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Konzept zur Sicherstellung einer stabilen Stromversorgung in Schwalmtal durch den Auf- und Ausbau dezentraler Speicher- und Energiesteuerungssysteme hier: Antrag der SPD-Fraktion
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Gemeinde Schwalmtal |
| Datum | 2026-06-16 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Vorlage Nr. : 178/26
Datum : 01.06.2026
Aktenzeichen : 56 10 03
Fachbereich : Fachbereich 4, Bauen
Mitteilungsvorlage öffentlich
Betreff:
Konzept zur Sicherstellung einer stabilen Stromversorgung in Schwalmtal durch den Auf- und
Ausbau dezentraler Speicher- und Energiesteuerungssysteme
hier: Antrag der SPD-Fraktion
Sachverhalt siehe Rückseite
Beratungsfolge Termin
Ausschuss für Umwelt, Klima, Nachhaltigkeit und Energie 16.06.2026
Vorlagen Nr.: 178/26
Seite: 2
Sachverhalt:
Am 09.02.2026 hat die SPD-Fraktion den Antrag zur Beantwortung des Themenkomplexes „Konzept
zur Sicherstellung einer stabilen Stromversorgung in Schwalmtal durch den Auf- und Ausbau
dezentraler Speicher- und Energie-steuerungssysteme“ an die Verwaltung gerichtet – siehe Anhang.
Nachfolgend ist die Antwort der Westenergie AG aufgeführt:
“Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit möchten wir auf das von der SPD-Fraktionsvorsitzenden Heike Pesch an Herrn Bürger-
meister Andreas Gisbertz weitergeleitete Schreiben zur stabilen Stromversorgung in Schwalmtal
Stellung nehmen.
Ergänzend zu unserer Vorstellung der regionalen Netzsituation in Schwalmtal im Ausschuss für
Planung, Bauen und Verkehr der Gemeinde Schwalmtal am 24. Februar 2026 fassen wir Ihnen die
wesentlichen Punkte gerne noch einmal allgemein zusammen. Bitte haben Sie Verständnis, dass
wir aus Gründen der Sicherheit und zum Schutz kritischer Infrastruktur keine detaillierten Angaben
machen können.
Deutschland gehört weltweit zur Spitze bei der Versorgungszuverlässigkeit. Mit einem SAIDI-Wert
von nur 12,9 Minuten im Jahr 2024 ist das Stromnetz hierzulande im europäischen Vergleich be-
sonders stabil. Diese hohe Verlässlichkeit ist das Ergebnis jahrzehntelanger Investitionen in Qualität,
Sicherheit und moderne Netztechnik. Die Kolleginnen und Kollegen der Westnetz arbeiten an 365
Tagen im Jahr daran, die Stromversorgung sicher und zuverlässig zu gewährleisten – auch in
herausfordernden Situationen. Im Fall einer Störung ist unser regional aufgestelltes Team für das
Gebiet Schwalmtal in der Regel innerhalb kürzester Zeit vor Ort, um notwendige Maßnahmen zur
Wiederversorgung einzuleiten.
Gleichzeitig gilt: Eine absolute Sicherheit kann es in keinem technischen System geben. Außer-
gewöhnliche Naturereignisse oder gezielte Störungen lassen sich nicht vollständig ausschließen.
Unser Anspruch ist es daher, Risiken konsequent zu minimieren und die Resilienz des Netzes
kontinuierlich zu stärken. Dazu investieren wir fortlaufend in technische, organisatorische und
digitale Schutzmaßnahmen auf Basis hoher gesetzlicher und sicherheitsrelevanter Standards. Die
Sicherheitslage wird kontinuierlich bewertet und Schutzkonzepte werden regelmäßig überprüft und
weiterentwickelt. Zudem stehen wir in engem und vertrauensvollem Austausch mit den zuständigen
staatlichen Stellen.
Für den Fall eines großflächigen Stromausfalls bestehen klar definierte Krisen- und Notfallstrukturen.
Das Netz wird rund um die Uhr in den Leitstellen überwacht. Bei größeren Störungen greifen
strukturierte Eskalationsprozesse, technische Maßnahmen werden unmittelbar eingeleitet und – je
nach Lage – interne Krisenstäbe aktiviert. Für außergewöhnliche Ereignisse existieren umfassende
Notfall- und Netzwiederaufbaupläne, die eng mit den Übertragungsnetzbetreibern abgestimmt sind.
Die Zusammenarbeit mit Kommunen, Kreisen, Feuerwehr, Polizei und weiteren relevanten Akteuren
ist verbindlich geregelt. Westnetz arbeitet eng mit den kommunalen Krisenstrukturen zusammen
bzw. ist in diese eingebunden. Klare Informationswege, definierte Ansprechpartner sowie regel-
mäßige gemeinsame Übungen stellen sicher, dass im Ereignisfall koordiniert und lagegerecht
gehandelt werden kann. Dies wurde auch in einem gemeinsamen Workshop mit den Gemeinden
Schwalmtal und Brüggen vor einem Jahr besprochen: Brüggen und Schwalmtal verbessern
Krisenmanagement
Westnetz betreibt ein Stromnetz mit einer Länge von rund 175.000 Kilometern sowie etwa 1.000
Umspannanlagen. Dieses Netz wird kontinuierlich inspiziert, gewartet und modernisiert. Bis 2028
sind umfangreiche Maßnahmen geplant – unter anderem an rund 250 Umspannanlagen sowie die
Modernisierung oder der Neubau von über 10.000 Kilometern Stromleitungen. Zusätzlich werden
mehr als 9.500 digitale Ortsnetzstationen errichtet, um das Netz für die Anforderungen einer
Vorlagen Nr.: 178/26
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zunehmend dezentralen Energieversorgung weiter zu stärken. Für Schwalmtal bedeutet dies, die
bestehende Infrastruktur weiter zu digitalisieren. Bereits heute ist rund 1/3 der Mittelspannungs-
versorgung intelligent. Weitere Maßnahmen werden in Abstimmung mit der Stromnetzgesellschaft,
an der auch die Gemeinde Schwalmtal beteiligt ist, in den nächsten Jahren geplant und umgesetzt.
Unser gemeinsames Ziel ist eine sichere, stabile und verlässliche Stromversorgung – auch unter
anspruchsvollen Rahmenbedingungen.“
i.V.
gez. Bernd Gather
Anlage:
- Antrag der SPD Fraktion vom 09.02.2026 - Konzept zur Sicherstellung einer stabilen
Stromversorgung in Schwalmtal durch den Auf- und Ausbau dezentraler Speicher- und
Energiesteuerungssysteme
Text aus PDF extrahiert