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Antrag der FDP-Fraktion (eingegangen am 07.07.2025); Förderung der interkommunalen Zusammenarbeit im Bereich der Katastrophenabwehr durch die Schaffung eines gemeinsamen Pools an mobilen Straßensperren zur Sicherung von Veranstaltungen
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Verbandsgemeinde Rhein-Mosel |
| Datum | 2025-10-27 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Freie Demokraten – FDP Rhein-Mosel · Im Vogelsang 9 · 56323 Waldesch
Verbandsgemeindeverwaltung
Rhein-Mosel
Frau Bürgermeisterin
Kathrin Laymann
Bahnhofstraße 44
56330 Kobern-Gondorf
Antrag zur Förderung der interkommunalen Zusammenarbeit im Bereich der
Katastrophenabwehr durch die Schaffung eines gemeinsamen Pools an
mobilen Straßensperren zur Sicherung von Veranstaltungen
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Laymann,
die FDP-Fraktion im Verbandsgemeinderat Rhein-Mosel beantragt die
Einrichtung eines gemeinsamen Pools an Gerätschaften (Straßensperren,
mobile Fahrzeugsicherheitsbarrieren, etc.), die zur Sicherung von Festen und
Veranstaltungen der Gemeinden aufgrund ordnungsbehördlicher Angaben
bzw. gesetzlicher Vorgaben aufzustellen bzw. vorzuhalten sind.
Mobile Fahrzeugsicherheitsbarrieren sind ein wichtiger Teil des Sicherheits-
und Zufahrtsschutzkonzepts von Veranstaltungen. Sie verhindern das
Eindringen von Fahrzeugen in den geschützten Raum und verhindern damit
mögliche Überfahrttaten.
Dieser Pool soll den Gemeinden oder den dort ausrichtenden Vereinen
ermöglichen, bei Bedarf auf eine gemeinsame Ressource zurückzugreifen, um
Veranstaltungen wie Karnevalsumzüge, Weinfeste, Junggesellenfeste, Rhein-
in-Flammen und weitere Events gemäß den Vorgaben aus § 26 POG RLP
effizient abzusichern.
Begründung:
Der Förderung des Tourismus, der Bewahrung von Tradition und Brauchtum
haben sich alle Gemeinden der Verbandsgemeinde und auch die
Verbandsgemeinde selbst verpflichtet. Das Ehrenamt vor Ort ist dazu ein
wichtiger Baustein und das höchste Gut. Die ehrenamtlichen Initiativen vor
Ort können nur individuell geleistet werden. Rheinland-Pfalz ist
Ehrenamtsland. Ehrenamt ist wertvoll, unverzichtbar und erspart der
Kommunalen Familie nicht nur enorme Kosten, sondern generiert Einnahmen
und stärkt die Wirtschaft u.a. durch Planung und Durchführung von Festen.
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Genau in diesem Bereich stößt aber das Ehrenamt an seine Grenzen. Die
enormen kostspieligen ordnungsbehördlichen Auflagen für die
Gewährleistung der maximalen Sicherheit ist kaum noch finanzierbar. Viele
Feste/Veranstaltungen in den Gemeinden stehen vor dem finanziellen
Kollaps. Vereine bzw. dessen Vorsitzenden tragen immer mehr
Verantwortung; ein steigender finanzieller Aufwand und damit das finanzielle
Risiko belastet die Bereitschaft. Die ersten Gedanken an das „Aufgeben“
machen sich breit. Dies ist nicht unser Anspruch.
Denn nicht zuletzt machen die ehrenamtlichen Initiativen bei der Planung und
Durchführung jedweder Veranstaltung in den Orten nicht nur unser Leben
lebenswerter, sondern sind ein wesentlicher wirtschaftlicher Treiber für den
touristischen Bereich. Dies muss unbedingt erhalten bleiben.
Zurzeit betrifft der ordnungsbehördliche Anspruch zur Einrichtung von
Zufahrtssperren bei Veranstaltungen in der Regel nur Großveranstaltungen ab
5.000 Besucher, jedoch ist dies grundsätzlich abhängig von der zuvor
erstellten Gefährdungsbeurteilung. Auch bei „kleineren Veranstaltungen“
kann die Gefährdungslage hoch sein. Dementsprechend kann hier jede
Gemeinde bzw. jeder Verein betroffen sein. Die Einzelanschaffung durch eine
Gemeinde erzeugt immense Kosten. Die Ortsgemeinde Winningen hat zuletzt
die Anschaffung solcher Zufahrtssperren mit einem Kostenvolumen von
50.000 EUR beschlossen. Es handelt sich zwar um eine langfristige Investition,
dennoch kommen die Sperren nur selten zum Einsatz und verbringen den
größten Zeitanteil in der Einlagerung. Dieses Beispiel, was auch auf alle
anderen Gemeinden übertragbar wäre, zeigt, dass es nicht sinnvoll ist, dass
jede Organisation selbst solche Anschaffungen tätigt.
Genau hier würde sich die Ausweitung einer interkommunalen
Zusammenarbeit regelrecht anbieten. Die Verbandsgemeinde Rhein Mosel
bildet einen Pool der Gerätschaften, die in den Orten zur Absicherung
benötigt werden. Die Gemeinden können dann jeweils auf diesen Pool
zurückgreifen, um die angeordneten Sicherungsmaßnahmen zu
gewährleisten.
Für die Umsetzung kommen zwei Möglichkeiten in Betracht
1. Eigenanschaffung und Leihe
In diesem Falle wäre zu prüfen, wo eine Lagerung erfolgt, wie die
Refinanzierung erfolgt (Mietzins durch die Gemeinden/Vereine), wie
ein Transport erfolgt und wie die Koordinierung organisiert wird. Ggf.
könnten bereits vorhandene Gerätschaften mit in den Pool integriert
werden.
2. Abschluss eines Rahmenvertrages und Abruf von Gerätschaften bei
Bedarf.
Die Schaffung eines gemeinsamen Pools an Gerätschaften hätte den positiven
Effekt der Kosteneffizienz. Durch die gemeinsame Nutzung der
Straßensperren können die Gemeinden Kosten sparen, da sie nicht jede
einzelne Sperranlage selbst anschaffen und lagern müssen, bzw. eigenständig
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mieten müssen. Für den Fall, dass parallel mehrere Veranstaltungen
stattfinden (was zumindest bei Großveranstaltungen eher die Ausnahme sein
sollte), wäre vorab zu prüfen, ob es Überschneidungen gibt
(Veranstaltungskalender) und wie dieser Mehrung begegnet werden kann
(z.B. Einsatz von großen Fahrzeugen wie Feuerwehrfahrzeuge, LKWs von
örtlichen Unternehmern etc.). Diese Problematik würde nach dem 2. Modell
entfallen.
Beschlussvorschlag:
Der Verbandsgemeinderat beschließt grundsätzlich die Einrichtung eines
gemeinsamen Pools an Gerätschaften zur Sicherung von Veranstaltungen im
Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit. Die Verwaltung wird
beauftragt, die Umsetzbarkeit zu prüfen. Hier soll insbesondere die
Möglichkeit einer Eigenanschaffung oder einer Rahmenvereinbarung mit
Abrufmöglichkeit geprüft werden. Im Zuge dessen sollte eine Bedarfsabfrage
bei den Gemeinden durchgeführt werden.
Wir bitten um Behandlung in der nächsten Sitzung des
Verbandsgemeinderates Rhein-Mosel.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Häuser
Fraktionsvorsitzender
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