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AN/023/2026 Antrag GRÜNE vom 06.06.2026: Umgang mit Standorten für Altkleider und Altglas
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Heilbronn |
| Datum | 2026-06-09 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Antrag
023/2026
an den Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn
Stadträtin/Stadtrat: Fraktion/Gruppierung: Datum: 06.06.2026
Kimmerle, Holger GRÜNE
Antrag auf Beratung und Beschlussfassung gem. § 34 Abs. 1 Gemeindeordnung
Umgang mit Standorten für Altkleider und Altglas
Die Verwaltung wird beauftragt,
1. die im städtischen Mängelmelder erfassten Meldungen zu Vermüllungen an
Altglas- und Altkleidercontainerstandorten der vergangenen drei Jahre auszuwerten
und die Standorte mit den häufigsten Beschwerden sowie wiederkehrende
Problemstandorte zu identifizieren und darzustellen, welcher Anteil der Meldungen
zu illegalen Müllablagerungen im öffentlichen Raum auf Standorte mit Altglas-
und/oder Altkleidercontainern entfällt;
2. die jährlichen Kosten für Reinigung, Entsorgung des zusätzlichen Mülls, Kontrollen
sowie sonstige Maßnahmen im Zusammenhang mit Vermüllungen an
Containerstandorten darzustellen, soweit diese ermittelbar sind;
3. darzustellen, welche Maßnahmen zur Verringerung der Vermüllung an
Containerstandorten in den vergangenen Jahren umgesetzt wurden (insbesondere
Leerungsintervalle, Betreiberwechsel, zusätzliche Reinigungen, Waste Watcher,
Videoüberwachung, Kontrollen und Beschilderungen) und welche Auswirkungen
diese Maßnahmen auf die Zahl der Beschwerden und Vermüllungen hatten;
4. zu untersuchen, welche Merkmale besonders belastete Standorte aufweisen und
ob sich die Vermüllungen insbesondere auf Standorte mit Altkleidercontainern oder
auf kombinierte Altglas-/Altkleiderstandorte konzentrieren;
5. für die besonders belasteten Standorte Maßnahmen zur dauerhaften Verringerung
der Vermüllung zu entwickeln und deren Vor- und Nachteile darzustellen. Dabei
sollte folgendes geprüft werden:
* die Verlagerung einzelner Altkleidercontainer,
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* die Aufgabe besonders problematischer Standorte,
* die Zusammenfassung mehrerer Standorte zu zentralen Sammelpunkten,
* die stärkere Nutzung von Recyclinghöfen und Wertstoffhöfen für die Sammlung
von Alttextilien,
* die räumliche Trennung von Altglas- und Altkleidercontainern;
6. darzustellen, ob bei problematischen Altglascontainerstandorten der Einsatz von
Unterflursystemen möglich ist und welche Investitionskosten hierdurch entstehen
würden;
7. darzustellen, welche Erfahrungen mit Hinweisen auf ordnungsrechtliche
Konsequenzen, Bußgelder und anderen präventiven Maßnahmen gemacht wurden
und ob eine dauerhafte Beschilderung an Problemstandorten sinnvoll erscheint.
(Siehe auch DS 132/2026 Erster Tätigkeitsbericht der Waste Watcher
8. dem Gemeinderat ein Konzept vorzulegen, mit dem die Vermüllung an besonders
belasteten Standorten nachhaltig reduziert werden kann, ohne die gesetzlich
vorgeschriebene getrennte Sammlung von Alttextilien grundsätzlich in Frage zu
stellen.
Begründung:
Die Vermüllung im Umfeld von Altkleidercontainern beschäftigt Bürgerschaft,
Verwaltung und Gemeinderat seit Jahren. Im städtischen Mängelmelder finden sich
regelmäßig Meldungen über erhebliche Müllablagerungen an einzelnen
Containerstandorten. Die dadurch entstehenden Müllansammlungen beeinträchtigen
das Stadtbild, verärgern die Bürger:innen, verursachen Kosten und binden
personelle Ressourcen.
In den vergangenen Jahren wurden bereits verschiedene Maßnahmen zur
Verbesserung der Situation ergriffen. Hierzu zählen unter anderem häufigere
Kontrollen, Waste Watcher, Ermittlungen gegen Verursacher, Videoüberwachung an
einzelnen Standorten, Aufklärungsmaßnahmen sowie Anpassungen bei Reinigung
und Leerung. Dennoch treten die Probleme an einzelnen Standorten weiterhin
regelmäßig auf. Daher sollte untersucht werden, welche Maßnahmen wirksam waren
und welche Schlussfolgerungen daraus gezogen werden können.
Der erste Tätigkeitsbericht der Waste Watcher zeigt, dass an einzelnen
Problemstandorten durch eine Kombination verschiedener Maßnahmen
Verbesserungen erzielt werden konnten. Besonders hervorzuheben ist der
ehemalige Containerstandort Viehweide in Böckingen, an dem im Zuge des Umbaus
zum Recyclinghof eine deutliche Reduzierung von Ablagerungen festgestellt wurde.
Dies legt nahe, dass neben Kontrollen und ordnungsrechtlichen Maßnahmen auch
die bauliche und organisatorische Gestaltung von Sammelstandorten einen
wesentlichen Einfluss auf die Vermüllung haben kann.
Ziel des Antrags ist nicht die Abschaffung der Altkleidersammlung. Vielmehr sollen
belastbare Daten zu Problemstandorten, Kosten, bisherigen Maßnahmen und
möglichen Alternativen erhoben werden. Auf dieser Grundlage können gezielte
Maßnahmen entwickelt werden, um die Vermüllung dauerhaft zu reduzieren und die
vorhandenen Ressourcen wirksamer einzusetzen.
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Anlagen:
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