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Antrag auf Beratung und Beschlussfassung: Unser Wasser in Märkisch-Oderland dauerhaft und umfassend schützen!
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Landkreis Märkisch-Oderland |
| Datum | 2026-05-20 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
ANTRAG Nr. 2026/KT/271
KREISTAG M Ä R K I S C H - O D E R L A N D
Einreicher: Fraktion Bündnis90/Die Grünen öffentlich
Beratungsfolge:
Datum Gremium
11.02.2026 Kreistag
15.04.2026 Kreistag
Thema: Antrag auf Beratung und Beschlussfassung: Unser Wasser in Märkisch-
Oderland dauerhaft und umfassend schützen!
Finanz. Auswirkungen
Ergebnishaushalt Aufwendungen keine
Kostenträger/Sachkonto
Keine Deckung nötig Haushalt wird planmäßig
bewirtschaftet
Amtsleiterin Kämmerei
Datum/ Unterschrift
Beschlussvorschlag:
Der Kreistag fordert die Landesregierung dazu auf,
1. den rechtlichen Rahmen zu schaffen und finanziell zu unterstützen, um ein Klärwerk
mit einer 4. Reinigungsstufe im Landkreis Märkisch-Oderland zu bauen,
2. sicherzustellen, dass die gereinigten Abwässer dem regionalen Wasserhaushalt wieder
zugeführt werden,
3. gemeinsam mit dem Landrat entsprechend auf die Wasserverbände einzuwirken und
konkrete Umsetzungsschritte zu erarbeiten sowie
4. in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Märkisch-Oderland Maßnahmen zum
dauerhaften Schutz des regionalen Wasserhaushalts umzusetzen.
Um den Wasserhaushalt dauerhaft zu schützen und zu stärken bedarf es insbesondere:
o die Anpassung des Wassermanagements zur Stabilisierung des
Landschaftswasserhaushalts durch Reduzierung der Flächenentwässerung und Erhöhung
des natürlichen Wasserrückhalts,
o die Wiederherstellung natürlicher Retentionsräume durch Rückbau von
Entwässerungssystemen in ehemaligen Feuchtgebieten und Reduktion künstlicher
Abflusssysteme,
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o die Förderung einer angepassten Bewirtschaftung von Speicheranlagen und
Schöpfwerken, um das Wasserdargebot auch in Trockenzeiten möglichst lange zu sichern,
o die Entwicklung flussgebietsbezogener Niedrigwasserkonzepte auch auf Landkreisebene,
abgestimmt mit Nachbarregionen,
o die Stärkung der Grundwasserneubildung durch naturnahe Waldbewirtschaftung, z. B.
durch Erhöhung des Laubbaumanteils,
o Verbesserung des Moorschutzes und eine Wiedervernässung zur
Grundwasserstabilisierung in Einklang mit den landwirtschaftlichen Interessen.
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07.02.2026 / Christian Arndt
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Sachverhalt:
Ein stabiler Wasserhaushalt ist Grundlage für Landwirtschaft, Wirtschaft, Mensch und Natur
in unserer Region. Um ihn langfristig zu sichern, reichen technische Einzelmaßnahmen
allein nicht aus. Notwendig ist ein ausgewogenes Zusammenspiel aus moderner
Infrastruktur und dem Schutz natürlicher Wasserräume.
Kläranlagen mit hoher Reinigungsleistung können die Qualität des Wassers verbessern,
aber nicht das Mengenproblem lösen. Dafür braucht es ergänzend Maßnahmen, die den
Wasserabfluss verlangsamen, die Versickerung fördern und natürliche Speicher wie Moore,
Feuchtgebiete und Wälder erhalten oder wiederherstellen, um den Grundwasserkörper
dauerhaft zu stärken.
Anlagen:
Antrag vom 07.02.2026
Seite: 3/3
Hoppegarten, 7.2.2026
Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
Antrag der Fraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN (TOP Ö 17, KT 11.2.2026)
Unser Wasser in Märkisch-Oderland dauerhaft und umfassend schützen!
Der Kreistag fordert die Landesregierung dazu auf,
1. den rechtlichen Rahmen zu schaffen und finanziell zu unterstützen, um ein Klärwerk
mit einer 4. Reinigungsstufe im Landkreis Märkisch-Oderland zu bauen,
2. sicherzustellen, dass die gereinigten Abwässer dem regionalen Wasserhaushalt wieder
zugeführt werden,
3. gemeinsam mit dem Landrat entsprechend auf die Wasserverbände einzuwirken und
konkrete Umsetzungsschritte zu erarbeiten sowie
4. in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Märkisch-Oderland Maßnahmen zum
dauerhaften Schutz des regionalen Wasserhaushalts umzusetzen.
Um den Wasserhaushalt dauerhaft zu schützen und zu stärken bedarf es insbesondere:
o die Anpassung des Wassermanagements zur Stabilisierung des
Landschaftswasserhaushalts durch Reduzierung der Flächenentwässerung und
Erhöhung des natürlichen Wasserrückhalts,
o die Wiederherstellung natürlicher Retentionsräume durch Rückbau von
Entwässerungssystemen in ehemaligen Feuchtgebieten und Reduktion künstlicher
Abflusssysteme,
o die Förderung einer angepassten Bewirtschaftung von Speicheranlagen und
Schöpfwerken, um das Wasserdargebot auch in Trockenzeiten möglichst lange zu
sichern,
o die Entwicklung flussgebietsbezogener Niedrigwasserkonzepte auch auf
Landkreisebene, abgestimmt mit Nachbarregionen,
o die Stärkung der Grundwasserneubildung durch naturnahe Waldbewirtschaftung, z. B.
durch Erhöhung des Laubbaumanteils,
o Verbesserung des Moorschutzes und eine Wiedervernässung zur
Grundwasserstabilisierung in Einklang mit den landwirtschaftlichen Interessen.
Begründung:
Ein stabiler Wasserhaushalt ist Grundlage für Landwirtschaft, Wirtschaft, Mensch und Natur
in unserer Region. Um ihn langfristig zu sichern, reichen technische Einzelmaßnahmen allein
nicht aus. Notwendig ist ein ausgewogenes Zusammenspiel aus moderner Infrastruktur und
dem Schutz natürlicher Wasserräume.
Kläranlagen mit hoher Reinigungsleistung können die Qualität des Wassers verbessern, aber
nicht das Mengenproblem lösen. Dafür braucht es ergänzend Maßnahmen, die den
Wasserabfluss verlangsamen, die Versickerung fördern und natürliche Speicher wie Moore,
Feuchtgebiete und Wälder erhalten oder wiederherstellen, um den Grundwasserkörper
dauerhaft zu stärken.
Mit freundlichen Grüßen
Christian Arndt
Fraktionsvorsitzender GRÜNE/B90
Text aus PDF extrahiert