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Vergabe des frei gewordenen Familienzentrum-Kontingents des Jakobi-Kindergartens Rheine

Angenommen
TypAntrag
GemeindeRheine
Datum2026-07-16
DatenstufeNur Ergebnisse
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Das Jugendamt beantragt die Neuvergabe des durch die Schließung der Kita Jakobi freigewordenen Familienzentrum-Kontingents. Die Kita St. Elisabeth soll eigenständiges Familienzentrum werden, während die CJD-Kitas St. Michael und Waldhügel-Zwerge zusammen ein Verbundfamilienzentrum bilden sollen – beide mit Wirkung vom 1. August 2026. Dies soll die familienorientierte Infrastruktur im Stadtteil Dorenkamp Süd sichern. Der Jugendhilfeausschuss nahm den Vorschlag an.

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Dokument

Extrahierter Text

Der Bürgermeister Sonderbereich 2 - Jugendamt Vorlage Nr. 492/26 Betreff: Vergabe des frei gewordenen Familienzentrum-Kontingents des Jakobi-Kindergartens Rheine Status: öffentlich Beratungsfolge Herrn Gausmann Jugendhilfeausschuss 16.07.2026 Berichterstattung durch: Frau Wiggers Betroffenes Leitprojekt/Betroffenes Produkt Produkt 212 Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege Ziele Unser Rheine 2030 Bildung Finanzielle Auswirkungen Ja Nein einmalig jährlich einmalig + jährlich Ergebnisplan Investitionsplan Erträge € Einzahlungen € Aufwendungen € Auszahlungen € Verminderung Eigenkapital € Eigenanteil € Finanzierung gesichert Ja Nein durch Haushaltsmittel bei Produkt / Projekt sonstiges (siehe Begründung) - 2 - Vorlage Nr. 492/26 Beschlussvorschlag/Empfehlung: 1. Der Jugendhilfeausschuss benennt mit Wirkung vom 01. August 2026 die Kita St. Eli- sabeth, Darbrookstr. 19 in 48431 Rheine als eigenständiges Familienzentrum. 2. Der Jugendhilfeausschuss beschließt, das aufgrund der kurzfristigen Schließung der Kita Jakobi freigewordene Kontingent für ein Familienzentrum mit Wirkung vom 01. August 2026 auf die Kita CJD St. Michael, Bühnertstr. 17 in 48431 Rheine, gemein- sam mit der Kita CJD Waldhügel-Zwerge, Bühnertstr. 100 in 48431 Rheine, als Ver- bundfamilienzentrum zu übertragen. Begründung: Mit der im Jahr 2005 getroffenen Entscheidung der damaligen Landesregierung zur stufen- weisen Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren wurde ein wich- tiger Grundstein für eine familienorientierte Infrastruktur gelegt. Auch heute kommt den Fa- milienzentren gemäß § 42 KiBiz eine zentrale Bedeutung zu. Sie unterstützen Familien weit über den Betreuungsauftrag einer Kindertageseinrichtung hin- aus, indem sie Beratungs-, Bildungs- und Unterstützungsangebote vorhalten oder vermitteln, die Sprachentwicklung fördern, Präventionsangebote stärken, mit verschiedenen Institutio- nen vernetzt zusammenarbeiten und ihre Angebote in den Sozialraum öffnen. Ziel ist es, Fa- milien frühzeitig und wohnortnah zu unterstützen sowie Chancengleichheit und Teilhabe zu fördern. Derzeit gibt es im Stadtgebiet Rheine 21 Familienzentren. Durch die kurzfristige Schließung der Kindertageseinrichtung Jakobi in Rheine zum 31. Juli 2026 wird ein bisher gebundenes Kontingent frei. Der Wunsch der Verwaltung, das frei gewordene Kontingent im Kita-Jahr 2026/2027 ruhend zu stellen und nach einer entsprechenden Erhebung relevanter Daten gemeinsam mit den neu zu benennenden plusKitas zum 01.08.2027 zu benennen bzw. zu vergeben, wird vom Landesjugendamt nicht mitgetragen. Um das vakante Kontingent für die Stadt Rheine zu si- chern, war es erforderlich, dem Landesjugendamt bis spätestens zum 15.06.2026 eine neue Kindertageseinrichtung als künftiges Familienzentrum zu benennen. Andernfalls wäre das Kontingent dauerhaft entfallen. Aufgrund der kurzfristig eingetretenen Situation und der engen Frist war die Erstellung einer umfassenden Bedarfsanalyse sowie die Durchführung eines stadtweiten Auswahlverfahrens nicht möglich. Um den Verlust des Kontingents zu vermeiden, war daher eine zeitnahe Ent- scheidung erforderlich. Da das bisherige Familienzentrum im Stadtteil Dorenkamp Süd angesiedelt war, soll das frei werdende Kontingent auch künftig diesem Sozialraum zugutekommen. Der Stadtteil weist weiterhin einen entsprechenden Bedarf an niedrigschwelligen Unterstützungs- und Bera- tungsangeboten für Familien auf. Die bisherigen Erfahrungen der örtlichen Kindertagesein- - 3 - richtungen sowie die bestehenden Netzwerke zeigen, dass die Angebote eines Familienzent- rums weiterhin in diesem Sozialraum benötigt werden und einen wichtigen Beitrag zur Stär- kung der Familien leisten. Vor diesem Hintergrund wurden alle Kindertageseinrichtungen im Stadtteil Dorenkamp Süd kurzfristig um Mitteilung ihres Interesses gebeten. Im Rahmen dieser Interessensabfrage haben die Kindertageseinrichtung St. Elisabeth sowie die CJD-Kita St. Michael den Wunsch geäußert, das bisherige Verbundfamilienzentrum aufzulösen und künftig eigenständige Fami- lienzentren zu etablieren. Die CJD-Kita St. Michael erklärte dabei ihre Bereitschaft, gemein- sam mit der CJD-Kita Waldhügelzwerge ein Verbundfamilienzentrum zu bilden. Weitere Inte- ressensbekundungen liegen nicht vor. Die Verwaltung empfiehlt daher, das frei gewordene Kontingent für die Einrichtung des neuen Verbundfamilienzentrums der CJD-Kita St. Michael und der CJD-Kita Waldhügelzwerge zu verwenden. Gleichzeitig kann hierdurch die Trennung des bisherigen Verbundfamilienzent- rums umgesetzt und den gewachsenen organisatorischen sowie inhaltlichen Strukturen der beteiligten Einrichtungen Rechnung getragen werden. Mit dieser Vorgehensweise bleibt das Kontingent für die Stadt Rheine erhalten, die wohnort- nahe Unterstützung von Familien im Stadtteil Dorenkamp Süd wird gesichert und die Weiter- entwicklung der familienorientierten Angebotsstruktur kann bedarfsgerecht fortgeführt wer- den. Angesichts der kurzen Antragsfrist stellt diese Lösung aus Sicht der Verwaltung sowohl fach- lich als auch organisatorisch die sinnvollste und wirtschaftlichste Vorgehensweise dar.

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