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Interkommunale Zusammenarbeit im Bereich Fördermittelmanagement hier: Antrag der FWI-Fraktion vom 27.01.2026
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Stadt Hamminkeln |
| Datum | 2026-07-16 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die FWI-Fraktion beantragt, dass die Verwaltung gemeinsam mit anderen Kommunen beim Kreis Wesel die Einrichtung einer Organisationseinheit „Interkommunales Fördermittelmanagement" anstrebt. Die Verwaltung plant bereits eine Reorganisation des städtischen Fördermittelmanagements und prüft ergebnisoffen verschiedene Formen interkommunaler Zusammenarbeit. Sie betont jedoch, dass eine qualifizierte Koordinatorenfunktion vor Ort erforderlich bleibt. Der Rat soll die Ausführungen zur Kenntnis nehmen; weitere Berichte folgen nach Ergebnissen der Arbeitsgruppe beim Kreis Wesel.
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Dokument
Extrahierter Text
Stadt Hamminkeln
Der Bürgermeister
Fachdienste 20
Vorlagen-Nr.: 2026/0088
Beschlussvorlage
öffentlich
Beratungsfolge:
Ausschuss / Gremium Sitzungstermin
Haupt- und Finanzausschuss 09.07.2026
Rat 16.07.2026
Betreff:
Interkommunale Zusammenarbeit im Bereich Fördermittelmanagement
hier: Antrag der FWI-Fraktion vom 27.01.2026
Sachverhalt und Begründung:
Die FWI – Fraktion im Rat der Stadt Hamminkeln beantragt mit Ihrem Schreiben vom 27.01.2026
folgenden Beschlussvorschlag zur Abstimmung zu stellen:
Die Verwaltung wird beauftragt, ggf. gemeinsam mit anderen kleineren und mittleren
kreisangehörigen Kommunen gegenüber dem Kreis Wesel darauf hinzuwirken, dass beim Kreis
Wesel eine Organisationseinheit „Interkommunales Fördermittelmanagement“ eingerichtet wird.
Zu diesem Antrag wird von der Verwaltung nachfolgend ein Sachstandsbericht abgegeben.
Seitens der Verwaltung wird gegenwärtig betreffend der Wahrnehmung der Aufgaben eines
zentralen Fördermittelmanagements eine organisatorische Veränderung angestrebt und befindet
sich bereits in der vorbereitenden Abstimmung. Das zentrale Fördermittelmanagement der Stadt
Hamminkeln ist im Jahr 2026 noch im FD 61 Bauleitplanung, Umwelt und Klimaschutz angesiedelt.
Im Zuge des ruhestandsbedingten Wechsels der Fachdiensteleitung erfolgt eine neue
organisatorische Zuordnung zum Fachdienst 20 Haushalt und Finanzen. Hintergrund ist hier u.a. die
bei einigen Kommunen inzwischen erfolgende Zuordnung der dort ebenfalls aktuell neu gebildeten
Organisationseinheiten „Zentrales Fördermittelmanagement“ zum Bereich Finanzen. Über die
bereits in der Vergangenheit erfolgende Verwaltung der Pauschalzuweisungen und der
Förderkredite sollen dabei künftig durch die Bearbeitung spezifischer Förderprogramme
Synergieeffekte erzielt werden.
Damit im Rahmen der Neuorganisation des Fördermittelmanagements eine möglichst effiziente
Organisationsstruktur auf den Weg gebracht werden kann, hat die Verwaltung Kontakt zum
Fachnetzwerk Förderung (Unterorganisation der Kommunalagentur NRW) aufgenommen, um sich
diesbezüglich entsprechend kompetent beraten zu lassen. Es fanden dazu zwei
Organisationsworkshops gemeinsam mit dem Verwaltungsvorstand und den Fachdiensteleitungen
statt. Es wurden u.a. im Rahmen der bisherigen Fördermittelaquisition bewährte Prozesse und
Erfahrungen analysiert und die Notwendigkeit des Weges zur Entwicklung einer mittelfristigen
Investitionsstrategie aufgezeigt. Die notwendigen Prozesse und Schnittstellen im
Fördermittelmanagement wurden ermittelt und mit den entsprechenden sinnvollen Zuständigkeiten
versehen. Diese sollen kurzfristig im Rahmen einer Dienstanweisung geregelt werden.
Das Fachnetzwerk Förderung führt regelmäßig Erhebungen bei den Mitgliedskommunen betreffend
des Fördermittelmanagements durch. Auf Grundlage des Ergebnisses dieser Erhebungen wird
seitens des Fachnetzwerkes grundsätzlich die Notwendigkeit der Einrichtung einer Stelle von einem
Vollzeitäquivalent für das Zentrale Fördermittelmanagement bei einer Kommune der Größe der
Stadt Hamminkeln gesehen.
Wie bereits in der Mitteilungsvorlage 2026/0202 ausführlich dargestellt wird, kann ein effizientes
zentrales Fördermittelmanagement erhebliche zusätzliche Finanzmittel generieren, die den
städtischen Haushalt spürbar entlasten können. Dabei kann eine Entlastung insbesondere dann
nachhaltig erfolgen, wenn ohnehin notwendige Maßnahmen zumindest teilweise durch Fördermittel
refinanziert werden können.
Ergänzend zu dieser Thematik soll kurz dargestellt werden, wie sich die Stadt Hamminkeln aktuell
im Rahmen der Überlegungen zur Haushaltskonsolidierung mit der Thematik Interkommunaler
Zusammenarbeit beschäftigt. Im Zuge der Teilnahme des Bürgermeisters an der letzten Sitzung der
Hauptgemeindebeamten (HGB) beim Kreis Wesel wurde das Thema Interkommunale
Zusammenarbeit durch Bildung einer Arbeitsgruppe in den Fokus gerückt. Bürgermeister Graaf
wurde dabei zu einem Mitglied dieser Arbeitsgruppe bestimmt.
Die Arbeitsgruppe wird voraussichtlich am 07.07.2026 erstmalig tagen und dabei erste
Einschätzungen der Fachdiensteleitungen der Stadt Hamminkeln zu möglichen bzw. denkbaren
Projekten interkommunaler Zusammenarbeit mit berücksichtigen. Eine Zielrichtung der
Erörterungen soll dabei auch sein, inwieweit Formen interkommunaler Zusammenarbeit auf
kreisweiter Ebene bzw. auf nur kommunaler Ebene für den Bereich des Fördermittelmanagements
sinnvoll und effizient umgesetzt werden können. Die Verwaltung vertritt gegenwärtig die Auffassung,
alle denkbaren möglichen Formen interkommunaler Zusammenarbeit im Bereich des
Fördermittelmanagements ergebnisoffen zu prüfen. Es scheint dennoch auch nach Einschätzung
des Beraters des Fachnetzwerks Förderung aber auch der Verwaltung unverzichtbar, vor Ort in der
Kommune einen qualifizierte(n) Mitarbeiter/in mit gewissen Stelleninhalten vorzuhalten, um
Koordinierungsfunktionen und spezifische Beratung für die Fachdienste vor Ort zielgerichtet für die
Bedürfnisse der Stadt Hamminkeln wahrnehmen zu können. Der Berater vertritt dabei die
Auffassung, dass die Fördermittelarbeit sehr wohl interkommunal im Schulterschluss von zwei oder
drei Kommunen leistbar sein kann. Er verweist dabei auf erste Erfahrungen in den Gemeinden Heek,
Legden und Schöppingen. Bezogen auf eine zentrale Aufgabenwahrnehmung durch eine
Kreisverwaltung verweist er aber auf immer hoch individuelle Aufgabenstellungen in der
Beantragung und insbesondere in der Abwicklung (Beispiel Hochbausanierung), die auch
individuelle Vorgänge zur Folge haben. Dabei sei seiner Meinung nach eine Aufgabenübertragung
über die reine Fördermittelsuche ausdrücklich nicht zu empfehlen.
Unter Darlegung der v.g. Gesichtspunkte ist es aus Verwaltungssicht unabdingbar, die Bearbeitung
des Themas Fördermittelmanagement nachhaltig in der Stadt Hamminkeln zu stärken. Aktuell kann
noch nicht abschließend beurteilt werden, mit welcher Form der Aufgabenwahrnehmung dem
Aufgabenschwerpunkt am effizientesten begegnet werden kann. Es scheint jedoch sinnvoll und
erforderlich, auch das Thema interkommunale Zusammenarbeit (kreisweit oder nur auf Ebene der
Kommunen) einer sorgfältigen Prüfung zu unterziehen, wobei verwaltungsseitig nach wie vor eine
Koordinatorenfunktion direkt vor Ort erforderlich zu sein scheint. Das Thema würde bei Vorliegen
weiterer nennenswerter Ergebnisse durch die Arbeitsgruppe der HGB beim Kreis Wesel der Politik
erneut vorgelegt werden.
Beschlussvorschlag:
Der Rat der Stadt Hamminkeln nimmt die Ausführungen der Verwaltung zu der Thematik
Interkommunale Zusammenarbeit im Zusammenhang mit der Wahrnehmung der Aufgaben des
Fördermittelmanagement zur Kenntnis. Sobald der Verwaltung neue Erkenntnisse aus der
Arbeitsgruppe der Hauptgemeindebeamten beim Kreis Wesel zur Interkommunalen
Zusammenarbeit für das Fördermittelmanagement vorliegen, soll erneut berichtet werden.
Beschlussvorlage 2026/0088 Seite 2 von 3
Hamminkeln, den 26.06.2026
gez. Kinder gez. Hindricksen
stv. Kämmerin Kämmerer
Anlage(n):
1. FWI - Haushaltsanträge_Haushalt 2026_IKZ_Fördermittel_Kreis
Beschlussvorlage 2026/0088 Seite 3 von 3
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