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Vorstellung der Strukturanalyse für die Wasserversorgung der Gemeinde Achstetten

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TypAntrag
GemeindeAchstetten
Datum2026-07-06
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Sitzungsvorlage öffentlich 06.07.2026 Gemeinderat Achstetten, öffentlich Vorstellung der Strukturanalyse für die Wasserversorgung der Gemeinde Achstetten Sachverhalt: Die öffentliche Trinkwasserversorgung betreibt die Gemeinde Achstetten zum einen mit eigenen Quellwasserfassungen und zum anderen mit Fernwasser des Zweckverbandes Wasserversorgung Iller-Rißtal. Die Ortsteile Achstetten, Oberholzheim und Bronnen wurden bislang vornehmlich über die Quelle „Urspring“ westlich von Achstetten versorgt. Der Ortsteil Stetten bezieht sein Wasser weitestgehend über die eigene Quelle „Stetten“. Dieses Versorgungsprinzip wurde entsprechend der Handlungsempfehlung eines Strukturgutachtens aus dem Jahr 2009 gewählt, in dessen Zuge die Wasserversorgung der Gemeinde Achstetten und deren Ortsteile neu strukturiert wurde. Dies beinhaltete unter anderem den Neubau des zentralen Hochbehälters Oberholzheim und des Pumpwerkes Achstetten, sowie die Verbundleitung zum HB „Burgrieden“ des ZV WV Iller-Rißtal. Über die Verbundleitung ist eine vollständige Ersatzwasserversorgung der Gemeinde Achstetten möglich. Durch unterschiedliche Rohwasser-Messprogramme ist bekannt, dass die Urspringquelle eine Belastung mit per- und polyfluorieren Alkylksubstanzen (PFAS) aufweist. Vor dem Hintergrund der neuen Trinkwasserverordnung mit neu eingeführten Grenzwerten für diese Stoffgruppe ab 2026 bzw. 2028, stellen PFAS die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Achstetten vor neuerliche Herausforderungen. Als Sofortmaßnahme wurde daraufhin der Pumpbetrieb in Achstetten so umgestellt, dass eine mengenproportionale Mischung von 50 % Eigenwasser und 50 % Fremdwasser im HB „Oberholzheim“ erreicht wird. Aufgrund der Gestaltung des Leitungsnetzes im Gegenbehälterprinzip und schwankender PFAS-Konzentration im Quellwasser, kann die dauerhafte Einhaltung der PFAS-Grenzwerte jedoch nicht garantiert werden. Daraufhin wurde im Juni 2024 in Zusammenarbeit mit dem Technologiezentrum Wasser (TZW) eine Pilot-Aktivkohlefilteranlage im PW Achstetten in Betrieb genommen und ein Jahr lang betrieben. Damit konnte die Machbarkeit einer PFAS-Aufbereitung in Achstetten bestätigt und spezifische Kosten des Anlagenbetriebes ermittelt werden. Aufgrund der positiven Ergebnisse der Pilotstudie wurde das Ingenieurbüro Wassermüller Ulm GmbH von der Gemeinde Achstetten mit der Erstellung eines Strukturgutachtens beauftragt. Zunächst erfolgte eine Bestandsaufnahme des Wasserversorgungssystems der Gemeinde Achstetten, Wasserdargebot, -bedarf, -qualität und -versorgungsstruktur wurden analysiert und der Handlungsbedarf ermittelt. Ziel dieses Strukturgutachtens ist es, daraus verschiedene Wasserversorgungsstrukturen abzuleiten und diese hinsichtlich betrieblicher, finanzieller sowie versorgungs- sicherheitstechnischer Aspekte zu bewerten. Im Zuge des Strukturgutachtens haben sich 3 mögliche Ausführungsvarianten herauskristallisiert, die durch das IB Wassermüller vorgestellt und bewertet werden. Beschlussvorschlag: Auf Grund der Ergebnisse der Strukturanalyse geht die Variante 3 „Eigenwasserversorgung mit Aktivkohlefiltration und Ersatzwasseranschluss an den ZV WV Iller-Rißtal“ als Handlungsempfehlung mit insgesamt bester Bewertung hervor. Sowohl in Hinsicht auf die Versorgungssicherheit, als auch aus wirtschaftlichen Aspekten ist die Aufbereitung des Eigenwassers mittels Aktivkohle präferabel und ist daher sowohl aus fachlicher und ökonomischer Sicht zu empfehlen. Dies entspricht ebenfalls dem strategischen, gesellschaftspolitischen Wunsch nach der Nutzung bzw. Aufrechterhaltung ortsnaher Vorkommen Achstetten, 22.06.2026

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