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Antrag der SPD-Fraktion "Erste Schritte Innenstadtkonzept": Antrag auf Überarbeitung der Verkehrsregelungen in der Fußgängerzone Wilhelmstraße
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Bad Wildbad |
| Datum | 2026-04-28 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Stadt Bad Wildbad
Ordnung und Bürgerservice
Sitzungsvorlage GR-XI/0210/2026
Beratungsfolge Sitzungam Status Zuständigkeit
Gemeinderat 28.04.2026 öffentlich -zurBeschlussfassung
Verfasser: PetraKugele MarcoGauger
Amtsleiter: Rabsteyn,Alexander,Hauptamtsleiter Bürgermeister
Datum: 22.04.2026
Antragder SPD-Fraktion: Erste Schritte Innenstadtkonzept
hier: Antragauf Überarbeitungder Verkehrsregelungen in der Fußgängerzone Wilhelmstraße
Anlagen:
Antragder SPD-Fraktion: Erste Schritte Innenstadtkonzept(öffentlich)
1. Sachverhalt, Sachstand:
DieSPD-FraktionhatinderGemeinderatssitzungam24.02.2026denalsAnlagebeigefügtenAntraggestelltmit
demZiel,dassderVerkehrsflussinderFußgängerzoneWilhelmstraßeneugeordnetwirdundKurzzeitparkplätze
eingerichtetwerden,umdenBedarfendesEinzelhandels,derÜbernachtungsbetriebeundPatientenvonArztpraxen
entgegenzukommen.
ZurHistorie:NachdemBaudesMeisterntunnelshatderGemeinderat1996einVerkehrskonzeptbeschlossen,
wonachderKurplatzunddieWilhelmstraßezwischenUhlandstraßeundWilde-Mann-BrückealsFußgängerzone
gestaltetundausgewiesenwerdensoll,nachdemderDurchgangsverkehrdurchdenTunnelfließt.
1998hatderGemeinderatdannweitereÄnderungenbezüglichderEinfahrtsmöglichkeitenindieFußgängerzone
beschlossen,umzumeinendasFlairalsFußgängerzonenichtzugefährdenundzumanderenaberauchden
BelangendesEinzelhandels,derHotelbetriebeundderAnwohneringewissemMaßRechnungzutragen.Seither
gibtesmehroderwenigerdenStatusquo,dassdieZufahrtzurFußgängerzonefürfolgendeGruppenper
Verkehrszeichenfreigegebenist:
-Lieferverkehrbis18twerktagsvon6-10h
-AnwohnermitSonderausweis
-An-undabreisendeHotelgäste
ImAugust2020wurdedannnochderEnztalradwegvonderKönig-Karl-StraßeindieWilhelmstraßeverlegt,
weshalbdieFußgängerzoneseitherauchnochfürRadfahrerfreigegebenwurde.
AusdenReihenderEinzelhändlerkambereits2016derVorschlag,dieFußgängerzonefürdenVerkehrweiterzu
StadtBadWildbad SitzungsvorlageNr.GR-XI/0210/2026 Seite1
öffnen.NachBeratungenimAKInnenstadtunddemVSTwurdedieÖffnungderFußgängerzonefüreineTestphase
von1Jahrab01.09.2016vomGemeinderatam26.07.2016beschlossen.DaraufhinwurdedieFußgängerzoneals
verkehrsberuhigterGeschäftsbereichmiteinerzulässigenHöchstgeschwindigkeitvon10km/hundeiner
EinbahnstraßenregelungvonderWilde-Mann-BrückeRichtungUhlandstraßeausgewiesen.Zudemwurdedie
ZufahrtanSonn-undFeiertagenverbotenund9ParkplätzemiteinerHöchstparkdauervon1hmitParkscheibe
ausgewiesen.
InderGemeinderatssitzungam20.07.2017wurdeineinemBerichtderImakommAkademiezur
ZukunftsperspektiveInnenstadtdargelegt,dassderVerkehrausderWilhelmstraßerausmuss,umFlairzuschaffen
unddieAufenthaltsfunktionzusteigerndurchInnenstadtentwicklung.AuchhatdieTestphasekeinemerkliche
BelebunggebrachtundnurdieProblembereichedeutlicheraufgezeigt:
-ohneKontrollenwerdendieRegelungennichteingehalten,KontrollenaberverärgerndieKundschaft
-ParkplätzewurdendurchDauerparkerblockiert
-wennFahrzeugenichtordentlichinderMarkierungparken,versperrensieentwederdie„Fahrbahn“oderesist
kein„Gehweg“zwischenparkendenFahrzeugenunddenGeschäftenmehrvorhanden
-dieSitzbänkewärensodannauchnichtmehrnutzbar
-StraßenlaternenmüsstenentferntwerdenundbaulichdieFahr-undGehwegeaufDauerbessererkennbarbzw.
voneinandergetrenntwerden
-EinzelhandelundGastronomiemüsstendieWarenauslagen/Außenbewirtungstarkreduzieren.
DieverkehrsrechtlichenBestimmungenführtenaußerdemdazu,dassbeispielsweisenichteinfachnurdieRichtung
inderFußgängerzonedurcheineEinbahnstraßevorgegebenwerdenkonnte,sonderndasKonstruktdes
„verkehrsberuhigtenGeschäftsbereiches“geschaffenwerdenmussteunddieBeschilderungdadurchschwierigwar.
NebenzahlreichenArbeitsaufträgenimRahmenderInnenstadtentwicklunghatderGemeinderatdamalsjedoch
beschlossen,denProbebetrieb„ÖffnungFußgängerzone“zubeendenunddenursprünglichenZustandwieder
herzustellen.
DerAntragderSPD-FraktionzieltinfastdiegleicheRichtung,weshalbdieHistorieanderStellezunächstnochmal
ausführlicherdargestelltwurde.
ManchenPersonengruppenmussteseitderEinrichtungderFußgängerzone1998dieZufahrtindieWilhelmstraße
inFormeinerAusnahmegenehmigunggewährtwerden.DiessindHandwerkerfürdringendausführbareArbeiten,
AnwohnerundGewerbetreibende,diedortihrenWohnsitz/Gewerbebetriebhabenund/oderdorteinenParkplatz
habenundbestimmteLieferanten,diedieLieferzeitennichteinhaltenkönnen.Insgesamtgibtbereitsüber120
Ausnahmegenehmigungen.DarüberhinaushabenderLieferverkehrzwischen6und10Uhrundan-bzw.
abreisendeHotelgästeohnehindasRechtzuzufahren.Esgibtalsobereitseinrechthohes„Verkehrsaufkommen“
undjedeweitereFreigabeerhöhtdiesesVerkehrsaufkommenbzw.untergräbtdieEigenschaftalsFußgängerzone.
JemehrdieFußgängerzonegeöffnetwird,umsowenigerkanndieWilhelmstraßeeineFußgängerzonebleibenund
müsstezumVerkehrsberuhigtenGeschäftsbereichmitallenKonsequenzenwerden–wiebereitsinderTestphase
2016/2017erörtertunddargelegt.
SchonheuteistesfürdenGemeindlichenVollzugsdienstsehrschwierigundherausfordernd,inderFußgängerzone
Wilhelmstraßezukontrollieren,danahezujedereinbesonderesErfordernisdesZufahrensgeltendmacht.
VordiesemHintergrundstelltsichganzgrundsätzlichdieFrage,obdieFußgängerzoneweitergeöffnetwerden
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sollte,samtderEinrichtungvonParkplätzen,dadiesdannvoraussichtlichdazuführt,dassdieWilhelmstraßekeine
Fußgängerzonebleibenkann.DerAntragwurdeauchnochnichtinvollemUmfangrechtlichbewertet,dazunächst
entschiedenwerdensoll,obindieseRichtunggrundsätzlich(wieder)gegangenwerdensoll.
ZudeneinzelnenPunktendesAntragsgibtesjedochbereitsvorabFolgendeszusagen:
DieWilhelmstraßebleibtFußgängerzoneunddarfbis10UhrnurvonNordnachSüd
(Einbahnstraßenregelung)zumBe-undEntladenbefahrenwerden:
AnwohnerundGewerbetreibendedürfenmitAusnahmegenehmigungohnehinzumBe-undEntladen
zufahren,derLieferverkehrbis10Uhrauch.EineEinbahnstraßenregelungistineinerFußgängerzone
rechtlichnichtmöglich.WennmandieFreigabenurauseinerRichtungmacht,wäreestrotzdemzulässig
dortzuwendenbzw.ausdenParkplätzenundGasseninbeideRichtungenauszufahren,wasdannnichtviel
bringt.ZudemwirddasVerkehrsaufkommenehermehr.
ÜbernachtungsbetriebeundAnwohnererhaltenEinfahrtsberechtigungen:
AnwohnermiteinemWohnsitz,dernurüberdieFußgängerzoneerreichtwerdenkann,erhaltenauchbisher
schonaufAntrageineAusnahmegenehmigungzumEinfahren.AucheinzelneBeherbergungsbetriebe
habenfürihreFerienwohnungeineAusnahmegenehmigungbeantragt.
ÜbernachtungsbetriebegebenEinfahrtsgenehmigungenaus:fürdieAn-undAbreisedürfenHotelgäste
auchsozufahren.
BeiAnreiseistdieBuchungsbestätigungderNachweiszumberechtigtenEinfahren:fürdieAn-undAbreise
istauchbisherkeineweitereGenehmigungerforderlichunddieZufahrtfreigegeben.EinNachweisist
natürlichhilfreich.
LadenbesitzerundArztpraxensollenParkscheinebeantragenfüraußerhalbderLieferzeiten:hieristnicht
klar,obfürKunden/PatientenoderfürdieInhaber.DieInhaberkönntenbisherschoneine
AusnahmegenehmigungbekommenzumBe-undEntladen.
1-2ParkscheineproGeschäftfürmax.30MinuteningekennzeichnetenParkplätzen:diekleinste
Zeiteinheit,diemitderParkscheibeüberwachtwerdenkann,ist1Stunde.DaruntermüsstemitParkuhren
oderParkscheinautomatengearbeitetwerden.Andere„Alternativen“dürfteschwerzukontrollierensein
bzw.sindrechtlichnichtwirksam.
4KurzzeitparkplätzeinderWilhelmstraße:dieAnzahlistsehrgering,diekleinsteZeiteinheitfürdie
HöchstparkdauermitParkscheibebeträgt1Stunde.Erfahrungsgemäßsinddiedanndauerndundauch
längerbelegtundaufgrunddergeringenAnzahlfahrendiemeistendanndochwiedernurdurchundfinden
trotzdemkeinenParkplatz.Be-undEntladenwäreauchohnegekennzeichneteParkplätzemöglich,die
vorrangigeFrageistdaher:„werdarfreinfahren?“.
2. Kosten
Die Kosten können zum jetzigen Zeitpunktnochnichtbeziffertwerden. Wenn nur einzelne
Schilder ausgetauschtwerden müssten undweitere Genehmigungen erteiltwerden, bleiben die
Kosten voraussichtlichunter 1.000 €. Wenn die Fußgängerzone aufgehoben werden und
umgestaltetwerden muss, istdies mithohen Planungs- undInvestitionskosten verbunden.
3. AuffassungderVerwaltung
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Aufgrundder Tatsache, dass es bereits sehr viele Berechtigte zum Befahren der Fußgängerzone
gibt, sollte der Kreis der Berechtigten nichtweiter ausgedehntwerden, damitdie Fußgängerzone
den Charakter als solche auchbehältundFußgänger nichtdurchden Fahrzeugverkehr gefährdet
werden. Bei einer weiteren Öffnungistfraglich, obes Fußgängerzone bleiben kann. Es wäre
dann für eine sichere Trennungder Verkehrsströme zwischen Fußgängern undFahrzeugen eine
bauliche UmgestaltungundUmwidmungerforderlich, was der Aufenthaltsfunktion jedoch
abträglichwäre. Die Maßnahmen müssen auchpraktikabel undkontrollierbar sein. Die geringe
Anzahl an Parkplätzen, die möglichwären, helfen der Innenstadtentwicklungvermutlichnicht
wirklich. Auchdie Fa. Imakomm legte damals Wertdrauf, dass das Parken/Zufahren in dem
Zusammenhangnichtan erster Stelle der Maßnahmen stehtunddas Problem des
Einzelhandels allein nichtlöst.
Aber auchdie Verwaltungstandbereits mitEinzelhändlern im Austausch. Als ein Ergebnis wurde
vereinbart– vor Eingangdes Antrags der SPD-Fraktion – dass in einer Testphase bis Ende
September, Anlieger werktags zwischen 16 und17 Uhr von der Wilde-Mann-Brücke her zum Be-
undEntladen einfahren dürfen. Natürlichgiltauchda, wenn auf Dauer der Verkehrsstrom
dadurchzu stark zunimmt, istauchdadurchdie Sicherheitder Fußgänger undder Charakter der
Fußgängerzone in Gefahr.
NachAuffassungder Verwaltungsollten in der Fußgängerzone keine Parkplätze ausgewiesen
werden, da die geringe Anzahl das Problem nichtgrundlegendlösen würde unddie Frequenzan
Fahrzeugen unnötigerhöht. Es gibtin fußläufiger EntfernunggenügendParkmöglichkeiten
beispielsweise im Parkhaus Stadtmitte. Darüber hinaus sindschon viele Punkte des Antrags
mehr oder weniger gegeben, weshalbder Antragnichtweiterverfolgtwerden sollte. Andernfalls
müssten manche Punkte rechtlichnochintensiver geprüftunddie Konsequenzen aufgezeigt
werden, gegebenenfalls auchdas Verkehrskonzeptgrundsätzlichdurcheinen Fachmann
überprüftwerden. Andere Maßnahmen des Stadtmarketings werden natürlichweiter unterstützt.
4. FinanzielleAuswirkungen–StellungnahmederFinanzverwaltung
VeranschlagungderFinanzmittel imlaufendenHaushaltsjahr
☐Die Maßnahme istim Haushaltsjahr 20 veranschlagt
☐Die Mittel reichen nichtaus. Deckungüber:
☐Es sindkeine Mittel veranschlagt. Deckungüber
Teilhaushalt: Produktgruppe:
Produkt/Kostenstelle:
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Kommentar
5. Beschlussvorschlag
Der Antragder SPD-Fraktion „Erste Schritte Innenstadtkonzept“wirdnichtweiterverfolgt.
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