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Klimaschutz: Öffentlichkeitsarbeit – Gebäudesteckbriefe und Bündelungsaktion

Angenommen9 Ja · 8 Nein · 4 Enthaltung
TypAntrag
GemeindeMarkdorf
Datum2026-07-21
DatenstufeNur Ergebnisse
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die Stadt Markdorf beantragt 34.000 Euro zur Umsetzung eines dreijährigen Klimaschutzprogramms bestehend aus kostenlosen Gebäudesteckbriefen, Bündelungsaktionen zu Photovoltaik und Wärmepumpen sowie begleitender Öffentlichkeitsarbeit. Das Programm soll Gebäudeeigentümer konkret bei Sanierungen und Heizungswechseln unterstützen und von bloßer Information zu tatsächlichen Maßnahmen führen. Der Gemeinderat nahm den Beschlussvorschlag an und beauftragte die Verwaltung mit der Haushaltsmittelbereitstellung für 2027.

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Dokument

Extrahierter Text

Datum: 07.05.2026 Vorlagen Nummer: 2026/897 Sachbearbeiter: Glöggler, Eva Stadtbauamt Telefon: Aktenzeichen: 690.10 Beteiligte Ämter: Finanzverwaltung Beratungsunterlage öffentlich Gemeinderat 21.07.2026 Beratung und Beschlussfassung Beratungsunterlage Klimaschutz: Öffentlichkeitsarbeit – Gebäudesteckbriefe und Bündelungsaktion 1. Ausgangslage Die Stadt Markdorf hat es sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 die Klimaneutralität der Gesamtstadt zu erreichen. Die Stadtverwaltung selbst trägt lediglich einen Anteil von ca. 2 Prozent zu den Emissionen bei, d.h. die Erreichung dieses Zieles hängt in erheblichem Maße vom Verhalten, der Akzeptanz und der aktiven Mitwirkung der Bürgerschaft, der Wirtschaft sowie weiterer gesellschaftlicher Akteure ab. Informationen zum Klimaschutz sind heute in großer Menge und hoher Qualität verfügbar. Bundes- und Landesbehörden, das Umweltbundesamt, die Verbraucherzentralen, Energieagenturen, wissenschaftliche Einrichtungen sowie zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen stellen umfangreiche Materialien zu den relevanten Handlungsfeldern bereit. Trotz vielfältiger Informationsangebote, kommt es oftmals nicht zur Umsetzung entsprechender Maßnahmen. Selbst wenn bereits konkretere Überlegungen, z.B. zur Gebäudesanierung, vorliegen, werden Planungen oftmals bereits in der Orientierungsphase abgebrochen und nicht weiterverfolgt. Für die kommunale Öffentlichkeitsarbeit bedeutet das: das bloße Weitergeben oder Wiederholen vorhandener Informationen ist vermutlich nicht ausreichend, um die Erreichung der kommunalen Klimaschutzziele wirkungsvoll voranzubringen. Vielmehr muss Kommunikation gezielt darauf ausgelegt sein, Menschen nicht nur zu informieren, sondern ins Handeln zu bringen. Seite 1 von 5 Hierfür sollten niedrigschwellige Angebote gemacht werden, die einen Entscheidungs- und Umsetzungsprozess anstoßen und begleiten und deren Wirkung nicht an der Reichweite, sondern an tatsächlich angestoßenen Handlungen gemessen wird. Um derartige Angebote bei gleichbleibender Personalkapazität zu schaffen, müssen externe Dienstleistungen in Anspruch genommen werden. 2. Schwerpunktsetzung AngesichtsderaktuellengeopolitischenEntwicklungen,internationalerKrisensowieunsicherer Energie- und Lieferketten steigt die Bedeutung regionaler und dezentraler Energieversorgung. Dabei sind eine höhere Versorgungssicherheit, stabilere Energiekosten und der Klimaschutz eng miteinander verknüpft Im Bereich der Gebäudesanierung und Heizungsumstellung liegt großes Potential für die Reduktion von THG-Emissionen und gleichzeitig muss von längerfristigen Umstellungsphasen ausgegangen werden. In Markdorf liegt der Gesamtenergiebedarf im Bereich Wärme bei 132 GWh/a. Circa 66 Prozent und damit der deutlich höchste Anteil entfällt dabei auf die Wohnnutzung. In 43 der 48 in der kommunalen Wärmeplanung ausgewiesenen Gebiete ist eine dezentrale Versorgung vorgesehen, d.h. in diesen Gebieten soll eine individuelle Umstellung auf erneuerbare Energien erfolgen. Ein Großteil der hohen Emissionen im Bereich der Wärmenutzung kann somit nur durch aktives Handeln bei Gebäudesanierungen reduziert werden. Die Verwaltung schlägt vor, die Öffentlichkeitsarbeit in den Bereichen Gebäudesanierung, PV auf privaten Dächern und Heizungstausch zu intensivieren. Fragestellung ist hierbei, wie möglichst schnell, effizient und ohne großen Aufwand viele Haushalte erreicht und beim Handeln unterstützt werden können. 3. Mögliches Vorgehen Es soll hierzu ein ineinandergreifendes Verfahren mit drei sich wechselseitig verstärkenden Bestandteilen gewählt werden:  Zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit (Veranstaltungen, Presse, Amtsblatt, Homepage, Social Media, Multiplikatoren etc.) erzeugt Aufmerksamkeit und führt in und durch den Prozess Seite 2 von 5  KostenloseundindividuelleGebäudesteckbriefeübersetzendasallgemeineAnliegen in eine konkrete, individuelle Handlungsempfehlung und dienen als Daten- und Planungsgrundlage für die Gebäudeeigentümer:innen  Die Bündelungsaktion zu den Themen PV und Wärmepumpen senkt die Umsetzungshürden und führt von Informationen und Empfehlungen zu tatsächlich realisierten Maßnahmen Damit entsteht eine durchgängige Aktivierungskette von der ersten Information über die individuelle Einschätzung des Einzelgebäudes bis zur gemeinschaftlichen Umsetzung. 4. Nähere Erläuterungen bzgl. Gebäudesteckbriefen, Bündelungsaktionen und Öffentlichkeitsarbeit Gebäudesteckbriefe als individuelle Einstiegshilfe und Brücke zu weiteren Angeboten: Ein energetischer Gebäudesteckbrief als kompaktes, digital erzeugtes Kurzporträt eines einzelnen Gebäudes kann von Gebäudeeigentümer als persönlicher Einstiegspunkt („Was betrifft mich konkret?“) genutzt werden. Er enthält in verständlicher Form die wichtigsten Kennwerte und Handlungsoptionen:  Einschätzung der aktuellen Energieeffizienz und des Wärmebedarfs  mögliche Sanierungsszenarien mit zugehörigen Kosten und Einsparungen  Potenzialanalyse für Photovoltaik (Dacheignung, Leistung, Ertrag)  Hinweise auf passende Beratungsangebote, Förderprogramme und nächste Schritte Hierbei sollen Informationen gebündelt, verständlich aufbereitet und transparent und kostenlos zugänglich gemacht werden. Aufrufraten der Gebäudesteckbriefe von 10-12 % sind erfahrungsgemäß üblich. Bündelungsaktionen als Umsetzungsbeschleuniger: Eine Bündelungsaktion führt mehrere Bauherrschaften zusammen, die gleichartige Maßnahmen umsetzen möchten – etwa Photovoltaik, Batteriespeicher, Wallboxen oder Umstellung auf Wärmepumpen. Die Kommune oder ein beauftragter Partner übernimmt dabei die Organisation:  gemeinsame Informations- und ggf. Beratungstermine  gemeinsame Richtpreisausschreibung an regionale Handwerksbetriebe (Wertschöpfung in der Region, kurze Wege, persönliche Beratung, langfristig erreichbare Ansprechpartner für Wartung und Service)  koordinierte Angebotsauswertung anhand vorab definierter qualitativer und wirtschaftlicher Kriterien Seite 3 von 5  Abstimmung über die Auswahl der Anbieter gemeinsam durch die teilnehmenden Betroffenen, Beauftragung einzeln durch die Bauherrschaft. Fürdie Teilnehmenden sinken Aufwand, Kosten und Unsicherheit; fürdasregionale Handwerk entstehen planbare Auftragspakete. Bündelungsaktionen stellen eine Möglichkeit dar, um vom Informieren zum Umsetzen zu gelangen. Die Teilnehmerzahlen an bereits angebotenen Bündelungsaktionen in anderen Kommunen schwanken: vermutlich stark abhängig von der begleitenden Öffentlichkeitsarbeit, der aktuellen politischen Lage und den aktuellen Veränderungen am Energiemarkt. Bei erfolgreicher Umsetzung kann es zu einem gesteigerten Interesse für weitere Aktionen kommen. Öffentlichkeitsarbeit als verstärkendes Element: Ohne gezielte Kommunikation bleiben beide Instrumente unter ihrem Potenzial. Öffentlichkeitsarbeit hat hier mehrere Aufgaben: Aufmerksamkeit schaffen, Informieren, Vertrauen aufbauen, konkrete Handlungsanlässe setzen und Erfolge zurückspiegeln. 6. Kosten Durch den Erstaufwand für die Ermöglichung der Abrufung von Gebäudesteckbriefen wird dieses Angebot normalerweise mehrjährig angeboten. Bündelungsaktionen finden in einem definierten Zeitrahmen statt. Wenn die Teilnehmerzahlen entsprechend hoch sind, sind weitere Bündelungsaktionen denkbar. Es wird mit Kosten in Höhe von 16.000 € (Brutto) für die Einrichtung der Gebäudesteckbriefe und eine dreijährige Bereitstellung gerechnet. Je gemeinsamer Bündelungsaktion von PV und Wärmepumpe wird mit Kosten in Höhe von ca. 18.000 € (brutto) gerechnet. Gesamtkosten betragensomitca.34.000€(brutto)fürdiedreijährigeBereitstellungderGebäudesteckbriefe, eine einmalige Bündelungsaktion und die begleitende Öffentlichkeitsarbeit. Mögliche Fördermittel werden überprüft und gegebenenfalls beantragt. Auswirkungen auf den Klimaschutz (z.B. CO -Ausstoß/Energieverbrauch): 2 Erhebliche Reduktion Geringfügige Reduktion Keine Geringfügige Erhöhung Erhebliche Erhöhung ( ) ( ) ( x ) ( ) ( ) Öffentlichkeitsarbeit, Gebäudesteckbriefe und Bündelungsaktion haben lediglich geringfügige Auswirklungen auf den Klimaschutz. Ziel ist es Folgehandlungen, wie die Erhöhung der Seite 4 von 5 Sanierungsrate und die Umrüstung auf die Versorgung mit erneuerbaren Energien, anzustoßen, die einen erheblichen Beitrag zur Reduktion von THG-Emissionen leisten. Beschlussvorschlag Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung mit der Einstellung von 34.000 € (brutto) für den Haushalt 2027. Die Leistungen sollen so ausgeschrieben und beauftragt werden, dass Steckbriefe und eine Bündelungsaktion in 2027 angeboten und durch die entsprechende Öffentlichkeitsarbeit begleitet werden können. Fördermittel sollen geprüft und ggf. beantragt werden. Informationen zu vergleichbaren Maßnahmen: Artikel und Video zur Maßnahme in Schorndorf: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/pv-waermepumpe- buendelung-schorndorf-urbach-100.html Information auf der Homepage von Aulendorf: https://aulendorf.energie-steckbriefe.de/ Information auf der Homepage von Überlingen: https://www.ueberlingen.de/energetische-gebaeudesteckbriefe Hinweis: Dieser Text enthält Passagen, die mit KI-Unterstützung verfasst wurden. Seite 5 von 5

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