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Antrag auf Initiierung einer HPV-Impfkampagne für Jugendliche im Kreis Euskirchen hier: Antrag der AfD-Fraktion

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeKreisverwaltung Euskirchen
Datum2026-07-01
DatenstufeNur Dokumente
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Kreistagsfraktion Euskirchen Jülicher Ring 32 53879 Euskirchen A 13/2026 Datum: 27.03.2026 Az.: X Öffentliche Sitzung Nichtöffentliche Sitzung Beratungsfolge: Ausschuss für Gesundheit und Bevölkerungsschutz 11.06.2026 Kreisausschuss 24.06.2026 Kreistag 01.07.2026 Antrag auf Initiierung einer HPV-Impfkampagne für Jugendliche im Kreis Euskirchen hier: Antrag der AfD-Fraktion Sehr geehrter Herr Landrat, wir nehmen Bezug auf die einschlägigen Bestimmungen der Geschäftsordnung des Kreistages und der Kreisordnung NRW und beantragen namens und im Auftrag unserer Fraktion, den folgenden Tagesordnungspunkt für die Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Bevölkerungsschutz am 11.06.2026 aufzunehmen: Antrag auf Initiierung einer HPV-Impfkampagne für Jugendliche im Kreis Euskirchen In den vergangenen Jahren ist ein deutlicher Anstieg HPV-assoziierter Oropharynxkarzinome, insbesondere bei jüngeren Männern, zu verzeichnen. Diese Tumoren stehen in engem kausalem Zusammenhang mit persistierenden Infektionen durch das humane Papillomavirus (HPV). Die Latenzzeit zwischen Infektion und Manifestation eines Karzinoms kann mehr als zwei Jahrzehnte betragen. Eine Infektion im Jugendalter kann somit im vierten oder fünften Lebensjahrzehnt zur klinischen Erkrankung führen. Die Therapie eines fortgeschrittenen Oropharynxkarzinoms ist hochinvasiv und für die Betroffenen mit erheblichen funktionellen und psychosozialen Einschränkungen verbunden. - 2 - Sie umfasst in der Regel eine operative Tumorresektion mit Neck Dissection, häufig gefolgt von adjuvanter Radiotherapie sowie – je nach Stadium – zusätzlicher Chemotherapie. Trotz möglicher Tumorfreiheit resultieren nicht selten dauerhafte Nebenwirkungen wie ausgeprägte Xerostomie, Geschmacksverlust, Dysphagie mit Aspirationsproblematik, Zahnschäden bis Zahnverlust, Schlafstörungen und eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität. Neben den Oropharynxkarzinomen sind HPV-Infektionen ursächlich für das Zervixkarzinom bei Frauen sowie für weitere anogenitale und oropharyngeale Tumorentitäten bei beiden Geschlechtern. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung ausdrücklich für alle Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren, mit Nachholimpfung bis zum 17. Lebensjahr. Die Impfung ist eine evidenzbasierte, sichere und effektive Maßnahme der Primärprävention und wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Nach aktuellen Zahlen sind etwa 55 % der 15-jährigen Mädchen und lediglich rund 36 % der 15-jährigen Jungen vollständig gegen HPV geimpft. Gerade bei männlichen Jugendlichen besteht somit eine erhebliche Präventionslücke. Aus gesundheitsökonomischer Sicht ist die Steigerung der Impfquote dringend geboten. Die Therapie HPV-assoziierter Karzinome verursacht erhebliche direkte Kosten (Operation, Bestrahlung, Chemotherapie, Rehabilitation) sowie indirekte Kosten durch Arbeitsunfähigkeit, Frühberentung und langfristige Folgeschäden. Demgegenüber steht eine vergleichsweise kostengünstige, präventive Impfung mit hoher Effektivität. Eine Verbesserung der Durchimpfungsrate stellt somit nicht nur eine medizinische, sondern auch eine volkswirtschaftlich sinnvolle Investition in die öffentliche Gesundheit dar. Vor diesem Hintergrund halten wir eine flächendeckende, öffentlich unterstützte Informations- und Impfkampagne im Kreis Euskirchen für dringend geboten. Ziel sollte es sein: 1. die Aufklärung von Eltern, Jugendlichen und Bildungseinrichtungen über HPV-assoziierte Erkrankungen zu intensivieren, 2. die Impfquote bei Mädchen und insbesondere bei Jungen signifikant zu steigern, 3. Kooperationen mit Schulen, Kinder- und Jugendärzten sowie Hausärzten auszubauen, 4. niedrigschwellige Impfangebote im Rahmen schulischer oder kommunaler Gesundheitsprogramme zu prüfen. Wir bitten die Kreisverwaltung des Kreises Euskirchen, die Umsetzung einer entsprechenden Kampagne wohlwollend zu prüfen und organisatorisch zu unterstützen. Gerne steht Herr Dr. Uwe Höller für eine fachliche Mitwirkung, konzeptionelle Ausarbeitung oder eine Präsentation der medizinischen Hintergründe im zuständigen Ausschuss zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen gez. Sülzner gez. Zirke Ioana Sülzner Hermann Zirke Fraktionsvorsitzende Fraktionssekretär

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