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7. Abschlussbericht Kommunale Wärmeplanung

Angenommen
TypAntrag
GemeindeIggingen
Datum2026-07-27
DatenstufeNur Ergebnisse
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Der Konvoi „Frickenhofer Höhe" (sieben Gemeinden) hat die Firma GEODATA mit der Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung beauftragt, um ein klimaneutrales Wärmeversorgungs-Zielszenario für 2040 zu entwickeln. Die Analyse zeigt, dass die Wärmeversorgung derzeit zu 75% auf fossilen Brennstoffen basiert; das Zielszenario sieht bis 2040 eine Reduktion der THG-Emissionen um 97% vor, erreicht durch Wärmepumpen (80%), erneuerbare Wärmenetze (4%) und Biomasse (16%). Der Gemeinderat beschloss die Wärmeplanung und beauftragte die Verwaltung, diese beim Regierungspräsidium einzureichen.

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Beschlussvorlage Vorlage: 2026/031 Bearbeiter: JuliaSchneider Datum Gremium Zuständigkeit Öffentlichkeitsstatus Gemeinderat Entscheidung öffentlich 7.AbschlussberichtKommunaleWärmeplanung Sachverhalt Die Transformation der Wärmeversorgung hin zu Klimaneutralität und die kommunale Wärmeplanung als strategischer Steuerungsprozess sind von zentraler Bedeutung für das Gelingen des Klimaschutzes. Dafür brauchtesdasEngagementaller:derMitarbeiterinnenundMitarbeiterindenKommunen,derUnternehmen undnatürlichauchderBürgerinnenundBürger. DamitamEndeeinklimaneutralesundzugleichwirtschaftlichesWärmeversorgungssystementsteht,isteine strategische Herangehensweise erforderlich. Die Kommunen sind hierbei die richtigen Akteure, um diesen ProzessvorOrtzukoordinierenundsinnvollzugestalten.DiesgiltinsbesonderefürdieNutzungerneuerbarer Energiequellen und von Abwärme, die häufig nur durch den gezielten Aus- und Neubau von Wärmenetzen erschlossenwerdenkönnen. Die Erstellung der kommunalen Wärmepläne wurde über das Landesprogramm „Freiwillige kommunale Wärmeplanung“ gefördert, das vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) im Auftrag des Umweltministeriums Baden-Württemberg umgesetzt wurde. Gefördert wurde die Beauftragung externer Dienstleister zur ErstellungeinesWärmeplansnach§27KlimaGBW;derFördersatzbetrugbiszu80%derzuwendungsfähigen Ausgaben, mit förderfähigen Höchstbeträgen nach Einwohnerzahl. Für kleine Gemeinden unter 5.000 EinwohnernwareineFörderungausschließlichimKonvoiverfahrenmöglich.EinKonvoiumfasstdabeimind. drei Kommunen; eine Kommune übernimmt die federführende Antragstellung (Konvoiführung); die Projektlaufzeit beträgt im Konvoi maximal 24 Monate. Zu diesem Zweck haben sich die die Gemeinden Eschach, Göggingen, Heuchlingen, Iggingen, Leinzell, Obergröningen und Schechingen zum Konvoi „Frickenhofer Höhe“ zusammengeschlossen, um die KWP gemeinsam durchzuführen. Zur Erstellung wurde dieFirmaGEODATAausWesthausenbeauftragt;dieKonvoiführungliegtbeiderGemeindeGöggingen. Die Wärmeplanung ist mehr als die einmalige Erstellung eines Plans: Sie begleitet den Transformationsprozess über die nächsten zwei bis drei Jahrzehnte. Sie muss fortlaufend in städtebauliche Planungen integriert, regelmäßig an veränderte Rahmenbedingungen angepasst und mit unverzüglichem Handelnumgesetztwerden.DenngeradeinderWärmeversorgungbestimmenlangeInvestitionszyklenden Handlungsspielraum. Fehlentscheidungen von heute können sich sonst zu langfristigen Hemmnissen entwickeln. Gleichzeitig ist darauf hinzuweisen, dass die kommunale Wärmeplanung ein informelles Planungsinstrument der Gemeinde darstellt. Aus den hier vorliegenden Ergebnissen können daher weder Rechtsansprücheabgeleitetwerden(z.B.derAufbaueinesWärmenetzes)nochwerdenImmobilienbesitzer dazu verpflichtet, bestimmte Wärmeversorgungstechnologien zu nutzen oder sich an ein etwaiges Wärmenetz anzuschließen. Die KWP bietet für den Einzelnen eine Möglichkeit zur Information, wo welche Wärmeerzeugungstechnologienmöglichstwirtschaftlichgenutztwerdenkönnen.DetaillierteInformationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen der KWP könne Kapitel 3 des vorliegenden Berichts entnommen werden. ZusammenfassungderErgebnisse: Auftrag&Gebiet:DerKonvoiFrickenhoferHöhe(bestehendausEschach,Göggingen,Heuchlingen,Iggingen, Leinzell,ObergröningenundSchechingen)hatGEODATAmitderErstellungderkommunalenWärmeplanung beauftragt. Ziel ist ein klimaneutrales Zielszenario 2040 mit Zwischenstand 2030, abgeleitet aus Bestand, Potenzialen,flächenscharferVersorgungsstrukturundeinemMaßnahmenfahrplan. Ausgangslage: Die Wärmeversorgung im Konvoi stützt sich überwiegend auf fossile Brennstoffe, wobei Erdgas 20 % und Heizöl 55 % des Wärmeendenergieverbrauchs deckt. Biomasse deckt aktuell 15 %, Wärmepumpen 6 %, Strom (Nachtspeicher- & Stromdirektheizungen) 4 % und Wärmenetze 0,4 %. Nach Sektoren dominieren Private Haushalte (76 %), gefolgt von der Industrie (14 %), Gewerbe, Handel und Dienstleistungen(3%)undöffentlichenLiegenschaften(7%).BestehendeWärmenetzespielenaktuellkeine nennenswerteRolle.DieAnteilestammenausderkonsolidiertenEnergie-/THG-Bilanz;Datengrundlagensind Kehrbuch-undNetzbetreiberdaten(vgl.Kapitel4.5.1),dieinderBestandsanalysezusammengeführtwurden. Potenziale:DiePotenzialanalysezeigt,dassderKonvoiaufmehrerenerneuerbarenSäulentragfähigstehen kann: Solarthermie auf Dächern und Freiflächen bietet ein technisches Potenzial von ~1.597 GWh/a, oberflächennaheGeothermie/Umweltwärmevon~71GWh/a,Biomassevon~5GWh/a,PV-Dachstromund Freiflächevon~75GWh/a.DieseQuellenbildendieBasisfürzweiPfade:einerseitsdieElektrifizierungüber Wärmepumpen in dezentral versorgten Gebieten und andererseits erneuerbar gespeiste Wärmenetze. Methodisch wurden die Potenziale flächenscharf auf Basis von Geometrie-/Nutzungsdaten abgeleitet (Dachneigungund-ausrichtung,Verschattungs-undAusschlusskriterien;zulässigeBohrtiefen&Restriktionen für Geothermie; Vorranggebiete (Regionalplan) und Volllaststunden für Wind) und mit standardisierten spezifischen Erträgen hochgerechnet; die Ergebnisse sind in Kap. 5.2 tabellarisch je Technologie dokumentiert. DiesePotenzialewerdenimZielszenarioprimärzurWärmepumpen-undEE-Wärmenetz-Erzeugunggenutzt. Die Zuordnung folgt einer Kosten-/Temperatur-Logik (Niedertemperatur-Eignung für WP; Netze in hochverdichtetenKernenmitEE-Erzeugung). Zielszenario2030/2040:ImZielszenariosinktderwärmebezogeneEndenergiebedarfvonheute119GWh/a zunächstauf108GWh/ain2030(-9%)undweiterauf97GWh/ain2040(-18%).Parallelreduzierensichdie THG-Emissionen deutlich auf 15.290 t CO₂Äqu./a in 2030 und 950 t CO₂Äqu./a in 2040. Die Versorgungsstruktur verschiebt sich dabei weg von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Wärmeversorgungstechnologien: 2030 stellen Erdgas und Heizöl zusammen 41 %, Wärmepumpen und Wärmenetze 40 % und Biomasse 16 % der Wärmebereitstellung. Im Jahr 2040 dominieren schließlich Wärmepumpenmit80%,ergänztdurcherneuerbarbetriebeneWärmenetzemit4%undBiomassemit16%. Berechnet wurden die Zielpfade mit der in Kapitel 6.1 beschriebenen Szenariomethodik (Sanierungspfade, Technologieumstieg, zeitabhängige Emissionsfaktoren & Kosten und daraus resultierende Ergebnisse der Deckungsbeitrags-&Vollkostenrechnung). RäumlicheAbleitung:DieKonvoikommunenwerdenaufBasisdererhobenenBestands-&Potenzialdatenin Wärmenetz-undEinzelversorgungsgebieteeingeteilt.DieNetzentwicklungpriorisiertdichteBestandskerne und kommunale Cluster; Einzelversorgung setzt auf Wärmepumpen und Biomasse. In der aktuellen Ausweisungliegen4.610GebäudeinEinzelversorgungsgebieten(93.540MWh/ain2040)und34Gebäudein Wärmenetzgebieten(3.758MWh/a).DieAbgrenzungerfolgteüberdieWärmedichte,LeitungslängejeMWh unddarausabgeleitetWärmevollkostenvergleichederzurVerfügungstehendenTechnologien. Wärmewendestrategie: Pro Kommune werden mindestens fünf prioritäre Maßnahmen mit Steckbriefen beschrieben (z. B. Netzverdichtung + EE-Erzeugung, WP-Rollout in EFH/MFH-Clustern, Sanierungspakete kommunalerLiegenschaften,Daten/Monitoring/DigitalerZwilling). Monitoring & Fortschreibung. Review alle 3–5 Jahre, Weiterschreibung ≤ 7 Jahre. Die Energiekennwerte (Ist/2030/2040)werdengemäßLVfürdieLandesdatenbankbereitgestellt. BeteiligungderÖffentlichkeit: EsfandengezielteAbstimmungendurchEinzelgesprächeundschriftlicheFragebögenstatt. Umeinebreite InformationundTeilhabezuermöglichen,wurdedieVorplanungmitSteckbriefenund MaßnahmenvorschlägenveröffentlichtunddieÖffentlichkeitgezieltumRückmeldungengebeten. WeiteresVorgehen DieWärmeplanungisteinegesamtgesellschaftlicheHerausforderung,dienuralsGemeinschaftsprojekt umgesetztwerdenkann.DaherwerdendieErgebnisseübersichtlichaufbereitetundinKartenform öffentlichzugänglichgemachtinkl.desvorliegendenBerichts. Klimarelevanz DerkommunaleWärmeplanisteinstrategischesInstrument,dasnichtdirekt,sondernindirekterheblichen EinflussaufdieReduzierungdesTHG-Ausstoßeshat.BeiErreichungdesZielszenarioskönnendie EmissionenimKonvoiauf950tCO₂Äqu./a2040reduziertwerden,waseineReduktionvon97%entspricht. Beschlussvorschlag 1. DiekommunaleWärmeplanungwirdbeschlossen. 2. DieVerwaltungwirddamitbeauftragt,dieWärmeplanungfristgerechtbeimzuständigen RegierungspräsidiumeinzureichenunddamitdieAnforderungendesKlimaschutz-und KlimawandelanpassungsgesetzesBaden-Württembergzuerfüllen. FinanzielleAuswirkungen Anlagen -keine-

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