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"Einrichtung zentraler Abbrennplätze für Feuerwerk in den Ortschaften der Stadt Duderstadt" - Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen vom 11.01.2026

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeDuderstadt
Datum2026-08-20
DatenstufeNur Dokumente
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt, dass die Stadt Duderstadt zentrale Abbrennplätze für privates Feuerwerk in jeder Ortschaft einrichtet und das Abbrennen künftig ausschließlich dort erlaubt wird. An diesen Plätzen dürfen nur zugelassene Feuerwerkskörper verwendet werden, illegale bleiben verboten. Begründet wird der Antrag mit gestiegenen Beschwerden über Lärmbelästigung, Gefährdung von Menschen und Tieren sowie Sachschäden. Der Antrag wird zur Ratssitzung am 29.01.2026 eingereicht. Ein Beschluss ist dem Text nicht zu entnehmen.

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Dokument

Extrahierter Text

13.01.2026 Verteiler: 1. Mitglieder des Stadtrates (über TO Rat) 2. Stadtverwaltung: 2.1 Federführung: FDL 32, FBL 20 2.2 nachrichtlich: Bgm., FBL 10 3; Tl 29.01.2026 Bündnis 90/Die Grünen Fraktion im Stadtrat Stadt Duderstadt Bürgermeister der Stadt Duderstadt Herr Thorsten Feike Sehr geehrter Herr Bürgermeister Feike, BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN. Bündnis 90/Die Grünen Fraktion im Stadtrat der Stadt Duderstadt Im Siebigsfeld 35 37115 Duderstadt Stadt Duderstadt Eing.: 13.JAK. 202 6 | 11.01.2026 kan hun. hiermit bitten wir Sie, den folgenden Antrag in die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Rates der Stadt Duderstadt am 29.01.2026 aufzunehmen: Einrichtung zentraler Abbrennplätze für Feuerwerk in den Ortschaften der Stadt Duderstadt Der Rat der Stadt Duderstadt möge beschließen: 1. Die Stadt Duderstadt prüft und richtet für jede Ortschaft, sowie für die Stadt Duderstadt nach Abstimmung, jeweils einen zentralen, festgelegten Abbrennplatz für privates Feuerwerk ein. Das Abbrennen von Feuerwerk soll künftig ausschließlich an diesen ausgewiesenen Stellen und nicht mehr flächendeckend im öffentlichen und privaten Wohnumfeld erlaubt sein. 2. An den zentralen Abbrennplätzen dürfen ausschließlich zugelassene Feuerwerkskörper gemäß Sprengstoffrecht verwendet werden. Illegale, besonders laute oder gefährliche Feuerwerkskörper bleiben ausdrücklich verboten. Diese Regelung stellt einen Kompromiss zwischen dem berechtigten Wunsch vieler Bürger*innen nach mehr Sicherheit, Ruhe, Tier- und Umweltschutz sowie dem weiterhin bestehenden Interesse dar, Feuerwerk zu Silvester in einem begrenzten Rahmen zu ermöglichen. Langfristig wird ein vollständigesVerbot von privatem Feuerwerk als sinnvoll erachtet, soll jedoch zunächst nicht umgesetzt werden. BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN Bündnis 90/Die Grünen Fraktion im Stadtrat der Stadt Duderstadt Im Siebigsfeld 35 37115 Duderstadt Begründung: In den vergangenen Jahren haben sich die Beschwerden über Lärmbelästigung, Gefährdung von Menschen, Tieren und Sachwerten sowie über Müll- und Umweltbelastungen rund um Silvester deutlich verstärkt. Das unkontrolliette Abbrennen von Feuerwerk direkt vor Wohnhäusern, in engen Straßen oder in der Nähe sensibler Einrichtungen (z. B. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Tierhaltungen, Wald- und Naturrandlagen) führt regelmäßig zu gefährlichen Situationen: brennende oder fehlgeleitete Pyrotechnik, Rauchentwicklung, Panikreaktionen sowie Blockaden von Rettungswegen und Zufahrten. Besonders gravierend sind die Auswirkungen auf vulnerable Personengruppen. Menschen mit Angststörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) oder Autismus leiden stark unter den unvorhersehbaren Knallgeräuschen und plötzlichen Lichtreizen; sie können zu akuten Stressreaktionen, Orientierungslosigkeit, Rückzug oder medizinischem Unterstützungsbedarf führen. Für Geflüchtete sowie kriegstraumatisierte Menschen können die Detonationen und die Geräuschkulisse Flashbacks auslösen und bereits erreichte Stabilisierung massiv beeinträchtigen. Damit ist Silvesterfeuerwerk nicht nur eine. Frage individueller Vorlieben, sondern auch eine Frage von Gesundheitsschutz, Rücksichtnahme und gesellschaftlicher Verantwortung. Hinzu kommen jedes Jahr erhebliche Sachschäden an privatem und öffentlichem Eigentum: beschädigte Fassaden, Fenster und Fahrzeuge, Brand- und Schmorschäden an Gebäuden, Müllablagerungen in Straßen, Grünanlagen und Gewässern sowie Folgekosten für Reinigung, Instandsetzung und Sicherungsmaßnahmen. Diese Schäden treffen Anwohner*innen ebenso wie die Allgemeinheit — insbesondere dann, wenn öffentliche Infrastruktur und kommunale Einrichtungen betroffen sind. Auch wenn Millionen Menschen den Jahreswechsel friedlich feiern, kam es an Silvester 2025/2026 vielerorts erneut zu vermeidbarer Eskalation: Brände, Gewalt und schwere Verletzungen — darunter auch Minderjährige, teils mit gravierenden und dauerhaften Folgen. Die Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Umwelt sind zudem jedes Jahr erheblich. Weiterhin wurden im Rahmen der Silvesterfeierlichkeiten 2025/2026 erneut zahlreiche Einsatzkräfte angegriffen, deren Einsatz dem Schutz der Bevölkerung dient. Allein in Berlin waren über 4000 Peolizist*innen im Einsatz, mehr als 420 Personen wurden festgenommen, und 30 Einsatzkräfte wurden verletzt. Diese Zustände haben nichts mit Tradition oder Brauchtum zu tun, sondern stellen vermeidbares Leid dar, das sich Jahr für Jahr wiederholt. Zentrale, klar ausgewiesene Abbrennplätze ermöglichen: . eine Reduzierung von Gefahren und Schäden für Menschen, Tiere sowie private und öffentliche Sachwerte, “ eine bessere Kontrolle und Durchsetzbarkeit bestehender Regeln (z. B. Abstände, Verbotszonen, Zeiten), “ mehr Rücksicht auf ältere Menschen, Kinder, Haustiere und Wildtiere sowie auf Menschen mit psychischen Belastungen oder Traumafolgen, BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN Bündnis 90/Die Grünen Fraktion im Stadtrat der Stadt Duderstadt Im Siebigsfeld 35 37115 Duderstadt eine deutliche Entlastung der Wohngebiete durch weniger unvorhersehbare Knallereignisse, weniger Müll und geringere Brandrisiken. Der vorgeschlagene Ansatz bietet einen praktikablen Einstieg in eine stärkere Regulierung und kann als Zwischenschritt verstanden werden, um Erfahrungen zu sammeln, die Wirksamkeit zu evaluieren und die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen. Ziel ist nicht die pauschale Kriminalisierung friedlicher Feiernder, sondern eine risikoärmere, besser steuerbare und sozialverträgliche Ausgestaltung des Jahreswechsels — mit höherer Sicherheit, weniger Belastungen und klareren Verantwortlichkeiten. Verena Schenke Jochen Mitschke Günter Lutterberg Florian Lillpopp

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