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Antrag der Fraktion Die Linke zur Planung und Einrichtung einer fahrradfreundlichen Anbindung des im Bau befindlichen Bikeparks in die Innenstadt und Ergänzungsantrag der Fraktion DIE PARTEI / UWG HBB Stadt Herford.
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Stadt Herford |
| Datum | 2026-07-14 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Fraktion Die Linke beantragte am 04.03.2026 eine fahrradfreundliche Anbindung des im Bau befindlichen Bikeparks zur Innenstadt; die Fraktion Die PARTEI/UWG ergänzte dies am 17.03.2026 um die Prüfung eines neuen Radwegs entlang der Werre. Der Verkehrsausschuss soll am 14.07.2026 beschließen, die Route Mindener Straße – Eimterstraße – In der Masch als Hauptverbindung für Radverkehr auszuweisen. Die Verwaltung lehnt die Werre-Variante aufgrund von Überschwemmungsgebiet-Problemen und notwendigem Grundstückserwerb ab; Variante 1 über die Hansastraße sieht sie als weniger sicher.
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Dokument
Extrahierter Text
HANSESTADT HERFORD Vorlage
Die Bürgermeisterin
öffentlich
Tiefbauabteilung
Nummer: VK/15/2026
Herford, 02.06.2026
Vorblatt für Verwaltungsvorlage
Beratungsfolge Termin Behandlung
Verkehrsausschuss 14.07.2026 Beratung und Beschluss
Beschlussvorschlag:
Die Verbindung Mindener Straße - Eimterstraße - In der Masch wird als
Hauptverbindung für den Radverkehr aus der Herforder Innenstadt zum
Bikepark ausgewiesen.
Thema/Beratungsgegenstand
Antrag der Fraktion Die Linke zur Planung und Einrichtung einer
fahrradfreundlichen Anbindung des im Bau befindlichen Bikeparks in die
Innenstadt und Ergänzungsantrag der Fraktion DIE PARTEI / UWG HBB
Stadt Herford.
Rechtsgrundlage:
Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA 2010)
Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 2006)
Fachliche Zielsetzung:
Stärkung des Alltags- und Freizeitradverkehrs, Erhöhung des Modal Splits des
Radverkehrs.
Darstellung der Historie:
Antrag der Fraktion Die Linke vom 04.03.2026 zur „Planung und Einrichtung einer
fahrradfreundlichen Anbindung des im Bau befindlichen Bikeparks in die
Innenstadt“.
Ergänzungsantrag der Fraktion DIE PARTEI / UWG HBB Stadt Herford zur Prüfung
einer Anbindung des Bike Parks mittels eines neu zu errichtenden Radwegs entlang
der Werre zur Hansastraße.
Perspektive:
Der Bikepark soll möglichst sicher und komfortabel aus der Innenstadt mit dem
Fahrrad erreicht werden können. Der Bikepark richtet sich insbesondere auch an
Jugendliche, welche selbständig und sicher mit dem Fahrrad zum Bikepark
gelangen sollen, ohne von den Eltern und deren Hol- und Bring-Dienst mit dem
Auto abhängig zu sein.
Vorlage VK/15/2026 Seite 2
Auswirkung auf den Klimaschutz / Ziele des Klimaschutzkonzeptes:
Einsparung von CO2-Emissionen durch Verkehrsverlagerung auf das Fahrrad.
Vorlage VK/15/2026 Seite 3
Finanzielle Auswirkungen
Nein Ja
Produkt/ Sachkonto /Wirtschaftsplan
Bezeichnung/ Nr.
Ergebnisplan/ Erfolgsplan lfd. Jahr Folgejahr/e
Erträge EUR
Personalkosten (zusätzlich)
Sachkosten
Abschreibung
Zinsaufwand
Summe Aufwand EUR 0,00 € 0,00 €
Saldo 0,00 € 0,00 €
Produkt/ Sachkonto /Wirtschaftsplan
Finanzplan/ Investitionsplan lfd. Jahr Folgejahr/e
Bezeichnung/ Nr.
Einzahlungen Fördermittel
Einzahlungen Beiträge etc.
investive Auszahlungen
Saldo 0,00 € 0,00 €
Im Plan vorgesehen
ÜPL/APL bereitzustellen
einzuplanen Folgejahr/e
Anmerkungen
Erläuterungen zum Finanzkasten:
1. Es handelt sich um eine vereinfachte Darstellung.
Bei Bedarf können Zeilen hinzugefügt werden.
2. Für die Folgejahre ist nur der Wert des ersten Jahres anzugeben.
Gravierende Änderungen der Folgejahre können bei Anmerkungen benannt werden.
3. Personalkosten sollten nur angegeben werden, wenn die Aufgabe nicht mit
vorhandenem Personal erledigt werden kann. Werte nach KGST.
4. Berechnung der Abschreibung nach dem Bewertungsleitfaden der Stadt Herford.
ggfls. Rücksprache mit der Anbu
5. Für die Ermittlung des Zinsaufwandes sollte vereinfacht mit 2% Verzinsung gerechnet werden.
F ormel: Anschaffungswert-Drittmittel/2 * 2% Verzinsung
Vorlage VK/15/2026 Seite 4
Sachverhalt:
Im Antrag der Fraktion Die Linke vom 04.03.2026 wurde die „Planung und Einrichtung
einer fahrradfreundlichen Anbindung des im Bau befindlichen Bikeparks in die
Innenstadt“ beantragt. Vorgeschlagen wurden dabei zwei Routen, zu welchen die
Verwaltung jeweils Stellung nimmt:
Variante 1: Radwegführung über die Hansastraße – Werrestraße (orangene Linie)
In dieser Variante soll der Radverkehr von den vorhandenen Hochbordradwegen an der
Hansastraße über die Werrestraße zum Bikepark geleitet werden. Die Werrestraße weist
ein hohes Verkehrsaufkommen auf und verfügt aktuell über keine
Radverkehrsinfrastruktur. Es handelt sich um eine Landesstraße, wodurch die Stadt hier
nur sehr beschränkt Maßnahmen zur Verbesserung der Radverkehrsanbindung treffen
kann. Insbesondere kann die Qualität der Fahrbahn nicht garantiert werden und die
Umsetzung möglicher Fahrradpiktogramme, Rotmarkierungen, etc. gestaltet sich durch
die notwendige Abstimmung mit Straßen.NRW schwieriger und zeitaufwändiger. Ein
weiterer Punkt, der aus Sicht der Verwaltung gegen diese Führung spricht, ist die
notwendige Querung der Umgehungsstraße L860 mit der damit verbundenen Wartezeit
und die nach der Kreuzung fehlende Möglichkeit, die stark befahrene Werrestraße im
fließenden Verkehr sicher nach links zum Bikepark und dem dortigen bereits gebauten
neuen Geh- und Radweg zu queren. Hier wäre nur ein indirektes Linksabbiegen über
die Einmündung In der Masch denkbar.
Variante 2: Radwegeführung über die Mindener Straße - Eimterstraße - In der Masch
(blaue Linie)
Von der Innenstadt kommend befährt der Radverkehr in dieser Variante zunächst den
unteren Abschnitt der Mindener Straße (Landesstraßen-Abschnitt L778), wo im
Seitenbereich getrennte Geh-& Radwege vorhanden sind. Über die Lichtsignalanlage an
der Kreuzung Mindener Straße / Bismarckstraße / Hansastraße geht es anschließend
weiter in die Eimterstraße. Die Eimterstraße weist ein geringeres Verkehrsaufkommen
als die Werrestraße auf, verfügt jedoch in dem hier relevanten Abschnitt ebenfalls über
keine Radverkehrsanlage im Bestand. Anders als bei der Führung über die Werrestraße
muss der Radverkehr an der Eimterstraße keine niveaugleiche Kreuzung mit der
Umgehungsstraße L860 passieren, sondern kann unter dieser hindurchfahren, was mit
weniger Zeitverlust und einer höheren Verkehrssicherheit einhergeht. Direkt nach der
Bahnunterführung existiert ein Verbindungsweg zur Straße In der Masch. Dieser ca.
2,50 m breite Verbindungsweg ist heute geschottert und die Durchfahrt für den Kfz-
Verkehr wird derzeit mit zwei Pollern verhindert. Die daran anschließende Straße In der
Masch ist eine Sackgasse ohne Durchgangsverkehr und Teil einer Tempo 30-Zone. Die
Straße In der Masch mündet schließlich in die Werrestraße, direkt gegenüber der
Zufahrt zum neuen Parkplatz des Bikeparks. An dieser Stelle kann die Werrestraße mit
guten Sichtverhältnissen gequert und auf der anderen Straßenseite auf dem neuen Geh-
und Radweg entlang des Geländes weitergefahren werden.
Variante 3: Anbindung über einen neu zu errichtenden Radweg entlang der Werre
(gelbe Linie)
Vorlage VK/15/2026 Seite 5
Im Ergänzungsantrag der Ratsfraktion Die PARTEI/UWG HBB Stadt Herford vom
17.03.2026 wurde die Verwaltung damit beauftragt, die Errichtung eines Fahrradweges
von der Hansastraße (ab Brücke Hansastraße / Liegewiese „Werrestrand“) direkt an der
Werre entlang bis zur Straße In der Masch und von dort bis in den Bikepark zu prüfen.
Ein solcher Radweg direkt entlang der Werre ist leider nur äußerst schwer realisierbar,
da es sich in dem für eine Verbindung zum Bike Park relevanten Abschnitt um ein
Überschwemmungsgebiet handelt. Hier bestehen sehr hohe Hürden bzgl. einer
Bewilligung zum Bau eines Radweges. Selbst im unwahrscheinlichen Falle einer
positiven Prüfung durch die zuständigen Wasserschutzbehörden wäre sorgfältig
abzuwägen, ob die aufgrund der Lage im Überschwemmungsgebiet deutlich erhöhten
Unterhaltungskosten vertretbar sind und ob regelmäßig hochwasserbedingte
Sperrungen des Radwegs zu rechtfertigen sind. Auch sonst sind die Voraussetzungen
sehr kompliziert: Da sich nicht alle Uferflächen entlang der Werre im Besitz der Stadt
Herford befinden, müsste für eine solche Radwegeverbindung erst einmal Grunderwerb
von mindestens sechs verschiedenen Privateigentümern getätigt werden,
vorausgesetzt, dass diese überhaupt dazu bereit sind, auf ihren privaten Zugang zum
Fluss zu verzichten.
Aufgrund der oben beschriebenen Gegebenheiten spricht sich die Stadtverwaltung für
die Variante 2, also die Führung über die Straße In der Masch - Eimterstraße - Mindener
Straße aus. Dies stellt sowohl die verkehrssicherste als auch eine in der Wegeführung
direkte Verbindung aus der Innenstadt zum Bikepark dar. Neben einer wegweisenden
Beschilderung zum Bikepark wäre auch die Befestigung des heute geschotterten
Verbindungsweges zwischen der Eimterstraße und der Straße In der Masch als
Maßnahme zur Verbesserung der Anbindung für den Radverkehr denkbar, ggf. könnte
zudem auch die Umsetzung von Fahrrad-Piktogrammketten entlang der Eimterstraße
im Abschnitt von der Mindener Straße bis zur Unterführung der L860 geprüft werden.
i.V. Dr. Peter Böhm
(Beigeordneter)
Anlage(n)
Antrag Die Linke Bike Park 04.03.2026
Antrag Die PARTEI UWG HBB 17.03.2026
Plan_Varianten
Text aus PDF extrahiert