Startseite › Stadt Jüterbog › Antrag
Antrag der SPD-Fraktion Gemeinsam stark für eine gute Bahnanbindung: Jüterbog engagiert sich in der "Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Anhalter Bahn"
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Stadt Jüterbog |
| Datum | 2026-02-09 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Antrag der Fraktion
Stadt Jüterbog
Nummer Wiedervorlage
2026/0018 Amt Fraktion (für Anträge)
Datum: 09.02.2026 Abteilung
Aktenzeichen 10 24 10
Bezug-Nr.
Sitzung Termin TOP Status
Stadtverordnetenversammlung 25.02.2026 öffentlich
Betreff:
Antrag der SPD-Fraktion
Gemeinsam stark für eine gute Bahnanbindung: Jüterbog engagiert sich in der "Kommunalen
Arbeitsgemeinschaft Anhalter Bahn"
Antrag:
Die Stadtverordnetenversammlung beschließt
1. Jüterbog engagiert sich in der „Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Anhalter Bahn“.
2. Für die Teilnahme stellt Jüterbog die notwendigen Haushaltsmittel zur Verfügung.
Begründung:
Ausbau der Anhalter Bahn: Die Weichen müssen jetzt gestellt werden. Infrastruktur und Kapazitäten der
Anhalter Bahn werden den gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen im Personen- und Güterverkehr auf
dieser bedeutenden Verkehrsachse nicht gerecht. Die Kommunen entlang der Anhalter Bahn haben sich daher
bereits Anfang 2025 zusammengeschlossen, um auf die Engpässe aufmerksam zu machen, die
Herausforderungen und Potenziale der Bahnstrecke aufzugreifen sowie gemeinsam für den viergleisigen
Ausbau der Anhalter Bahn zwischen Berlin Südkreuz und Jüterbog einzutreten.
Im Ergebnis dieses gemeinsamen Prozesses liegt die „Anhalter Bahn Erklärung“ vor, der sich damals auch die
Stadt Jüterbog angeschlossen hat.
Die Anhalter Bahn ist eine der zentralen Bahnstrecken in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg und spielt
sowohl für den Regional- und Fernverkehr als auch für den Gütertransport eine essenzielle Rolle. Die Strecke
verläuft von Berlin über Ludwigsfelde, Luckenwalde, Jüterbog und Wittenberg nach Halle (Saale). Ihre
Kapazitäten sind schon heute nahezu erschöpft. Die Prognosen für das Jahr 2030 sind alarmierend: Auf dem
Abschnitt Jüterbog–Ludwigsfelde wird ein Anstieg der Fahrgastzahlen im Nahverkehr um 113 % erwartet.
Zwischen Ludwigsfelde und Berlin Südkreuz soll die Nachfrage um 24 % steigen. Die Auslastung zur
Hauptverkehrszeit wird nahezu um das Doppelte steigen – es droht eine starke Überlastungssituation, die
bereits heute spürbar ist.
Die Anhalter Bahn ist das Rückgrat unserer Region. Ohne den Ausbau steht die Mobilitätswende auf der Kippe.
Nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region hängt maßgeblich von einer leistungsfähigen
Verkehrsinfrastruktur ab, sondern auch die Umsetzung der klimapolitischen Ziele in der Region, Die Erklärung
macht deutlich, dass ohne schnelles Handeln nicht nur Pendlerinnen und Pendler sondern auch Unternehmen
und die wirtschaftliche Entwicklung der Region massiv beeinträchtigt werden. Insbesondere die Sicherung eines
zuverlässigen, eng getakteten Regionalverkehrs, die Verbesserung der Erreichbarkeit der
Unternehmensstandorte entlang der Bahnstrecke für Arbeitskräfte sowie die Stärkung des
Schienengüterverkehrs als nachhaltige Logistikoption stehen im Fokus.
Die vorliegende Erklärung thematisiert die drängendsten Herausforderungen, wie die zunehmende Auslastung
und bestehende Engpässe der Strecke. Die Akteure stellen vier Forderungen an die Politik und die Deutsche
Bahn:
1. Sofortige Aufnahme des viergleisigen Ausbaus der Anhalter Bahn in den vordringlichen Bedarf des
Bundesverkehrswegeplans
2026/0018 Seite 1 von 2
2. Unverzüglicher Start der Planungs- und Genehmigungsverfahren
3. Sicherung und Ausbau der verbindenden Güterverkehrsstrecken
4. Umsetzung kurzfristiger Optimierungsmaßnahmen durch die DB InfraGO
Die weitere Interessenvertretung für den Ausbau der Anhalter Bahn soll mit Hilfe einer Kommunalen
Arbeitsgemeinschaft erfolgen, in der die Anrainerkommunen Mitglied werden. Die Gründung wird aktuell geprüft
und vorbereitet. Jüterbog sollte sich hierbei engagieren und auch die notwendigen finanziellen Mittel in die Hand
nehmen. Erwartet wird ein finanzieller Aufwand im unteren vierstelligen Bereich.
Erik Stohn
Mitglied der SPD-Fraktion
2026/0018 Seite 2 von 2
Text aus PDF extrahiert