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Entsiegelung, Aufwertung und Begrünung städtischer Flächen - Antrag der Fraktion SPD-Bündnis 90/Die Grünen
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Friesoythe |
| Datum | 2026-08-12 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Fraktion SPD-Bündnis 90/Die Grünen beantragt die Erstellung eines kommunalen Entsiegelungskonzepts mit Priorisierung von Maßnahmen, Prüfung von Förderprogrammen und Begrünung städtischer Flächen wie Verkehrsinseln. Die Verwaltung unterstützt das Ziel grundsätzlich, will diese aber im laufenden Entsiegelungskataster bearbeiten. Statt einzelner Kleinflächen werden prioritäre Potenzialflächen mit besserer Förderung priorisiert. Zusätzlich schlägt die Verwaltung vor, Straßennebenräume und kommunale Rasenflächen in artenreiche Blühwiesen umzuwandeln, um Biodiversität und Mikroklima zu verbessern.
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Dokument
Extrahierter Text
verantwortlich: Bürgermeisteramt
Datum: 22.07.2026
Beschlussvorlage Nr.: BV/117/2026/1 / öffentlich
Entsiegelung, Aufwertung und Begrünung städtischer Flächen - Antrag der Fraktion
SPD-Bündnis 90/Die Grünen
Beratungsfolge:
Gremium frühestens am
Ausschuss für Planung, Umwelt, Klimaschutz 12.08.2026
Verwaltungsausschuss 19.08.2026
Beschlussvorschlag:
Die im Antrag der Fraktion SPD/Bündnis 90 – Die Grünen „Entsiegelung, Aufwertung und Begrünung
städtischer Flächen – Konzept zur Erfüllung gesetzlicher Vorgaben erstellen – Fördermittel
beantragen“ beantragten Inhalte werden im Rahmen des kommunalen Entsiegelungskatasters
sowie der Beschlussvorlage zur Priorisierung kommunaler Entsiegelungs- und
Teilentsiegelungspotenziale berücksichtigt und dort fachlich sowie strategisch weitergeführt.
Sach- und Rechtsdarstellung:
Mit dem Antrag vom 26.04.2026 beantragt die Fraktion SPD/Bündnis 90 – Die Grünen die Erstellung
eines kommunalen Entsiegelungskonzeptes einschließlich einer Priorisierung möglicher
Maßnahmen, die Prüfung geeigneter Förderprogramme sowie die Entsiegelung und Begrünung
verschiedener kommunaler Flächen, insbesondere von Verkehrsinseln und Nebenanlagen.
Die Verwaltung teilt die grundsätzliche Zielsetzung des Antrages. Die darin aufgeführten Ziele
werden jedoch bereits im Rahmen des kommunalen Entsiegelungskatasters sowie der hierzu
parallel vorgelegten fachlichen Stellungnahme des Klimaschutzmanagements umfassend
bearbeitet. Dort wurden kommunale Potenzialflächen systematisch hinsichtlich ihrer Bedeutung für
die Starkregenvorsorge, die Klimafolgenanpassung, die Wiederherstellung natürlicher
Bodenfunktionen sowie ihrer Förderfähigkeit bewertet und priorisiert.
Die in der Vorlage BV/158/2026 vorgeschlagene Vorgehensweise verfolgt einen gesamtstädtischen
Ansatz. Ziel ist es, Maßnahmen mit möglichst hoher klimaökologischer Wirksamkeit und gleichzeitig
guten Fördermöglichkeiten zu identifizieren und schrittweise umzusetzen. Hierdurch können größere
Beiträge zur Verbesserung des Wasserhaushaltes, zur Reduzierung von Hitzebelastungen sowie
zur ökologischen Aufwertung kommunaler Flächen erzielt werden als durch die isolierte Betrachtung
einzelner Kleinflächen. Die im Antrag vorgeschlagene Begrünung von Verkehrsinseln,
Einschnürungen und sonstigen Nebenanlagen stellt grundsätzlich eine geeignete Maßnahme zur
ökologischen Aufwertung des Stadtbildes dar. Die Umsetzung dieser Maßnahmen erfordert jedoch
regelmäßig Tiefbau- und Pflasterarbeiten. Aufgrund der derzeitigen personellen Situation des
städtischen Bauhofes, insbesondere fehlender eigener Kapazitäten im Bereich der Pflasterarbeiten,
müssten diese Maßnahmen gegenwärtig vollständig durch externe Unternehmen ausgeführt
werden. Vor dem Hintergrund der vergleichsweise geringen Flächengrößen wäre der hierfür
erforderliche finanzielle Aufwand nicht wirtschaftlich. Aus fachlicher Sicht empfiehlt die Verwaltung
daher, zunächst die im Entsiegelungskataster identifizierten prioritären Potenzialflächen
umzusetzen und ergänzend die ökologische Entwicklung bestehender kommunaler Grünflächen
weiter auszubauen.
Hierzu wird vorgeschlagen,
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geeignete Straßennebenräume mit mehrjährigen, gebietsheimischen Blühwiesen zu
entwickeln,
im Stadtpark alle hierfür geeigneten Rasenflächen auf eine extensive Bewirtschaftung mit
ein- bis zweimaliger Mahd pro Jahr umzustellen, wobei die Nutzbarkeit der Wege, Sitzbänke
und Aufenthaltsbereiche uneingeschränkt erhalten bleibt,
sowie weitere regelmäßig gemähte kommunale Rasenflächen, die keinem unmittelbaren
Aufenthalts-, Spiel- oder Veranstaltungszweck dienen, sukzessive in artenreiche,
mehrjährige Blühwiesen umzuwandeln.
Maßnahmen fördern die biologische Vielfalt, verbessern das Mikroklima und leisten einen Beitrag
zur Klimaanpassung. Gleichzeitig reduziert sich der dauerhafte Pflegeaufwand erheblich, da
extensive Blühwiesen im Regelfall lediglich ein- bis zweimal jährlich gemäht werden müssen,
während intensiv gepflegte Rasenflächen während der Vegetationsperiode regelmäßig zu mähen
sind. Die Verwaltung empfiehlt daher, die Zielsetzungen des Antrages im Rahmen der bereits
vorgesehenen strategischen Maßnahmen zur Entsiegelung und Klimaanpassung umzusetzen und
auf eine gesonderte Einzelbearbeitung des Antrages zu verzichten.
Finanzierung:
x Keine finanziellen Auswirkungen
Gesamtausgaben in Höhe von €
Folgekosten pro Jahr in Höhe von €
Deckungsmittel stehen zur Verfügung unter
Umsetzung des Beschlusses bis
Anlagen
2026 04 29 Antrag der Fraktion SPD Bündnis 90 Die Grünen - auf Entsiegelung Aufwertung und
Begrünung städtischer Flächen - Konzept zur Erfüllung gesetzlicher Vorga
Sven Stratmann
Bürgermeister
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