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Sicherstellung von Ersatzparkplätzen für Menschen mit Behinderung bei Baustellen
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Magdeburg |
| Datum | 2026-11-05 geplant |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Fraktion Die Linke beantragt vom Stadtrat, die Oberbürgermeisterin zu beauftragen, bei Baustellen im öffentlichen Straßenraum barrierefreie Ersatzparkplätze für Menschen mit Behinderung in unmittelbarer Nähe einzurichten, falls bestehende Behindertenparkplätze entfallen oder gesperrt werden. Sofern das am ursprünglichen Ort nicht möglich ist, sollen Ersatzplätze in zumutbarer Entfernung bereitgestellt und entsprechend ausgeschildert werden. Die Sicherstellung dieser Stellflächen soll bereits bei Planung und Genehmigung von Baumaßnahmen verbindlich geprüft werden. Begründung ist die besondere Abhängigkeit von Menschen mit Behinderung von wohnortnahen Parkmöglichkeiten zur Gewährleistung ihrer Mobilität und Teilhabe.
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Dokument
Extrahierter Text
Antrag Datum Nummer
öffentlich 02.06.2026 A0114/26
Absender
Fraktion Die Linke
Adressat
Vorsitzender des Stadtrates
Wigbert Schwenke
Gremium Sitzungstermin
Stadtrat 18.06.2026
Kurztitel
Sicherstellung von Ersatzparkplätzen für Menschen mit Behinderung bei Baustellen
Der Stadtrat möge beschließen:
1. Die Oberbürgermeisterin wird beauftragt, sicherzustellen, dass bei Baustellen im öffentlichen
Straßenraum, durch die bestehende Parkflächen entfallen oder gesperrt werden, insbesondere
ausgewiesene Behindertenparkplätze, grundsätzlich ein barrierefrei nutzbarer Ersatzparkplatz für
Menschen mit Behinderung in unmittelbarer räumlicher Nähe eingerichtet wird.
2. Sofern die Einrichtung eines Ersatzparkplatzes am ursprünglichen Standort nicht möglich ist,
ist dieser in einer zumutbaren Entfernung bereitzustellen und entsprechend deutlich
auszuschildern.
3. Bereits bei der Planung und Genehmigung von Baustellenmaßnahmen ist die Sicherstellung
entsprechender Ersatzstellflächen verbindlich zu prüfen und zu berücksichtigen.
Begründung
Menschen mit Behinderung sind häufig in besonderem Maße auf wohnort- oder zielnahe
Parkmöglichkeiten angewiesen. Werden im Zuge von Baustellen öffentliche Parkflächen gesperrt
oder entfallen ausgewiesene Behindertenparkplätze vorübergehend, entstehen erhebliche
Einschränkungen der Mobilität und der gleichberechtigten Teilhabe am öffentlichen Leben.
Während für den allgemeinen ruhenden Verkehr häufig alternative Stellmöglichkeiten bestehen,
sind Menschen mit Mobilitätseinschränkungen auf kurze Wege sowie barrierefreie Zugänge
angewiesen. Der Wegfall entsprechender Parkmöglichkeiten kann dazu führen, dass wichtige
Einrichtungen, Arztpraxen, Behörden, Geschäfte oder Wohngebäude nur erschwert oder gar
nicht erreicht werden können.
Die Landeshauptstadt Magdeburg verfolgt das Ziel einer inklusiven und barrierefreien
Stadtentwicklung. Hierzu gehört auch, dass temporäre Einschränkungen durch Baustellen nicht
zulasten von Menschen mit Behinderung gehen. Die verbindliche Einrichtung von
Ersatzparkplätzen in unmittelbarer Nähe stellt sicher, dass die Mobilität und Teilhabe betroffener
Personen auch während Bauarbeiten gewährleistet bleibt.
Mit dem Antrag wird die Verwaltung beauftragt, die Belange von Menschen mit Behinderung
bereits im Rahmen der Baustellenplanung systematisch zu berücksichtigen und angemessene
Ersatzlösungen vorzusehen.
Rebekka Grotjohann Noah Biswanger Nicole Anger
Fraktionsvorsitzende Fraktionsvorsitzender sozialpolit. Sprecherin
Text aus PDF extrahiert