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Neuanlage einer Urnen-Partneranlage auf dem Friedhof Osterode Beschluss über die Neuanlage einer pflegearmen Urnen-Partneranlage auf dem ehemaligen Reihengrabfeld B11
Angenommen
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Osterode am Harz |
| Datum | 2026-06-25 |
| Datenstufe | Nur Ergebnisse |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Stadt Osterode am Harz
Fachbereich Städt. Betriebe
Aktenzeichen:
Datum: 05.06.2026
Vorlage Nr.: 842/2026
Beschlussvorlage
Neuanlage einer Urnen-Partneranlage auf dem Friedhof Osterode
Beschluss über die Neuanlage einer pflegearmen Urnen-Partneranlage auf dem
ehemaligen Reihengrabfeld B11
Beratungsfolge:
Gremium am
Ausschuss für Bauen, Stadtentwicklung, Sport und Waldwirtschaft 18.06.2026
Verwaltungsausschuss 23.06.2026
Rat 25.06.2026
Beschlussvorschlag:
Der Rat beschließt die Neuanlage einer Urnen-Partneranlage auf dem ehemaligen
Reihengrabfeld B11 des Friedhofs Osterode.
Die Anlage umfasst vier unterschiedlich gestaltete Bereiche für Urnen-Partnergräber und
bildet ein pflegearmes, naturnahes und langfristig nutzbares Gesamtkonzept.
Begründung:
Die bisherige Anlage der Urnen-Partnergräber auf dem Friedhof Osterode ist vollständig
belegt. Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage nach pflegearmen und zugleich
persönlichen Bestattungsformen soll auf dem Friedhof Scheerenberger Straße eine neue
Urnen-Partneranlage entstehen.
Das langfristige Konzept umfasst sowohl den derzeit freien linken Bereich des Grabfeldes
B11 als auch den teilweise noch belegten rechten Bereich. Beide Abschnitte können
unabhängig voneinander umgesetzt und entsprechend des zukünftigen Bedarfs erweitert
werden. Nach vollständiger Fertigstellung entsteht ein einheitlich gestalteter
Friedhofsbereich.
Den Mittelpunkt der Anlage und zugleich der Anfang der Baumaßnahme, bildet ein
Partnerurnenfeld in Form stilisierter Sonnenstrahlen (vgl. Entwurf Plan Nr. B11/1, roter
Kasten). Zunächst wird ein Viertelkreis mit 25 Urnenerdröhren für jeweils zwei Personen
angelegt. Eine spätere Erweiterung um weitere 25 Grabstellen zu einem Halbkreis ist
vorgesehen. Die Grabstellen erhalten Schmuckdeckel mit Namenskennzeichnung und
werden in kurzgehaltenen Zierrasen eingebunden.
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Ergänzend entstehen - je nach Belegungsfortschritt - Partnergräber unter Bäumen,
beispielsweise unter weidenblättrigen Birnen (Pyrus salicifolia). Pro Baum werden 36
Partnergräber kreisförmig angeordnet. Die Flächen werden als extensiv gepflegte
Wildblumenwiesen gestaltet. Nach vollständiger Belegung gehen die Flächen vollständig in
eine naturnahe Wiesenfläche über. Die Namen der Verstorbenen können auf
Erinnerungsschildern an Bäumen oder Stelen angebracht werden.
Die Eckbereiche der Anlage werden durch zwei unterschiedliche Gestaltungssysteme
ergänzt. Zum einen ist das Bestattungssystem „Blätter im Wind“ vorgesehen. Hier werden
beschriftete Glasblätter an einer spiralförmigen Stahlkonstruktion befestigt. Zum anderen
entstehen Steinstelen mit seitlich eingefassten Stahlplatten zur Aufnahme von Gedenktafeln.
Beide Systeme bieten jeweils Platz für zehn Partnergrabstätten.
Das Gesamtkonzept verbindet moderne Bestattungsformen mit naturnaher Gestaltung und
reduziertem Pflegeaufwand. Gleichzeitig werden ökologische, gestalterische und
wirtschaftliche Anforderungen an eine langfristig nachhaltige Friedhofsentwicklung
berücksichtigt.
Nachhaltigkeitseinschätzung:
Ökologische Nachhaltigkeit
Die Anlage setzt auf extensive Begrünung, standortgerechte Bepflanzung und naturnahe
Wildblumenflächen. Dadurch werden Pflegeaufwand, Ressourcenverbrauch und
Maschineneinsatz dauerhaft reduziert, sowie die Biodiversität gefördert.
Ökonomische Nachhaltigkeit
Die kompakte und pflegearme Gestaltung reduziert langfristig die Unterhaltungs- und
Pflegekosten. Gleichzeitig wird durch die Schaffung neuer Grabangebote die Attraktivität des
Friedhofs gesteigert und eine bedarfsgerechte Nutzung der Flächen ermöglicht.
Soziale Nachhaltigkeit
Die neue Urnen-Partneranlage berücksichtigt die heutigen Wünsche nach pflegearmen,
würdevollen und naturnahen Bestattungsformen. Die parkähnliche Gestaltung stärkt zudem
die Aufenthaltsqualität des Friedhofs als Ort der Ruhe und Erinnerung.
Finanzielle Auswirkungen:
Die Kosten für die Herstellung der neuen Urnen-Partnergrabanlage werden derzeit konkret
ermittelt. Auf dieser Grundlage wird anschließend der Preis je Partnergrab festgesetzt.
Für das laufende Haushaltsjahr sind Haushaltsmittel in Höhe von 15.000 € für die Einrichtung
der Partnergrabanlage veranschlagt. Im Rahmen der Maßnahme „Baumbestattungen auf
dem Friedhof Lerbach“ konnten bereits vorausschauend Urnenerdröhren beschafft werden,
die auch für die Anlage in Osterode verbaut werden sollen. Für die in den Folgejahren
vorgesehene sukzessive Erweiterung des Grabfeldes werden ebenfalls investive Mittel
bereitzustellen sein.
Die bisherigen Partnergrabanlagen sind derzeit vollständig vergeben und somit nicht mehr
verfügbar. Bis Februar 2026 stellte diese Grabart jedoch ein sehr nachgefragtes Angebot dar,
das aktuell nicht abgebildet werden kann. Ab dem 01.01.2027 werden die Friedhofsgebühren
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neu kalkuliert. In diesem Zusammenhang wird auch die neue Partnergrabanlage ganzheitlich
betrachtet werden.
Durch die pflegearme Gestaltung der neuen Anlage können die laufenden Unterhaltungs-
und Pflegeaufwendungen langfristig reduziert werden. Die Gebührenkalkulation für die neuen
Urnen-Partnergräber wird hier zu gegebener Zeit gesondert zur Beratung und
Beschlussfassung vorgelegt, sobald die erforderlichen Berechnungen abgeschlossen sind.
Der Bürgermeister
(Jens Augat)
Anlage
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