Startseite › Gemeinde Waldbronn › Antrag
Antrag der CDU-Fraktion: Bevölkerungsschutz in Waldbronn
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Gemeinde Waldbronn |
| Datum | 2026-02-13 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Gemeinderat Waldbronn TOP 6
öffentlich 25.02.2026
Amt: Fachbereich I Sitzungsvorlage: ö2026/027
Bearbeiter/-in: Reinhold Bayer Anlage/n: 1
Datum: 13.02.2026 Aktenzeichen:
Antrag der CDU-Fraktion: Bevölkerungsschutz in Waldbronn
I. Beschlussvorschlag:
1. Der Gemeinderat nimmt die Ausführungen zur Kenntnis und begrüßt die vorgesehenen
Schritte zum Bevölkerungsschutz.
2. Der Gemeinderat bzw. zuständige Ausschuss wird regelmäßig über den
Bearbeitungsstand informiert.
II. Beratungsergebnis:
einstimmig
Stimmenmehrheit Ja: Nein: Enthaltung:
laut Beschlussvorschlag
Abweichender Beschluss:
III. Nachhaltigkeitsprüfung:
durchgeführt
nicht durchgeführt, weil:
IV. Auswirkungen auf den Haushalt:
Seite - 2 - zur Sitzungsvorlage 2026/027
V. Begründung:
Die CDU-Gemeinderatsfraktion stellte am 28.01.2026 einen Antrag zum Bevölkerungsschutz
in Waldbronn. Die Verwaltung möchte zur fristgerechten Beratung in der Sitzung den
Sachstand, anstehende Tätigkeiten aufzeigen und einen Ausblick auf die Soll-Konzeption
geben.
Rückblick und aktueller Stand
Die Gemeinde ist im Bevölkerungsschutz, besonders zum Schutz der kritischen Infrastruktur,
verpflichtet. Bereits 2018 hat die Gemeindeverwaltung für das kommunale Krisenmanagement
ein Handbuch in Kooperation mit der EnBW erarbeitet. Dabei wurden grundsätzliche
Mechanismen im Krisenfall, aber auch die konkreten Szenarien und Handlungsempfehlungen
für den Verwaltungskrisenstab festgelegt. Aktuell wird das Krisenhandbuch (trotz
unterbesetztem Ordnungsamt) gemeinsam mit der EnBW aktualisiert.
Die Aktualisierung mündet nach einem Workshop in einem weiteren Termin in einer
Krisenübung. Die Organisation der Kernaufgabe der Gemeinde zur Krisenorganisation sollte
im laufenden Jahr somit auf aktuellem Stand sein.
Zur Überprüfung gehört auch die optimierte Festlegung von Notfallinformationsstellen sowie
Notfalltreffpunkten. Diese sind bisher aufgrund mangelnder Alternativen nur in Folge der
Energiekrise provisorisch festgelegt worden. In den kommenden Wochen werden Feuerwehr,
EnBW, Verwaltung und das DRK die entsprechenden Stellen neu ausrichten.
Die Verwaltung ist auch im ständigen Austausch mit dem Landratsamt, Amt für
Bevölkerungsschutz.
Technische Ausstattungen zum Bevölkerungsschutz
Notstrom:
Derzeit werden zwei weitere Notstromersatzanlagen (NEA) beschafft. Damit verfügt die
Gemeinde künftig über drei NEAs. Diese können drei von sieben vorhandenen Gebäuden, die
über eine Einspeisemöglichkeit verfügen, mit Notstrom versorgen. Die Lagerung und der
Bedarf weiterer Anlagen wird abhängig von der Fortschreibung des Krisenhandbuchs eruiert
und geprüft. Dazu gehört auch die Verfügbarkeit von Dieselkraftstoff.
Bevölkerungsinformation:
Die Sirenenanlagen müssen aufgerüstet werden, da ein Teilgebiet Waldbronns nicht
ausreichend beschallt wird. Hier wird die Neuauflage der Sirenenförderung zum
Bevölkerungsschutz beobachtet, um rechtzeitig Haushaltsmittel anzumelden und eine
ergänzende Anlage gefördert zu bekommen. In 2027 werden sehr wahrscheinlich HH-Mittel
hierfür einzuplanen sein.
Die präventive Bevölkerungsinformation wird in Teilen durch die Homepage, insbesondere mit
Verweis auf offizielle, übergeordnete Seiten von Bund und Land vorgenommen.
Durch das interkommunale Frühwarnsystem mit der Stadt Ettlingen ist zudem mit etwas
Vorlauf möglich, gezielte Informationen bei bevorstehenden Ereignissen (Wind, Starkregen,
Dauerregen) zu veröffentlichen.
Einschätzung der Verwaltung
Auch wenn der Bevölkerungsschutz nach der Corona-Pandemie, auch aufgrund personeller
Umstände, zunächst etwas an Priorität verloren hat, wird bereits jetzt und in den kommenden
Monaten intensiv an dem Thema gearbeitet. Dank fachlicher Expertise in der
Feuerwehrkommandantur ist hier eine bessere Organisation als in anderen, vergleichbar
großen Gemeinden möglich.
Seite - 3 - zur Sitzungsvorlage 2026/027
Aus Sicht der Verwaltung erübrigt sich daher der Antrag der CDU-Fraktion, da diese wichtige
Pflichtaufgabe bereits mit den vorhandenen Ressourcen in hoher Priorität bearbeitet wird.
Für die kommenden Haushaltsjahre werden möglicherweise noch erhebliche Investitionen
nötig, weshalb das Thema in den Haushaltsberatungen für die Jahre 2027 ff. intensiv diskutiert
wird.
Gez.
Christian Stalf
Bürgermeister
Text aus PDF extrahiert