkalkulation ist nur überschläglich belastbar.
Wesentliche Wetterkomponenten mit den einschlägigen Einflussfaktoren Lufttemperaturen,
Wind, Niederschläge usw. können nicht berücksichtigt werden. Je nach Wetterkonstellation
verringern oder erhöhen sich die Beträge entsprechend.
Ergebnis der Berechnung und Ausblick Energieversorgung
Der bisher geplante Badbetrieb mit der kalkulierten Wassertemperatur von 20 °C bedarf für
das Kalenderjahr 2026 voraussichtlich:
Ausgangspunkt: = 300.000 kWh Energie = umgerechnet ca. 45.000 € Kosten
Anlage 1:
Anlage 2:
Gesamt :
Erhöhung um 1 °C = umgerechnet ca.15.900 € Mehrkosten
Erhöhung um 2 °C = umgerechnet ca. 31.800 € Mehrkosten
Erhöhung um 3 °C = umgerechnet ca. 47.600 € Mehrkosten
Erhöhung um 4 °C = umgerechnet ca. 63.500 € Mehrkosten
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Ausblick:
Die aktuelle Energieversorgung „Wärme“ erfolgt über den im 4.Quartal 2025 fertig gestellten
Anschluss der Fernwärme Stadtwerke Rheinfelden.
Die zukünftig anstehenden Sanierungen am Gebäude und Becken müssen unter
Berücksichtigung der Nachhaltigkeit und der Energieeffizienz erfolgen. Z.B. müssen im Zuge
der dringend erforderlichen Sanierung der Flachdachflächen auch PV-Anlagen installiert
werden, welche mittels Produktion und Eigenverbrauch die Kosten für Strom und Wärme
reduzieren. Unter diesen Gesichtspunkten kann auch der Kostenaufwand für die gewünschte
Erhöhung der Wassertemperaturen gesenkt werden.
Die Zufriedenheit der Freibadgäste ist das Ziel der Stadt Rheinfelden (Baden) als
Badebetreiberin. Es wäre der ausdrückliche Wunsch, dass das „beheizte“ Freibad auch als
solches wahrgenommen werden würde. Um eine merkliche Temperaturerhöhung erwirken zu
können, müssten die Temperaturen jedoch mindestens um 2 ° C erhöht werden, was
deutliche Mehrkosten mit sich brächte. Die ist vor dem Hintergrund der deutlich
angespannten Haushaltssituation kaum vertretbar. Die Stadtverwaltung schlägt daher vor,
keine Temperaturerhöhungen vorzunehmen.
Die Stadtverwaltung wird sich dafür einsetzen mit den Stadtwerken einen Vertrag mit
Sonderkonditionen für das Freibad zum Wärmebezug in der Sommersaison zu erwirken.
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