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Änderungsantrag zum „Gemeinsamen Antrag zur Fortschreibung und strategischen Weiterentwicklung des Handlungskonzepts Wohnen 2030“ vom 04.03.2026
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Witten |
| Datum | 2026-07-13 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke+ beantragen, das Handlungskonzept Wohnen 2030 fortzuschreiben und zu einem strategischen wohnungspolitischen Gesamtkonzept weiterzuentwickeln. Dazu sollen aktuelle Datengrundlagen erhoben, ein Wohnungsmarkt-Monitoring aufgebaut, Strategien für bezahlbaren Wohnraum entwickelt und die Rolle kommunaler Akteure geprüft werden. Die Verwaltung soll ab 2027 entsprechende Haushaltsmittel erhalten und regelmäßig über Fortschritte berichten.
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Dokument
Extrahierter Text
Fraktionen SPD - Bündnis 90/Die Grünen - Die Linke+ 28.05.2026
An: ggf . Nummer
Bürgermeister Dirk Leistner 09/V 18
nachrichtlich
Antrag gemäß Bürgermeister
Ausschussvorsitzender d.
§ 9 Geschäftsordnung (Änderungsantrag)
SPD - Fraktion
CDU – Fraktion
Vorschlag zur Tagesordnung
Fraktion AfD
(§ 48 GO iVm § 2 Geschäftsordnung)
Fraktion Bündnis 90/Die
Grünen
zur Beratung im: ASoWoGe, HFA & Rat
Fraktion Die Linke+
Fraktion BFF
Anfrage zur Tagesordnung
(§ 10 Abs. 1 Geschäftsordnung)
Fraktionslose Ratsmitglieder
im:
Anfrage an den Bürgermeister
(§ 10 Geschäftsordnung) zur Stellungnahme
Betreff
Änderungsantrag zum „Gemeinsamen Antrag zur Fortschreibung und strategischen Weiterentwicklung
des Handlungskonzepts Wohnen 2030“ vom 04.03.2026
Inhalt (bei Anträgen gemäß § 47 Abs. 1 oder § 48 Abs. 1 letzter Satz GO ist auch die Dringlichkeit zu begründen)
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,
Beschlussvorschlag:
Der Rat der Stadt Witten beauftragt die Verwaltung, das Handlungskonzept Wohnen 2030
fortzuschreiben, das Konzept über eine reine Datenaktualisierung hinaus zu einem strategischen
wohnungspolitischen Gesamtkonzept weiterzuentwickeln und für 2027 entsprechende Haushaltsmittel
in den Haushalt einzustellen.
Dabei sollen insbesondere folgende Aspekte berücksichtigt werden:
• Aktualisierung der Datengrundlagen
o Erhebung und Aufbereitung aktueller Daten zum Wohnungsbestand,
Wohnungsleerstand, zur Mietpreisentwicklung sowie zu Bedarfs- und
Versorgungsstrukturen auf dem Wittener Wohnungsmarkt,
o Aufbau eines kontinuierlichen Wohnungsmarkt- und Leerstandsmonitorings,
einschließlich differenzierter Betrachtung von Teilmärkten.
• Soziale Wohnraumversorgung
o Darstellung, wie eine bedarfsgerechte und dauerhaft bezahlbare
Wohnraumversorgung für alle jetzigen und zukünftigen Einwohnerinnen und
Einwohner sichergestellt werden kann,
o Entwicklung von Strategien gegen Wohnungsnot
• Bestandsorientierte Wohnungspolitik und Neubauperspektiven
o Vorrang der qualitätsvollen Erneuerung des Wohnungsbestands unter gezielter
Ergänzung durch bezahlbaren Neubau,
o Untersuchung, wie vorhandene Wohnraumreserven besser aktiviert und
Wohnkostensteigerungen begrenzt werden können.
• Öffentliche Daseinsvorsorge und kommunale Handlungsspielräume
o Prüfung der Rolle kommunaler und gemeinwohlorientierter Akteure (z. B. kommunale
Gesellschaften, Genossenschaften, Stadtwerke) bei Versorgungssicherheit,
energetischer Transformation und Neubau.
Die Verwaltung berichtet dem zuständigen Ausschuss regelmäßig über den Fortschritt der Arbeiten.
Erste Zwischenergebnisse sollen schnellstmöglich vorgelegt werden.
Begründung:
Die Herausforderungen auf dem Wittener Wohnungsmarkt gehen deutlich über Fragen einzelner
Leerstände hinaus. Steigende Wohnkosten, soziale Ungleichheit beim Zugang zu Wohnraum, die
klimagerechte Transformation des Gebäudebestands sowie Veränderungen in den Quartieren
erfordern eine umfassende, strategisch ausgerichtete kommunale Wohnungspolitik.
Aktuell fehlen belastbare Daten ebenso wie ein systematisches Monitoring zentraler Entwicklungen.
Eine Fortschreibung des Handlungskonzepts Wohnen 2030 muss daher nicht nur die
Datengrundlagen aktualisieren, sondern ein integriertes Leitkonzept für soziale, ökologische und
wirtschaftlich tragfähige Wohnraumentwicklung in Witten schaffen. Dabei sollen Wege zu einem
klimaneutralen Wohnungsbestand bis perspektivisch 2040 mitgedacht werden, sowie die Entwicklung
sozialverträglicher Strategien zur energetischen Sanierung, Klimaanpassung der Quartiere und zum
Schutz von Freiräumen, ohne Bewohnerinnen und Bewohner finanziell zu überfordern. Nur auf dieser
Basis lassen sich zukünftige Instrumente – etwa wohnraumschutzrechtliche Maßnahmen,
Förderstrategien oder kommunale Investitionen – fundiert entwickeln und rechtssicher umsetzen.
Mit freundlichen Grüßen
SPD Bündnis 90/Grünen Die Linke
gez. gez. gez.
Dr. Uwe Rath Liane Baumann Ben Luckner
Fraktionsvorsitzender Fraktionsvorsitzende Fraktionsvorsitzender
gez. gez. gez.
Patricia Podolski Christian Walker Jonas Birkenstock
stv. Fraktionsvorsitzende Ratsmitglied Sachkundiger Bürger
Text aus PDF extrahiert