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Umfassende Untersuchung möglicher Umwelt- und Gesundheitsbelastungen infolge des Windkraftanlagenbrandes vom 14.06.2026 im Bereich Bönen/Hamm

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeHamm
Datum2026-07-07
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Stadt Hamm Antrag AT-80/26 Datum 24.06.2026 Absender AfD Fraktion im Rat der Stadt Hamm Römerstr. 18 59075 Hamm Adressat Oberbürgermeister Marc Herter Theodor Heuss Platz 16 59065 Hamm Beratungsfolge Gremium Termin Beratungsaktion Top Rat 07.07.2026 beschließend Betreff Umfassende Untersuchung möglicher Umwelt- und Gesundheitsbelastungen infolge des Windkraftanlagenbrandes vom 14.06.2026 im Bereich Bönen/Hamm Antrag AfD-Fraktion im Rat der Stadt Hamm An den Oberbürgermeister der Stadt Hamm Herrn Marc Herter Antrag Umfassende Untersuchung möglicher Umwelt- und Gesundheitsbelastungen infolge des Windkraftanlagenbrandes vom 14.06.2026 im Bereich Bönen/Hamm Der Rat der Stadt Hamm möge beschließen: Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit den zuständigen Fachbehörden umfassend zu prüfen und dem Rat zeitnah Bericht zu erstatten, welche Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen durch den Brand einer Windkraftanlage am 14.06.2026 im Grenzbereich Bönen/Hamm entstanden sein könnten. „Die Verwaltung wird gebeten, die zuständigen Stellen des Kreises Unna, der Gemeinde Bönen, der Bezirksregierung Arnsberg sowie des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) in die Untersuchungen einzubeziehen und deren Erkennt- nisse dem Rat vorzulegen.“ Hierzu soll insbesondere untersucht und dargestellt werden: 1. Um welchen Anlagentyp es sich handelte und welche technischen Komponenten sowie potenziell umwelt- und gesundheitsrelevanten Stoffe in der Anlage verbaut waren. 2. Ob in der betroffenen Anlage SF6-haltige Schaltanlagen oder sonstige Komponenten mit Schwefelhexafluorid (SF6) verbaut waren und ob eine Freisetzung dieses Stof- fes oder seiner Zersetzungsprodukte infolge des Brandereignisses ausgeschlossen werden kann. 3. Welche Boden-, Wasser-, Luft- und Pflanzenproben bislang genommen wurden beziehungs- weise noch genommen werden sollen. 4. Ob die bislang durchgeführten Untersuchungen ausdrücklich auch auf PFAS (per- und polyfluo- rierte Alkylsubstanzen) sowie auf fluorierte Verbrennungs- und Zersetzungsprodukte ausgelegt sind. 5. Ob Untersuchungen auf weitere potenzielle Schadstoffe wie Verbrennungsrückstände von Kunststoffen, Harzen, Schmierstoffen, Ölen, Glasfaser- und Kohlefa- serpartikel durchgeführt wurden oder vorgesehen sind. 6. Ob landwirtschaftlich genutzte Flächen, Gärten, Gewässer sowie Wohngebiete im Bereich der Zugbahn der Rauchwolke in die Untersuchungen einbezogen werden. Seite 1 von 2 7. Welche Erkenntnisse über mögliche Auswirkungen auf Böden, Grundwasser, Oberflächenge- wässer, Futtermittel, landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie die menschliche Gesundheit vorliegen. 8. Wie die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe und Anwohner über mögliche Risiken infor- miert werden sollen. 9. In welcher Form sämtliche Untersuchungsergebnisse, Messwerte und Bewertungen transparent und allgemeinverständlich veröffentlicht werden. 10.Ob ein langfristiges Umweltmonitoring über mehrere Jahre vorgesehen werden kann, um mögli- che Spätfolgen und Langzeitbelastungen zu erfassen. Begründung Begründung Der Brand einer Windkraftanlage am 14.06.2026 im Bereich Bönen/Hamm hat bei zahlreichen Bür- gern Fragen hinsichtlich möglicher Umwelt- und Gesundheitsfolgen aufgeworfen. Insbesondere besteht öffentliches Interesse an der Frage, ob beim Brand fluorierte Schadstoffe, darunter PFAS oder Schwefelhexafluorid (SF6), freigesetzt worden sein könnten. PFAS werden aufgrund ihrer hohen Beständigkeit in Umwelt und Organismen häufig als sogenannte „Ewigkeit- schemikalien“ bezeichnet. Ebenso gilt SF6 als eines der klimaschädlichsten bekannten Treibhaus- gase mit einer außergewöhnlich langen Verweildauer von über 300 Jahren in der Atmosphäre. Da die Rauchwolke nach Angaben von Augenzeugen und Medienberichten über bewohnte Ge- biete sowie landwirtschaftliche Nutzflächen zog, besteht ein berechtigtes öffentliches Interesse an einer transparenten und nachvollziehbaren Aufklärung möglicher Belastungen. Die Bürgerinnen und Bürger haben Anspruch auf umfassende Informationen darüber, welche Stoffe freigesetzt worden sein könnten, welche Untersuchungen durchgeführt werden und welche Ergebnisse vorliegen. Transparenz und wissenschaftlich fundierte Untersuchungen sind Voraus- setzung für den Schutz von Umwelt, Landwirtschaft und Gesundheit sowie für das Vertrauen in die zuständigen Behörden. Pierre Jung Fraktionsvorsitzender der AfD-Fraktion im Rat der Stadt Hamm FdR Sigrid Glässel Fraktions- und Büromitarbeiterin Antrag AT-80/26 Seite 2 von 2

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