Startseite › Paderborn › Antrag

Antrag der Fraktion FDP/Volt/FBI zum künftigen Verzicht auf die Benennung von Straßen nach Personen

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindePaderborn
Datum2026-07-16
DatenstufeNur Dokumente
QuelleQuelldokument herunterladen →

Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die Fraktion FDP/Volt/FBI beantragt, dass die Stadt Paderborn künftig keine Straßen, Plätze und Wege mehr nach Personen benennt. Bestehende Straßennamen sollen erhalten bleiben, das Vorschlagsrecht beim Heimatverein verbleiben. Zur Begründung führt die Fraktion an, dass personenbezogene Benennungen zu gesellschaftlichen Debatten führen, wenn sich historische Bewertungen ändern, wie bei der Von-Monteton-Straße oder dem Kardinal-Degenhardt-Platz. Umbenennungen verursachen erhebliche Kosten und Aufwand für Anwohner und Gewerbetreibende. Sachbezogene Straßennamen seien eindeutiger und weniger fehleranfällig.

Automatisch aus dem Quelldokument zusammengefasst. Wichtige Details bitte immer im Originaldokument unten prüfen.

Dokument

Extrahierter Text

Fraktion FDP/Volt/FBI, Rathenaustr. 16, 33102 Paderborn An den Vorsitzenden Fraktionsvorsitzender des Ausschusses Alexander Senn für Stadtentwicklung und Bauen Herrn André Springer - per E-Mail - Paderborn, 29. Juni 2026 Antrag: Künftiger Verzicht auf die Benennung von Straßen nach Personen Sehr geehrter Herr Springer, bitte setzen Sie den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung: Der Ausschuss beschließt: 1. Neue Straßen, Plätze und Wege werden nicht mehr nach konkreten Personen benannt. 2. Bereits bestehende Straßennamen bleiben grundsätzlich erhalten. 3. Das Vorschlagsrecht für neue Straßennamen bleibt beim Heimatverein Paderborn. Begründung: Die Benennung von Straßen nach Personen führt regelmäßig gesellschaftlichen und politischen Diskussionen, wenn sich historische Bewertungen verändern oder neue Erkenntnisse über die betreffende Person bekannt werden. Auch Jahrzehnte nach einer Benennung kann sich herausstellen, dass das Wirken oder die Haltung eines Namensgebers heute kritisch bewertet wird. So wurden unter anderem die Von-Monteton-Straße, die Kardinal-Jäger-Straße sowie der Kardinal-Degenhardt-Platz Gegenstand öffentlicher Debatten und kritischer Auseinander- setzungen. In solchen Fällen entstehen häufig Forderungen nach Umbenennungen. Diese verursachen jedoch erhebliche Belastungen für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner sowie für Gewerbetreibende. Änderungen von Ausweisdokumenten, Briefpapier, Unternehmens- unterlagen, digitalen Daten und Adressdatenbanken sind mit Aufwand und Kosten verbunden. S. 1 Bei jeder personenbezogenen Benennung bleibt dauerhaft ein Restrisiko, dass zukünftige historische Forschung oder gesellschaftliche Entwicklung zu einer anderen Bewertung führen kann. Zudem führen personenbezogene Straßennamen im Alltag häufig zu Unsicherheiten hinsichtlich der korrekten Schreibweise. Insbesondere bei Vor- und Nachnamen ist oftmals nicht unmittelbar ersichtlich, wie diese geschrieben werden. Dies kann bei der mündlichen Weitergabe von Adressen, bei telefonischen Auskünften oder bei schriftlichen Angaben zu Missverständnissen und Fehlern führen. Sachbezogene oder geografische Straßennamen sind in dieser Hinsicht regelmäßig einfacher und eindeutiger. Der Verzicht auf personenbezogene Straßennamen bedeutet nicht, dass auf die Würdigung verdienter Persönlichkeiten verzichtet werden soll. Für die Ehrung von Personen, die sich um die Stadt Paderborn verdient gemacht haben, stehen zahlreiche andere und geeignetere Möglichkeiten zur Verfügung, etwa die Verleihung von Auszeichnungen und Preisen, die Eintragung in das Goldene Buch der Stadt oder andere Formen öffentlicher Anerkennung. Durch den Verzicht auf personenbezogene Straßennamen können künftige Konflikte vermieden, Verwaltungskosten reduziert und Bürgerinnen und Bürgern langfristig Planungssicherheit gegeben werden. Mit freundlichen Grüßen Alexander Senn S. 2

Text aus PDF extrahiert