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Hitzeschutz an Kitas, Schulen sowie Alten- und Pflegeeinrichtungen konsequent ausbauen
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Stadt Wuppertal |
| Datum | 2026-11-04 geplant |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die FDP/WFW-Fraktion beantragt, dass die Verwaltung ein Hitzeschutzkonzept für städtische Kitas, Schulen sowie Alten- und Pflegeeinrichtungen bis Q4 2026 erarbeitet. Das Konzept soll eine Bestandsaufnahme, Identifikation hitzebelasteter Gebäude, ein Prioritätenprogramm für Verschattung und Klimaanlagen, Standards für Neubauten und einen Investitionsplan mit Kostenschätzung umfassen. Die Verwaltung soll zudem Fördermöglichkeiten prüfen und jährlich berichten; sie soll sich beim Städtetag für ein Landesprogramm zum Hitzeschutz einsetzen.
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Dokument
Extrahierter Text
Es informiert Sie Frau Trachte
Anschrift Rathaus Barmen
An die Vorsitzende des Haupt- und Personal- Johannes-Rau-Platz 1
ausschusses und des Rates der Stadt Wuppertal 42275 Wuppertal
Frau Miriam Scherff
Telefon (0202) 563 6272
Johannes-Rau-Platz 1
E-Mail [email protected]
42275 Wuppertal
Datum 08.07.2026
Drucks. Nr. VO/0879/26
Antrag
öffentlich
Zur Sitzung am Gremium
09.07.2026 Haupt- und Personalausschuss
13.07.2026 Rat der Stadt Wuppertal
Hitzeschutz an Kitas, Schulen sowie Alten- und Pflegeeinrichtungen konsequent
ausbauen
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
die FDP/WFW-Fraktion beantragt, der Rat möge beschließen:
1. Die Verwaltung wird beauftragt, für städtische Kindertagesstätten, Schulen sowie Alten-
und Pflegeeinrichtungen ein konkretes Hitzeschutzkonzept zu erarbeiten und dem Rat
bis zum IV. Quartal 2026 vorzulegen.
2. Das Konzept soll insbesondere folgende Punkte umfassen:
a) eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Maßnahmen zum sommerlichen
Wärmeschutz in den städtischen Kindertagesstätten und Schulgebäuden sowie – soweit
rechtlich möglich – in Alten- und Pflegeeinrichtungen im Stadtgebiet,
b) die Identifizierung besonders hitzebelasteter Gebäude und Räume anhand objektiver
Kriterien,
c) ein Prioritätenprogramm zur schrittweisen Ausstattung besonders hitzebelasteter
Kindertagesstätten, Schulen sowie Alten- und Pflegeeinrichtungen mit außenliegenden
Verschattungssystemen, moderner Lüftungstechnik und energieeffizienten Klima-
anlagen. Einrichtungen, in denen besonders schutzbedürftige Personengruppen betreut
werden oder die aufgrund ihrer Bauweise einer hohen Wärmebelastung ausgesetzt
sind, sind vorrangig zu berücksichtigen.
d) die Festlegung, dass bei allen zukünftigen Neubauten von Kindertagesstätten und
Schulen sowie bei grundlegenden Sanierungen grundsätzlich energieeffiziente
Klimaanlagen oder gleichwertige Kühl- und Klimatisierungssysteme vorzusehen sind.
Abweichungen sind gegenüber dem Rat im Einzelfall zu begründen.
e) die Entwicklung eines Investitions- und Zeitplans zur schrittweisen Nachrüstung
bestehender Gebäude einschließlich einer belastbaren Kostenschätzung sowie einer
Darstellung der Finanzierungsmöglichkeiten.
3. Die Verwaltung wird beauftragt, sämtliche Fördermöglichkeiten des Landes Nordrhein-
Westfalen, des Bundes sowie der Europäischen Union für Maßnahmen des
sommerlichen Wärmeschutzes und der Klimatisierung konsequent zu prüfen und für die
Umsetzung in Anspruch zu nehmen.
4. Die Verwaltung wird beauftragt, dem Rat jährlich über den Stand der Umsetzung des
Hitzeschutzkonzeptes sowie über die Inanspruchnahme von Fördermitteln zu berichten.
5. Die Verwaltung wird beauftragt, sich gemeinsam mit dem Städtetag Nordrhein-
Westfalen gegenüber der Landesregierung dafür einzusetzen, dass ein eigenständiges
Förderprogramm „Hitzeschutz für Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen“ aufgelegt
wird, dass insbesondere Investitionen in Verschattung, Lüftungstechnik und
energieeffiziente Klimatisierung finanziell unterstützt.
Begründung
Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch in Wuppertal deutlich spürbar. Längere und
intensivere Hitzeperioden mit Temperaturen von deutlich über 30 Grad treten zunehmend
häufiger auf und stellen insbesondere Kinder, Jugendliche, ältere Menschen sowie
pflegebedürftige Menschen vor erhebliche gesundheitliche Herausforderungen.
Gerade Kinder verbringen einen Großteil des Tages in Kindertagesstätten und Schulen. Dort
müssen auch während sommerlicher Hitze geeignete Lern- und Betreuungsbedingungen
gewährleistet werden. Überhitzte Gruppen- und Klassenräume beeinträchtigen nicht nur das
Wohlbefinden, sondern auch die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Neben baulichen
Maßnahmen wie Verschattung und einer optimierten Lüftung können insbesondere
energieeffiziente Klimaanlagen einen wichtigen Beitrag leisten, um eine gesundheitlich
unbedenkliche Raumtemperatur sicherzustellen.
Besonders gefährdet sind ältere und pflegebedürftige Menschen. Hitze zählt zu den größten
klimabedingten Gesundheitsrisiken und kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen
Beeinträchtigungen bis hin zu lebensbedrohlichen Situationen führen. Deshalb sollten
geeignete Maßnahmen zur Kühlung von Aufenthalts- und Bewohnerbereichen in Alten- und
Pflegeeinrichtungen künftig zum Standard einer modernen Pflegeinfrastruktur gehören.
Ein wirksamer Hitzeschutz ist heute Bestandteil einer zukunftsorientierten kommunalen
Daseinsvorsorge. Investitionen in den sommerlichen Wärmeschutz dienen gleichermaßen dem
Gesundheits-, Bildungs- und Arbeitsschutz. Moderne, energieeffiziente Klimaanlagen sind
dabei eine notwendige Ergänzung eines ganzheitlichen Hitzeschutzkonzeptes.
Die Stadt Wuppertal sollte deshalb frühzeitig eine langfristige Strategie entwickeln, um ihre
öffentliche Infrastruktur an die veränderten klimatischen Bedingungen anzupassen. Hierzu
gehören eine systematische Bestandsaufnahme, eine Priorisierung besonders belasteter
Einrichtungen sowie ein realistischer Investitionsplan für die schrittweise Umsetzung.
Gleichzeitig dürfen die Kommunen mit dieser Aufgabe nicht allein gelassen werden. Das Land
Nordrhein-Westfalen ist gefordert, ein eigenes Förderprogramm aufzulegen und die Städte bei
dieser gesamtgesellschaftlichen Zukunftsaufgabe nachhaltig zu unterstützen.
Karin van der Most
Fraktionsvorsitzende
Text aus PDF extrahiert