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Sanierung von Heizungsanlagen im Schulzentrum und in der Dreifachturnhalle;

Angenommen
TypAntrag
GemeindeMedebach
Datum2026-05-28
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-öffentlich- Hansestadt Medebach Drucksache Nr.: 0116/2026 Medebach, 19. Mai 2026 Amt: Bauamt Vorlage Sachbearbeiter: Wolfgang Tielke Sanierung von Heizungsanlagen im Schulzentrum und in der Dreifachturnhalle; hier: Ergänzungsvorlage zur Drucksache Nr. 0094/2026 ___________________________________________________________________________ Gremium Datum Zuständigkeit Stadtvertretung 28.05.2026 Entscheidung Klimarelevanz: [ ] Es liegt eine Klimarelevanz vor. [X] Es liegt keine Klimarelevanz vor. Haushaltsrechtliche Auswirkungen: noch Produkt- Maßnahme Ansatz verbraucht Produkt-Text verfügbar Nr. Nr. Text In € in € in € Sanierungsarbeiten I01070107 98.000,00 Dreifachturnhalle Sanierungsarbeiten am Gebäude des I01070109 85.000,00 ehemaligen Gymnasiums Erläuterung der Sach- und Rechtslage: Siehe Seite 2 Beschlussvorschlag: Die Stadtvertretung nimmt die ergänzenden Ausführungen zur möglichen Integration von Wärmepumpentechnik in die Wärmeversorgung des Schulzentrums und der Dreifachturnhalle zur Kenntnis. Die Stadtvertretung bestätigt die mit Drucksache Nr. 0094/2026 vorgestellte Grundkonzeption zur Erneuerung und Optimierung der Wärmeversorgung auf Basis moderner Gaskesselanlagen mit vorbereiteter Anschlussmöglichkeit an zukünftige Wärmenetze bzw. regenerative Ergänzungssysteme. Die Verwaltung wird beauftragt, die weiteren Planungsschritte sowie das Vergabeverfahren 0116/2026 Seite 1 von 4 auf Grundlage der bisherigen Planung fortzuführen. Der Bürgermeister Erläuterung der Sach- und Rechtslage: 1. Ausgangslage Mit Drucksache Nr. 0094/2026 wurde die geplante Sanierung der Heizungsanlagen im Schulzentrum sowie in der Dreifachturnhalle der Hansestadt Medebach vorgestellt. Die bestehende Wärmeversorgung basiert derzeit auf mehreren technisch veralteten Einzelanlagen. Teilweise bestehen bereits erhebliche Risiken hinsichtlich der Betriebssicherheit. Im Zuge der bisherigen Maßnahmen fiel bereits ein Heizkessel der Dreifachturnhalle aus. Ziel der durch die BBH Engineering GmbH erarbeiteten Planung ist daher die Reduzierung der bisherigen acht Heizkesselanlagen auf künftig vier Anlagenstandorte unter Nutzung bereits hergestellter Wärmeleitungen zwischen den Gebäuden. Hierdurch sollen:  die Versorgungssicherheit erhöht,  Synergieeffekte genutzt,  Betriebs- und Unterhaltungskosten reduziert,  sowie die Grundlage für zukünftige Transformationsschritte geschaffen werden. Die ursprünglich vorgesehene Planung basiert auf modernen Gaskesselanlagen mit vorbereiteter Anschlussmöglichkeit an ein zukünftiges mögliches Wärmenetz. Im Rahmen der Beratungen im Bauausschuss wurde ergänzend um eine Betrachtung möglicher Wärmepumpenlösungen gebeten. Die BBH Engineering GmbH hat hierzu eine ergänzende technische und wirtschaftliche Untersuchung vorgelegt. 2. Untersuchung möglicher Wärmepumpenlösungen Die BBH Engineering GmbH hat zwei Varianten zur ergänzenden bzw. vollständigen Wärmeversorgung mittels Wärmepumpentechnik untersucht. Variante 1 – Zwei Heizzentralen mit hybrider Wärmepumpentechnik Bei dieser Variante werden die geplanten Heizzentralen in den Teilbereichen:  Hallenbad / Sekundarschule sowie  Dreifachturnhalle / ehemaliges Gymnasium jeweils um Luft-Wärmepumpen einschließlich Pufferspeichern und hydraulischer Erweiterungen ergänzt. Nach den Berechnungen der BBH ergeben sich hierbei folgende Investitionskosten: Gesamtkosten Bereich Hallenbad / Sekundarschule ca. 352.539 € 0116/2026 Seite 2 von 4 Gesamtkosten Bereich Dreifachturnhalle / ehem. Gymnasium ca. 422.502 € Gesamt ca. 775.041 € Gegenüber der bisherigen Planung ergeben sich damit Mehrkosten von rund 480.420 €. Die regenerative Wärmedeckung liegt hierbei – abhängig vom Betriebszustand des BHKW – bei etwa 50–70 %. Variante 2 – Zentrale Vollwärmepumpenlösung Alternativ wurde eine zentrale Wärmeversorgung sämtlicher Gebäude über eine gemeinsame Großwärmepumpe untersucht. Hierfür wäre erforderlich:  Errichtung einer zentralen Heizzentrale,  Einbau einer Großwärmepumpe mit ca. 500 kW Leistung,  zusätzliche Nahwärmeleitungen,  Containerlösung mit Pufferspeichern,  umfangreiche hydraulische Anpassungen Die geschätzten Gesamtkosten dieser Variante betragen ca. 1.480.786 €. Damit ergeben sich gegenüber der bisherigen Planung Mehrkosten von rund 1,19 Mio. €. Nach Einschätzung der BBH ist diese Variante aufgrund der erheblichen Investitionskosten derzeit wirtschaftlich nur schwer darstellbar. 3. Bewertung der Verwaltung Die Verwaltung bewertet die ursprünglich vorgesehene Lösung mit modernen Gaskesselanlagen weiterhin als die derzeit sachgerechteste, wirtschaftlichste und kurzfristig umsetzbare Variante. Dabei sind insbesondere folgende Aspekte maßgeblich:  Die vorhandenen Altanlagen weisen erhebliche alters- und betriebsbedingte Risiken auf.  Eine zeitnahe Umsetzung ist erforderlich, um die Versorgungssicherheit dauerhaft sicherzustellen.  Die geplanten Maßnahmen sollen möglichst in den Sommerferien 2026 umgesetzt werden.  Die vorgesehene Lösung bleibt technisch offen für zukünftige Transformationsschritte. Die geplanten Übergabestationen und Wärmeverteilungen werden bereits so ausgelegt, dass ein späterer Anschluss an ein mögliches Nah- bzw. Wärmenetz erfolgen kann. Ebenso bleibt eine spätere Nachrüstung von Wärmepumpentechnik grundsätzlich möglich. Vor dem Hintergrund:  der aktuell noch offenen kommunalen Wärmeplanung,  der erheblichen Investitionsmehrkosten der Wärmepumpenvarianten,  sowie des akuten Handlungsdrucks bei den Bestandsanlagen, 0116/2026 Seite 3 von 4 empfiehlt die Verwaltung, die ursprünglich vorgesehene Planung zunächst weiterzuverfolgen. 0116/2026 Seite 4 von 4

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