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Klimatisierung Rathaus; Auftragsvergabe
Angenommen
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Ketsch |
| Datum | 2026-04-27 |
| Datenstufe | Nur Ergebnisse |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Gemeinde Ketsch
Rhein-Neckar-Kreis
Bauamt
Rebmann
17.04.2026
Öffentliche Sitzung desGemeinderatesam Montag,den 27.04.2026
Tagesordnungspunkt: 7
Klimatisierung Rathaus; Auftragsvergabe
BESCHLUSSVORSCHLAG:
Der Auftrag für die Klimatisierung des Rathauses wird an Firma Franke Elektrotechnik
vergeben. Der Angebotspreis beläuft sich auf 73.271,89 €. Grundlage für die Vergabe ist das
Angebot vom 12.03.2026.
BEGRÜNDUNG:
Es ist beabsichtigt, für verschiedene Bereiche des Rathauses Klimageräte zu beschaffen und
zuinstallieren.
Grundsätzlich ist vorgesehen, investive Maßnahmen dieser Größenordnung vor einer
Beschlussfassung im Gemeinderat zunächst in einem zuständigen Ausschuss vorberaten zu
lassen. Der zeitliche Rahmen schafft in diesem Fall einen starken Handlungsdruck. Seitens
der angefragten Handwerksunternehmen wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass mit
steigenden Außentemperaturen eine deutliche Verschärfung der Auftragslage eintritt. In der
Folge kann die fristgerechte Ausführung der Arbeiten, insbesondere vor Beginn der
sommerlichen Hitzeperioden, nicht mehr verlässlich gewährleistet werden. Aufgrund dessen
wurden die Fraktionen frühzeitig per E-Mail informiert. Es wurde abgestimmt, dass in diesem
Fall keine Vorberatungnotwendig ist.
1.Betroffene Bereiche undBegründungder Maßnahme
a) EGStang, OGDosch/Keller,2.OGKasse sowie EGStahl
In den genannten Büroräumen wurden in den Sommermonaten wiederholt Raumtemperaturen
von bis zu 33 °C gemessen. Diese Werte liegen deutlich über den arbeitsmedizinisch und
arbeitsschutzrechtlichempfohlenenGrenzwerten.
Gemäß der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) in Verbindung mit der Technischen Regel
für ArbeitsstättenASRA3.5 („Raumtemperatur“) gilt:
Eine Raumtemperatur vonüber 26°Cist kritisch zubewerten,
ab 30 °C sind zwingend Maßnahmen zur Reduzierung der Belastung zu ergreifen, bei über 35
°C ist ein Raum ohne geeignete Schutzmaßnahmen grundsätzlich nicht mehr als Arbeitsraum
geeignet.
Die aktuelle Situation ist daher aus arbeitsschutzrechtlicher Sicht als bedenklich einzustufen
underfordert geeignete technische Maßnahmen.
Die vorliegende Planung sieht aus Gründen der Wirtschaftlichkeit vor, jeweils mehrere
Büroräume über ein gemeinsames Innengerät zu versorgen. Hierzu sollen Verbindungstüren
während der Sommermonate geöffnet bleiben, um eine ausreichende Luftzirkulation zu
gewährleisten. Diese Lösung stellt einen sachgerechten und kostenoptimierten Kompromiss
zwischen Investitionsaufwand, Energieverbrauch und funktionaler Wirksamkeit dar.
Einzelanlagen pro Raum wären sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb deutlich
kostenintensiver.
b) Sitzungssaal
Die bestehende Klimaanlage im Sitzungssaal ist inzwischen vollständig ausgefallen.
Insbesondere bei Gemeinderatssitzungen sowie bei standesamtlichen Trauungen kommt es
dadurchzuunangenehm hohenTemperaturenfür TeilnehmerinnenundTeilnehmer.
Eine Instandsetzung der Anlage ist nach Auskunft der Wartungsfirma nicht möglich, da ein
inzwischen nicht mehr zulässiges Kältemittel verwendet wird. Vor diesem Hintergrund ist ein
vollständiger Austauschder Anlage alszwingenderforderlichanzusehen.
c) BürodesBürgermeisterssowie EDV-Serverraum
Im Büro des Bürgermeisters besteht eine vergleichbare Problematik wie im Sitzungssaal.
Aufgrund zahlreicher Besprechungen mit mehreren Personen entstehen auch hier regelmäßig
hohe Raumtemperaturen. Auch in diesem Fall ist die bestehende Anlage aufgrund des
eingesetzten Kältemittels nicht mehr reparaturfähig. Die über 15 Jahre alte Anlage
funktioniert zwar grundsätzlich noch, wird aber nicht mehr gewartet und sollte im Sinne der
Wirtschaftlichkeit im jetzt geplantenArbeitseinsatz mit getauscht werden.
Besonders kritisch ist die Situation im EDV-Serverraum zu bewerten. Die dort installierte
Klimaanlage ist ebenfalls seit längerer Zeit defekt. Eine Überhitzung der Serverinfrastruktur
würde mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem vollständigen Ausfall der IT-Systeme führen.
Die daraus resultierenden Schäden, sowohl finanzieller als auch organisatorischer Art, sind
derzeit nicht abschließend bezifferbar, wären jedoch erheblich und würden die
Arbeitsfähigkeit der Verwaltung massiv beeinträchtigen. Vor diesem Hintergrund wurde
bereits im letzten Sommer ein weiterer Teilbereich der IT-Serverstruktur im Keller des
Rathausesklimatisiert. Hier kam esbereitszuhitzebedingtenAusfällen.
2.Ergebnisder Angebotsabfrage
Für die genannten Maßnahmen wurden drei Vergleichsangebote eingeholt. Das
wirtschaftlichste Angebot wurde durchdie Firma Franke Elektrotechnik ausSpeyer vorgelegt.
Die Angebotssumme stellt sich für die relevanten Maßnahmen wie folgt dar (jeweils
Bruttobeträge):
EGStang / OGDosch-Keller / 2.OGKasse: 21.542,40€
Klima BürgermeisterbüroundEDV-Serverraum: 17.871,94€
Sitzungssaal: 17.308,84€
EGStahl: 16.548,71€
___________________________________________________
Gesamtsumme: 73.271,89€
3.Haushaltsrechtliche Einordnung
Im Haushaltsplan 2026 wurden für Klimatisierungsmaßnahmen Mittel in Höhe von 50.000,00
€veranschlagt.
Der vollständige Ausfall der Klimaanlagen im Sitzungssaal sowie im EDV-Serverraum war
zum Zeitpunkt der Haushaltsplanung nicht absehbar und konnte daher nicht berücksichtigt
werden. Die nun erforderlichen zusätzlichen Maßnahmen führen folglich zu einem
überplanmäßigenMittelbedarf.
4.WeiteresVorgehen
Die Umsetzung der Maßnahmen soll, vorbehaltlich der Beschlussfassung, kurzfristig
erfolgen,um eine Fertigstellung vor Beginnder sommerlichenHitzeperiode sicherzustellen.
Wangler Schneider
Bürgermeister Amtsleiter
Gender Disclaimer:
Die in diesem Text gewählte männliche Form bezieht sich immer zugleich auf die männliche,
die weibliche und andere Geschlechteridentitäten. Ausschließlich zum Zweck der besseren
Lesbarkeit wird auf die geschlechtsspezifische Schreibweise sowie auf eine
Mehrfachbezeichnung verzichtet. Alle personenbezogenen Bezeichnungen in diesem Text
sindsomit geschlechtsneutral zuverstehen.
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