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Niederschrift der Sitzung vom 27.04.2026
Angenommen
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Unna |
| Datum | 2026-06-22 |
| Datenstufe | Nur Ergebnisse |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Niederschrift
über die 3. Sitzung des Datum
Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration 27.04.2026
Ort
Rathaus, Ratssaal, Rathausplatz 1, 59423 Unna
Öffentlicher Teil
Beginn: 17:05 Uhr
Ende: 18:49 Uhr
Anwesend:
Stellvertretende Mitglieder
stM Alyounes, Hazem Vertretung für Herrn Selahattin Hizarci
CDU-Fraktion
RM Engel, Rainer Vertretung für Herrn Dominik Mickler
Vorsitzende/r
stM Sakelsek, Ksenija
Stellvertretende/r Vorsitzende/r
stM Coimbra de Matos, Fani Marlene
stM Henf, Heike
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN-Fraktion
RM Schriek, Esther
CDU-Fraktion
RM Kimont, Pascal
SPD-Fraktion
RM Böhnisch, Burkhard
RM Sellmann, John
bUNte internationale Liste
stM Dareshori, Farzad
stM Ettelt, Renata
stM Koppenberg, Klaus
stM Nassour-Kirchhoff, Elias
stM Nicovski, Jone
stM Socha, Malgorzata Maria
Verwaltung
Schumann, Nathalie
Haller, Björn
Ständige Gäste mit beratender Stimme
Koch, Henrike (Caritas)
Geißen, Tina (IN VIA)
Schelte, Holger (Werkstatt im Kreis Unna)
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Abwesend:
AfD-Fraktion
RM Szielasko, Malgorzata
CDU-Fraktion
RM Mickler, Dominik
bUNte internationale Liste
stM Dias de Oliveira, Anabela
stM Hizarci, Selahattin
stM Wißuwa, Anja
Verwaltung
Apitzsch, Nicolas, Dr.
von der Heide, Markus
Öffentlicher Teil
1. Niederschrift über den öffentlichen Teil der Sitzung am 23.02.2026
Die Niederschrift wird einstimmig akzeptiert.
2. Dilek Yildiz (KI) stellt sich vor als Ansprechpartnerin für ACI und
MSO
Frau Dilek Yildiz ist die Ansprechpartnerin des Kommunalen Integrationszentrums
(KI) im Kreis Unna für den ACI. In dieser Eigenschaft stellt sie sich und ihre Arbeit
dem Gremium erneut vor, da es im neu gewählten ACI noch einige Mitglieder gibt,
die sie und ihren Aufgabenbereich nicht kennen. Frau Yildiz erzählt, dass sie bereits
im vergangenen Jahr einige Projekte und Informationsveranstaltungen gemeinsam
mit Mitgliederns des IR/später ACI bestritten hat. Weiter berichtet sie Einzelheiten zu
den Plänen, die sie für dieses Jahr gemacht hat. So soll es noch vor den
Sommerferien ein Treffen von Mitgliedern aller im Kreis vertretenen ACIs geben. Ein
weiteres Projekt, das Frau Yildiz gern in Angriff nehmen möchte, ist eine Online-
Sprechstunde für alle ACI-Mitglieder des Kreises. Hier könnten zum Beispiel, so sagt
sie, Themen der Gremiumsarbeit besprochen werden. Falls sich im Laufe dieser
Sprechstunden einige Themen herauskristallisierten, wo es noch erweiterten
Wissensbedarf gäbe, so könne man daraus eine Schulung entwickeln oder die
Fragen an den Landesintegrationsrat weiterleiten, wo sie gesammelt von einem
kundigen Dozenten beantwortet werden könnten. Einen weiteren Termin, den Frau
Yildiz für dieses Jahre plant, sei ein Landtagsbesuch für die Gremiumsmitglieder.
Sie hofft, dies gegen Jahresende verwirklichen zu können.
3. Felix Mühlbauer (KI) stellt das Projekt "Väterarbeit" vor
Herr Mühlbauer kommt ebenfalls vom Kommunalen Integrationszentrum (KI) und
stellt sich zunächst kurz vor. Er kümmere sich gemeinsam mit seiner Kollegin Lena
Volz um die Ehrenamtskoordination im KI, er sei Geschäftsführer des Flüchtlingsrats
im Kreis Unna und er habe ein Projekt mit dem Titel „Väterarbeit“ ins Leben gerufen,
das er dem Gremium vorstellen möchte. (Projektkonzept ist dem TOP beigefügt). Im
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Anschluss ergänzt Herr Mühlbauer noch, dass die ersten drei Vätergruppen sich
bereits in den nächsten Wochen treffen würden und dass diese im Lünener Raum
angesiedelt seien. Er werde aber in den nächsten Wochen das Projekt auch noch an
weiteren Orten vorstellen, so zum Beispiel in Schwerte und Holzwickede. Er wünscht
sich, dass Gruppen im gesamten Kreis entstünden, damit möglichst viele Väter die
Chance hätten, von dem Projekt zu profitieren.
4. 1. Änderungssatzung über den Inklusionsbeirat der Kreisstadt 0070/26
Unna
(Beirat für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung)
Frau Sakelšek erläutert, dass die Vorlage 0070/26 (ist beigefügt) dem ACI zur
Kenntnisnahme vorliege. Sie fügt hinzu, dass der ACI nach Absprache mit der
Verwaltung darauf verzichte, die Vorlage in die ordentliche Beratungsfolge zu
nehmen, da es inhaltlich von Seiten des ACI keine Einwände gäbe. Würde der ACI
auf die normale Beratungsfolge bestehen, wäre es dem Inklusionsrat nicht möglich
gewesen, sich an diesem Tag zu gründen bzw. hätte die konstituierende Sitzung
des Inklusionsrates nicht wie geplant stattfinden können. Daher wurde sich auf
Kenntnisnahme geeinigt mit der Option, dass etwaige Anmerkungen des ACI auch
zu einem späteren Zeitpunkt weitergeleitet werden könnten. Für den Moment habe
das Gremium keine inhaltlichen Anmerkungen und nehme die Änderungssatzung
zur Kenntnis.
5. Benennung der Vertreter des ACI im Inklusionsbeirat
Als Vertreter des ACI im Inklusionsrat werden Anabela Dias des Oliveira und als ihr
Vertreter Hazem Al Younes benannt. Alle Mitglieder des Gremiums sind damit
einverstanden.
6. Schriftliche Anfragen
6.1. Anfrage zur Entwicklung der Einbürgerungen in der Kreisstadt
Unna
Frau Sakelšek erläutert die Gründe für eine erneute Anfrage an die Verwaltung zum
Thema Einbürgerungen in der Stadt Unna. Über die Ausländerbehörde und über das
Projekt KIM (Kommunales Integrationsmanagement) seien zusätzliche Stellen
entstanden, um die Menschen, für die eine Einbürgerung in Frage käme, zu
unterstützen und zu beraten. Menschen, die die Voraussetzungen für eine
Einbürgerung erfüllen, sollen darin bestärkt werden, dies auch in Anspruch zu
nehmen. Es sei ein wichtiger Motivationsgrund für verstärkte Teilhabe an unserer
Gesellschaft, wenn jemand die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten und sich somit
zugehöriger fühlen könne. Im Rahmen des Projekts KIM sollte die Möglichkeit der
Einbürgerung aktiv beworben werden, damit die betreffenden Personen von ihrer
Möglichkeit Kenntnis erlangen. Nun sei es, so fährt sie fort, in letzter Zeit zu
Beschwerden gekommen. Diese seien an sie selbst und an andere Mitglieder des
ACI herangetragen worden. Inhaltlich hätten diese Beschwerden so gelautet, dass
man wohl an einer Einbürgerung interessierten Menschen im Bürgerbüro aktiv
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davon abgeraten hätte, sich einbürgern zu lassen bzw. den Menschen vermittelt
hätte, dass sie gar nicht erst einen Antrag stellen bräuchten, da dieser keine
Aussicht auf Erfolg haben würde. Frau Sakelšek betont, dass sich eine solche
Handlung nicht mit den Zielen des Projekts decken würde. Aufgabe des Projekts sei
es, so vielen Menschen wir möglich die Einbürgerung zu ermöglichen und diese
auch aktiv beim Erreichen des Ziels zu unterstützen. Ob die Aussagen der
Beschwerdeführer letztlich stimmten, das könne sie an dieser Stelle natürlich nicht
beurteilen, aber sie seien Anlass genug, um noch einmal genau auf die Zahlen und
Prozesse rund um die Einbürgerung zu schauen und entsprechende Daten von der
Verwaltung abzufragen. Wie viele Menschen haben in der Stadt Unna ein Recht auf
Einbürgerung? Wie viele davon haben tatsächlich einen Antrag gestellt? Wie viele
davon waren erfolgreich? Wie viele haben eine doppelte Staatsbürgerschaft
gewählt? Wie lange dauert die Bearbeitung eines Falles im Durchschnitt? Wie lange
ist die Wartezeit, bis mit der Bearbeitung des Falles begonnen wird? Das Gremium
möchte mit der Anfrage diese Informationen sammeln und wünscht sich für die
nächste Sitzung einen Kollegen oder eine Kollegin aus dem zuständigen Bereich der
Verwaltung, der diese Daten vorstellt und ein paar Zusammenhänge erläutert. Es
folgt eine angeregte Diskussion im Gremium, an deren Ende Frau Sakelšek betont,
dass es hier an dieser Stelle nicht um die Klärung von einzelnen Fällen gehen
könne, sondern dass der ACI das Thema allgemein aufgreifen müsse und
besprechen wolle. Herr Haller bringt sich ein und bittet darum, in der Anfrage genau
zu konkretisieren, welche Kritikpunkte es gebe. Umso besser und klarer könne die
Verwaltung in der folgenden Sitzung dazu Stellung beziehen. Zum Schluss lässt
Frau Sakelšek abstimmen und das Gremium ist einstimmig dafür, eine
entsprechende Anfrage an die Verwaltung zu formulieren und weiterzuleiten.
7. IKW 2026 - Planungsbeginn
Frau Sakelšek berichtet von den ersten Stufen der Planung für die diesjährigen
Interkulturellen Wochen (IKW). Sie erwähnt zuerst, dass es bereits zwei
feststehende Termine gäbe: das bUNt-Fest werde am 19.09. stattfinden und das
Gebet der Religionen am 28.09. Dann ergänzt sie, dass ebenfalls am 19.09. eine
Veranstaltung zum Weltkindertag in Unna stattfinden werde und dass man darauf
achten müsse, dass es für beide Veranstaltungen genügend technische Ausstattung
gebe. Dann erläutert sie kurz das diesjährige IKW-Motto „Dafür – Weil
Zusammenhalt stark macht!“ Gesucht werde für die IKW noch eine Ausstellung
(Bilder oder Fotos), die thematisch mit Zuwanderung befasst sei. Der Ort dafür wäre
wie immer das zib. Dort sei der Bereich auch bereits entsprechend reserviert
worden. Vorschläge für geeignete Ausstellungen würden noch gesammelt. Mit der
vhs sei man im Gespräch, was die Organisation einer Lesung mit Aladin El-
Mafaalani beträfe. Eine definitive Zusage des Autors gebe es aber wohl noch nicht.
Weiterhin wurde angeregt, das „Mitmach-Mobil“ zu organisieren. Es handelt sich
hierbei um ein Projekt des Kolping-Netzwerks für Geflüchtete. Das Mobil tourt durch
Deutschland und auch durch NRW und trägt durch interaktive Begegnungen dazu
bei, dass Erfahrungen von geflüchteten Menschen begreifbarer gemacht werden.
Das Mobil kann für Veranstaltungen gebucht werden und richtet sich an Kinder und
Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene. Der ACI plant, das Mobil für einige
Tage während der IKW zu mieten und einzusetzen. Auch eine Filmvorführung sei
wieder geplant, nur eventuell diesmal nicht im Kino, sondern in einem etwas
kleineren Rahmen. Auch der Ratssaal ist hier eine Überlegung. Frau Sakelšek
betont noch einmal, wie wichtig es sei, rechtzeitig mit der Planung zu beginnen und
alle potentiellen Beteiligten möglichst früh mit ins Boot zu holen, so auch die vhs und
den Bereich Kultur der Stadt Unna. Sie erinnert auch nochmals an die Notwendigkeit
von Spendengeldern. So sollen auch in diesem Jahr wieder die Sparkasse und die
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UKBS als Sponsoren angeworben werden. Herr Nassour-Kirchhoff erwähnt, dass er
es schade findet, dass die syrische Community in Unna noch nicht wirklich
eingebunden sei in die IKW und schlägt vor, da Kontakte herzustellen. Außerdem
schlägt er ein Interkulturelles Frühstück als Programmpunkt vor. Herr Dareshori
merkt an, dass es doch schön wäre, auch zwischen den Auftritten beim bUNt-Fest
internationale Musik abzuspielen. Es wird eingewendet, dass dies wegen der
anfallenden GEMA-Gebühren schwierig werden würde. Frau Matos gefällt die Idee
einer Art Begegnungscafé, wo man zusammensitzt und sich die Geschichten
geflüchteter Menschen direkt anhören und sie so besser erfahren kann. Frau
Sakelšek bittet darum, diese und weitere Ideen zu sammeln und bei der nächsten
Gelegenheit zu prüfen, was davon umsetzbar sei. Ein guter Anlass für einen
Austausch dieser Art sei zum Beispiel das für den 18.05. geplante Netzwerktreffen
der Migrantenorganisationen.
8. Berichte aus Ausschüssen und Arbeitskreisen
Frau Sakelšek berichtet, dass der für den 11.05. geplante Arbeitskreis Arbeit &
Bildung leider abgesagt werden musste, da es zu terminlichen Überschneidungen
gekommen sei. Sie schlägt vor, das Treffen in KW24 nachzuholen. Sie hofft, dass es
bis dahin auch neuere Informationen zum Thema der Integrationskurse gibt, die in
Unna angeboten werden können. Frau Geißen von IN VIA merkt an, dass sie
diesbezüglich auch auf neue Erkenntnisse hoffe, bislang habe sich aber an der Lage
nichts geändert im Vergleich zur Sitzung vom 23.02.
8.1. Aktualisierung der Liste mit laufenden Terminen
Frau Sakelšek beginnt die Terminplanung mit einem Hinweis darauf, dass ein
Termin für die nächste Klausurtagung gemacht werden müsse. Hierzu sollen in
nächster Zeit drei Terminvorschläge herumgeschickt werden. Herr Böhnisch macht
auf den Termin für das geplante Boule-Turnier im Kurpark am 20.09. aufmerksam.
Frau Henf merkt an, dass es demnächst auch wieder Planungen für einen weiteren
Arbeitskreis geben werde. Dieser wurde zunächst Arbeitskreis Vernetzung genannt,
wurde nun aber umbenannt und hieße künftig „Arbeitskreis „Kulturen im Dialog“.
Herr Nicovski teilt mit, dass am 04.07. das Sommerfest der Lindenbrauerei auf dem
Platz der Kulturen stattfinden werde. Herr Koppenberg verweist auf das Bunte Sofa
am 10.05. ab 11 Uhr zum Thema „Krise der Demokratie“. Frau Matos erzählt vom
Sardinen-Grillfest des portugiesischen Zentrums am 02.05. ab 16 Uhr.
9. Mündliche Anfragen
9.1. Aktueller Stand zum Projektantrag "Auf den Spuren der
Gastarbeiter"
Frau Sakelšek erinnert an den ursprünglich am 12.04.2024 im Integrationsrat
besprochenen Antrag auf Verwirklichung des Projekts „Auf den Spuren der
Gastarbeiter“. Der Antrag wurde in der Beratungsfolge besprochen und schließlich
vom Rat beschlossen. Es wurden im Nachgang auch einige Gespräche geführt,
unter anderem mit dem Stadtarchiv und dem Bereich Kultur. Eine Kollgin des
Bereichs Kultur sei damit beauftragt worden, ein Konzept zu entwickeln, auch im
Hinblick auf eine mögliche Beantragung von Fördergeldern. Laut Frau Sakelšek
wurde aber bisher nichts von dem damals Besprochenen umgesetzt. Es gab im
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Bereich Kultur einen Personalwechsel, aber auch mit den neuen Verantwortlichen
sei gesprochen worden. Sie habe wiederholt darauf hingewiesen, dass die Zeit, das
Projekt zu verwirklichen, begrenzt sei, da die wichtigen Zeitzeugen inzwischen alt
würden. Es ginge dabei um die erste Generation der Gastarbeiter, die nach Unna
kamen. Sie wisse, dass es sehr wertvolle Geschichten und Zeitzeugenberichte aus
dieser Zeit gebe und sie betont noch einmal, wie schade es wäre, wenn dieses
Kapitel der Stadtgeschichte Unnas überhaupt nicht dokumentiert werden könne. Sie
bedaure, führt Frau Sakelšek weiter aus, dass sich bisher aus den anfänglichen
Ideen gar nichts entwickelt habe und sie möchte dazu gern in der kommenden
Sitzung des ACI am 22.06. den zuständigen Beigeordneten um eine Stellungnahme
bitten und stellt darum einen entsprechenden mündlichen Antrag. Herr Engel merkt
an, dass er es ebenfalls bedauern würde, wenn sich in dieser Sache gar nichts
ergebe, denn es handle sich um ein Stück Geschichte, das zu Unna dazugehöre.
10. Einwohnerfragestunde
entfällt
gez. Sakelsek gez. Schumann
Vorsitzende Schriftführer/in
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