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Straßenzustandsbericht und Sanierungskonzept
Angenommen
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Forst (Lausitz) |
| Datum | 2026-07-09 |
| Datenstufe | Nur Ergebnisse |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Das Bauamt der Gemeinde Forst legte einen aktualisierten Straßenzustandsbericht für das 40 km lange kommunale Straßennetz vor. Bei 3,5% des Netzes (1,15 km) besteht kurzfristiger Sanierungsbedarf, insbesondere bei Burgweg/Wiesenstraße und Bruchsaler/Weiherer Straße mit geschätzten Kosten von ca. 3,15 Mio. Euro im Vollausbau. Der Technische Ausschuss nahm den Bericht zur Kenntnis und beauftragte die Verwaltung, erforderliche Mittel für die Haushaltsplanung 2027 ff. anzumelden.
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Dokument
Extrahierter Text
Gemeinde Forst
Sitzungsvorlage
Federführung: Bauamt/Technischer Bereich Vorl. Nr.: SV/2026/288
Bearbeiter: Claudia Wünsch AZ:
Beratungsfolge Termin Zuständigkeit Öffentlichkeitsstatus
Technischer Ausschuss 09.07.2026 Kenntnisnahme öffentlich
Straßenzustandsbericht und Sanierungskonzept
Beschlussvorschlag:
1. Der Technische Ausschuss nimmt den vorgelegten Straßenzustandsbericht
2026 zur Kenntnis.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die erforderlichen Mittel für den Haushaltsplan
2027ff anzumelden.
Sachverhalt:
1. Ausgangslage:
Das kommunale Straßennetz der Gemeinde Forst hat eine Gesamtlänge von rund
40km. Zur Sicherung der Verkehrssicherheit, zum langfristigen Substanzerhalt und
für die mittelfristige Finanzplanung hat das Bauamt die Zustandserfassung der
Straßen im Gemeindegebiet aus dem Jahr 2019 fortgeschrieben.
Die Zustandserfassung und -bewertung erfolgte nach der E EMI (Empfehlungen für
das Erhaltungsmanagement von Straßenbauten im kommunalen Bereich) der
Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen.
Die Zustandserfassung wurde mittels kamerabasierter Befahrung des Straßennetzes
und anschließender Sichtung und Schadensbewertung durch das Bauamt
durchgeführt.
Erfasst und manuell bewertet wurden alle relevanten Substanzmerkmale (Risse,
Flickstellen, Ausbrüche) und Gebrauchsmerkmale (Ebenheit, Spurrinnen,
Entwässerungsfunktion). Gemäß E EMI wurden die Schäden zu Zustandswerten auf
einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (ungenügender Zustand) zusammengefasst und
grafisch aufbereitet.
2. Priorisierungsverfahren:
Bei der Erstellung der Prioritätenliste wurden neben den Zustandswerten aufgrund
der Befahrung die Verkehrsbedeutung der Straße berücksichtigt, d. h. Straßen mit
einer überörtlichen Bedeutung, Haupterschließungsstraßen und Strecken mit ÖPNV-
Verkehr wie z. B. die Ortsdurchfahrten haben eine höhere Priorität erhalten, wie reine
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Wohn- und Erschließungsstraßen.
Als weiterer Faktor wurden anstehende Leitungssanierungen in die Priorisierung mit
aufgenommen.
Es wurden dabei sowohl die Ergebnisse der Überrechnung des Kanalnetzes sowie
das Sanierungskonzept der Wasserversorgung mit der Zustandsbewertung
überlagert. Als weitere Leitungsverlegung ist der Bau des Nahwärmenetzes zu
berücksichtigen, da aufgrund der erforderlichen Leitungsdimensionen größerer
Eingriffe im Tiefbau erforderlich sind.
3. wesentliche Ergebnisse und geplante Sanierungsmaßnahmen:
In der Vorlage wird zunächst nur auf die Ortsdurchfahrten eingegangen, eine
detaillierte Betrachtung der Prioritätenliste wird in der Sitzung vorgestellt und
erläutert.
Ortsdurchfahrten:
Burgweg/Wiesenstraße (Priorität 1: kurzfristiger Handlungsbedarf: 1-3 Jahre):
Der bauliche Zustand ist sehr schlecht, es gibt im gesamten Bereich zahlreiche
Flickstellen, Ausbrüche und Risse. Die Gehwege sind ebenfalls in einem schlechten
Zustand. Die Wasserleitung ist vor 1963 gebaut worden und ist daher
sanierungsbedürftig. Im Bereich der Kanalisation kommt es bei
Starkregenereignissen stellenweise zu Rückstau. Die Verwaltung schlägt vor, ein
Ing.-Büro mit einer Bedarfsermittlung zu beauftragen, um die Kosten für eine
Sanierung im Vollausbau zu ermitteln und diese Mittel in den nächsten Jahren im
Haushalt bereitzustellen.
Grobe Kostenschätzung (Vollausbau, ohne Kanal und Wasserleitung):
ca. 7.000m² Fläche: ca. 2.800.000,- €
Bruchsaler Straße/Weiherer Straße (Priorität 1: kurzfristiger Handlungsbedarf):
Das geplante Nahwärmenetz in der Bruchsaler Straße und in der Weiherer Straße
erfordert größere Eingriffe in den Tiefbau. Die Fahrbahndecke ist an einigen Stellen
schadhaft, die Gehwege sind nur zum Teil saniert. Daher ist eine Sanierung der
Deckschicht und der Gehwege in diesem Bereich sinnvoll und sollte im Rahmen der
Umsetzung des Nahwärmenetzes durchgeführt werden. Die Wasserleitung, die auch
hier vor 1963 gebaut wurde, sollte dann ebenfalls erneuert werden.
Grobe Kostenschätzung: (Deckensanierung, Gehwegsanierung):
ca. 3.500m² Fläche: ca. 350.000,- €
Hambrücker Straße (Priorität 2: mittelfristiger Handlungsbedarf: 5-7 Jahre)
Im Bereich zwischen Reitgrabenweg und Tankstelle ist die Fahrbahn aufgrund von
Flickstellen und Ausbrüchen in einem schlechten Zustand. Die Gehwege sind
stellenweise saniert, die übrigen Bereiche sind sanierungsbedürftig.
Die Wasserleitung ist auch hier vor 1963 gebaut worden und sollte im Rahmen von
Straßensanierungsmaßnahmen saniert werden.
Da bereits der Bereich an der Waldseehalle und an der Kreuzung Kronauer
Allee/Kolpingstraße umgestaltet sind, sollte geprüft werden, ob mit einer
Umgestaltung das Konzept bis zum Reitgrabenweg weitergeführt werden könnte.
Kosten für die Sanierung können erst ermittelt werden, wenn das weitere Vorgehen
geklärt ist.
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Die Netzauswertung des gesamten Straßennetzes ist als Übersicht in der folgenden
Tabelle dargestellt:
Länge in
Zustandswert Prioritätsklasse Anteil in %
km
>1,0<3,4 3: kontinuierliche Beobachtung 21,25 km 64,7
>3,5<4,5 2: mittelfristig (bis 10 Jahre) 10,46 km 31,8
>4,5 1: kurzfristig (2-5 Jahre) 1,15 km 3,5
Bei ca. 3,5% des Straßennetzes besteht kurzfristig umfangreicher Sanierungsbedarf,
bei weiteren 31,8% des Netzes sollten in den nächsten 10 Jahren
Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Diese Maßnahmen sollten aus
Synergieeffekten mit Maßnahmen am Kanal bzw. Erneuerung der Wasserleitungen
durchgeführt werden.
Finanzielle Auswirkungen:
Die finanziellen Mittel für die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen sind in den
nächsten Jahren kontinuierlich in die Haushaltsplanung aufzunehmen.
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