Startseite › Cottbus › Antrag
Prüfauftrag zur Einführung eines Online-Abstimmungstools für Anträge im Rahmen der StVV der Stadt Cottbus/Chosebuz
Angenommen
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Cottbus |
| Datum | 2026-05-27 |
| Datenstufe | Nur Ergebnisse |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Antrag
Stadtverordnetenversammlung
Stadt Cottbus / město Chóśebuz Antrags-Nr.: AT-34/26
öffentlich nichtöffentlich
Antragsteller: MIB/ZSC Antragsdatum: 02. April 2026
Beratungsfolge: Datum Datum
Dienstberatung Oberbürgermeister Ausschuss für Haushalt und
Finanzen
Ausschuss für Wirtschaft, Beteiligung und
Strukturentwicklung Hauptausschuss
Ausschuss für Bildung, Sport, Kultur und Stadtverordnetenversammlung 29.04.2026
sorbisch/wendische Angelegenheiten
Beteiligung Ortsbeiräte nach
Ausschuss für Soziales, Gesundheit und KVerf
Rechte für Minderheiten
Information an AG Ortsteile
Ausschuss für Bau und Verkehr
Jugendhilfeausschuss
Ausschuss für Umwelt, Ordnung, Sicherheit
Antragsgegenstand:
Prüfauftrag zur Einführung eines Online-Abstimmungstools für Anträge im Rahmen der StVV der Stadt Cottbus
Inhalt des Antrages:
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Die Stadtverwaltung prüft die Einführung einer Online-Abstimmungsplattform auf der Webseite der Stadt
Cottbus, auf der Bürgerinnen und Bürger zu aktuellen Anträgen der Stadtverordnetenversammlung ihr Votum
abgeben können.
_____________________________
Matthias Schulze Vorsitzender der Fraktion MIB/ZSC
Antragsnummer AT-34/26
Beschluss-Nr.:
Beschlussniederschrift
Gremium: HA StVV Tagung am: TOP:
einstimmig mit Stimmenmehrheit Anzahl der Ja-Stimmen:
laut Beschlussvorschlag Anzahl der Nein-Stimmen:
mit Veränderungen (siehe Niederschrift) Anzahl der Stimmenthaltungen:
Begründung:
1. Ausgangslage und Motivation
Die Stadt Cottbus bietet mit ihrer Online-Session der Stadtverordnetenversammlung sowie den Live-
Stream-Übertragungen bereits moderne digitale Zugänge zur Stadtpolitik. Diese Angebote schaffen
Transparenz, doch die aktive Beteiligung der Bürger bleibt weiterhin gering. Häufig wird mangelnde
Einflussmöglichkeit als Grund für politisches Desinteresse genannt. Ein digitales Beteiligungsinstrument in
Form unverbindlicher Online-Abstimmungen könnte hier Abhilfe schaffen und Bürgerinnen und Bürger
kontinuierlich in politische Prozesse einbinden. Prioritär ist die Einführung dieser
Abstimmungsplattform durch die eigenen IT-Mitarbeiter der Stadtverwaltung zu prüfen, um
zusätzliche externe Kosten zu vermeiden.
2. Zielsetzung
Ziel des Projekts ist die Einführung einer Online-Abstimmungsplattform, auf der Bürgerinnen und Bürger zu
aktuellen Anträgen der Stadtverordnetenversammlung ihr Votum abgeben können. Diese Abstimmungen
haben keine rechtliche Wirkung, dienen aber als Meinungsspiegel und fördern politisches Interesse und
Engagement in der Stadtgesellschaft.
3. Vorteile des Projekts
- Stärkung der Bürgerbeteiligung: Einwohner können auch zwischen den Wahlen aktiv ihr
Votum einbringen.
- Transparenz und Nachvollziehbarkeit: Entscheidungen der Stadtverordnetenversammlung
werden nachvollziehbarer.
- Stimmungsbild für die Stadtpolitik: Stadtverordnete erhalten ein unmittelbares Feedback aus der
Bevölkerung.
- Imagegewinn für Cottbus: Die Stadt positioniert sich als digital fortschrittlich und bürgernah.
4. Rechtscharakter der Abstimmungen
Die Online-Abstimmungen sind nicht rechtskräftig. Sie dienen ausschließlich als Meinungsbild. Mitglieder
der Stadtverordnetenversammlung können die Ergebnisse als Orientierungshilfe für die Gewichtung von
Themen und Entscheidungsprozessen nutzen.
5. Repräsentativität und Datenschutz
Die Abstimmungen sind nicht vollständig repräsentativ, sollen aber eine breite Bürgermeinung abbilden.
Eine einfache Registrierung – beispielsweise über die Handynummer – könnte sicherstellen, dass jede
Person nur einmal abstimmt und Einwohner der Stadt Cottbus ist. Der Datenschutz bleibt durch die
kommunale Trägerschaft gewährleistet.
6. Rolle der Stadt Cottbus
Die Stadt Cottbus fungiert als neutraler und vertrauenswürdiger Anbieter
der Plattform. Eine kommunale Lösung bietet den Einwohnern der Stadt Cottbus eine aktive Teilnahme am
kommunalen politischen Geschehen und kann die Entscheidungen entsprechend beeinflussen.
7. Umgang mit zurückgestellten oder verwiesenen Anträgen
Auch Anträge, die in Ausschüsse verwiesen oder vertagt werden, sollten zur Abstimmung stehen. So kann
anhand der Teilnahmequote und Abstimmungsergebnisse das öffentliche Interesse und die Relevanz
einzelner Themen ermittelt werden.
8. Vergleichbare Modelle
Ein ähnliches Konzept existiert auf Bundesebene in Form der App „DEMOCRACY“ (Democracy
Deutschland e.V., www.democracy-deutschland.de). Diese App erlaubt Bürgerinnen und Bürgern,
symbolisch an Bundestagsabstimmungen teilzunehmen. Das Cottbuser Modell könnte als kommunale
Erweiterung dieses demokratischen Gedankens dienen.
2
Text aus PDF extrahiert