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Stuttgarter Bäder - Jahresabschluss 2025
Angenommen
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Stuttgart |
| Datum | 2026-07-30 |
| Datenstufe | Nur Ergebnisse |
| Quelle | Vollständige Sitzung ansehen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Der Jahresabschluss 2025 der Stuttgarter Bäder wurde von Deloitte GmbH geprüft und erhielt einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Jahresverlust betrug 24,155 Mio. Euro und fiel damit um 1,165 Mio. Euro besser aus als 2024, hauptsächlich durch Energieeinsparungen und höhere Umsatzerlöse. Der erforderliche Verlustausgleich aus dem städtischen Haushalt lag bei 22,394 Mio. Euro, rund 876.000 Euro unter Plan. Der Gemeinderat nahm den Jahresabschluss an.
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Extrahierter Text
Begründung:
Prüfung des Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss 2025 wurde von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk wurde mit Datum vom 30. Juni 2026 erteilt.
Das Amt für Revision hat den Bericht über die örtliche Prüfung mit Datum vom 29. Juni 2026 erstellt. Gegen die Feststellung des Jahresabschlusses 2025 sowie die Entlastung der Geschäftsführung für 2025 wurden aufgrund der örtlichen Prüfung keine Bedenken erhoben.
1. Ergebnis 2025 im Vergleich zum Wirtschaftsplan 2025
Der Jahresverlust per 31. Dezember 2025 in Höhe von TEUR 24.155 weist gegenüber der Planung 2025 ein um TEUR 302 besseres Ergebnis auf. Der erforderliche Verlustausgleich aus dem städtischen Haushalt liegt mit TEUR 22.394 rund TEUR 876 niedriger als die Planung 2025 (Verlustausgleich TEUR 23.269) vorsah.
Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2025 bei TEUR 19.956, dies sind rd. TEUR 469 niedrigere Umsatzerlöse als im Wirtschaftsplan 2025 berücksichtigt. Aufgrund der Einführung eines neuen Kassen- und Zutrittssystems gab es im Jahr 2025 im Mineralbad Berg und im Solebad Cannstatt eine zusätzliche Revisionsschließzeit von je 14 Tage. Diese zusätzlichen Schließtage haben sich auf die Minderung der Besucherzahlen und damit auf die Umsatzerlöse ausgewirkt. Die Auswirkungen waren in der Planung 2025 nicht abgebildet, da zum Zeitpunkt der Planung im Jahr 2023 der zeitliche Umfang für die Umstellung noch nicht bekannt war.
Im Vergleich zum Wirtschaftsplan 2025 ergab sich bei den sonstigen betrieblichen Erträgen (TEUR 6.249 - Planung Wirtschaftsplan 2025) ein höherer Wert in Höhe von TEUR 9.256. Dieser resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 6.083, aus erhaltenen Vergleichszahlungen in Höhe von TEUR 500 sowie aus anderen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 1.360. Letztere ergeben sich aus erfolgswirksamen Korrekturbuchungen aus Vorjahren.
Bei den Personalkosten ergibt sich im Vergleich zur Planung des Wirtschaftsplanes 2025 insbesondere aufgrund tariflicher Anpassungen zum Jahresende ein um TEUR 656 höherer Aufwand.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen lnstandhaltungsaufwendungen, Fremdleistungen (bspw. Reinigungskosten), Abwasser und Abfallgebühren sowie Kosten für Werbemaßnahmen. In Höhe von TEUR 299 sind periodenfremde Aufwendungen enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Rechnungen für bezogene Energieleistungen aus Vorjahren sowie Rechnungsberichtigungen (Civillent/Komm.One) für das Jahr 2024.
Die erhebliche und im Wirtschaftsplan 2025 nicht vorgesehene IuK-Abrechnung des Amtes 17 belief sich auf TEUR 744 und überschritt den geplanten Ansatz von TEUR 288 um TEUR 456. Darüber hinaus erhöhte sich die Verrechnung zentraler allgemeiner städtischer Verwaltungsleistungen gegenüber dem Planansatz 2025 um TEUR 161 auf insgesamt TEUR 373. Die vorgenannten Abrechnungen führten entsprechend zu einer Erhöhung des Verlustausgleichs um insgesamt TEUR 617.
Die Zinserträge umfassen vor allem die Verzinsung der Betriebsmittelkonten und betragen insgesamt TEUR 218.
Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 58 resultieren im Wesentlichen aus Zinszahlungen für Fremddarlehen sowie aus Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Kassenkrediten.
Die sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 102 ergaben sich aus Grundsteuern für die verpachteten Betriebsteile (Gastronomie, Fitness-Studio).
Weitere Einzelheiten können dem Lagebericht der Geschäftsführung (Anlage 1 des Berichts zum Jahresabschluss 2025) entnommen werden.
2. Ergebnis 2025 im Vergleich zum Vorjahr 2024
Der Jahresverlust 2025 in Höhe von TEUR 24.155 fällt im Vergleich zum Ergebnis 2024 (TEUR 25.320) um rund TEUR 1.165 geringer aus. Dies ist im Wesentlichen auf Energiekostenreduzierungen sowie auf Steigerung der Umsatzerlöse zurückzuführen.
3. Bilanz 2025 im Vergleich zum Vorjahr 2024
Die Bilanzsumme 2025 verzeichnet mit TEUR 166.564 eine Erhöhung um 3,8 % zum Vorjahr bei einer vergleichbaren Bilanzstruktur.
Das Anlagevermögen hat sich vor allem durch Investitionen im Zusammenhang mit dem Ersatzneubau Hallenbad Zuffenhausen (TEUR 2.341), dem Neubau der Außengastronomie Mineralbad Berg (TEUR 2.171) und dem Bau eines mobilen Hallenbads (AQUABOX) als Ersatzwasserfläche (TEUR 6.741) erhöht.
Auf der Passivseite hat sich der Sonderposten für Investitionszuschüsse aufgrund der Zugänge im Anlagevermögen erhöht.
Das Eigenkapital mit TEUR 8.429 (Vorjahr: TEUR 8.948) ist um TEUR 519 gesunken. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Anhang (Anlage 1 des Jahresabschlusses 2025) dargestellt.
Die sonstigen Rückstellungen enthalten vor allem Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Altersteilzeit, rückständigen Urlaub, Überstunden sowie Kosten des Jahresabschlusses.
Die Verbindlichkeiten der Stuttgarter Bäder sind von TEUR 37.039 im Vorjahr auf TEUR 30.039 vermindert. Davon entfallen TEUR 24.011 auf Verbindlichkeiten gegenüber der LHS und TEUR 3.723 auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Außerdem betreffen TEUR 822 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, von denen TEUR 680 eine Restlaufzeit von größer 1 Jahr aufweisen.
Finanzielle Auswirkungen:
Zur Deckung der nicht erwirtschafteten Abschreibungen (TEUR 1.762) werden Mittel der Kapitalrücklage entnommen.
Zum Ausgleich des Jahresverlustes wurden aus dem städtischen Ergebnishaushalt für das Jahr 2025 Abschlagszahlungen in Höhe von TEUR 23.270 geleistet. Tatsächlich benötigt der Eigenbetrieb zum Jahresabschluss 2025 einen finanziellen Ausgleich in Höhe von nur rund TEUR 22.394. Die verbleibende Verbindlichkeit für 2025 des Eigenbetriebs in Höhe von rund TEUR 876 gegenüber dem städtischen Haushalt wird mit den Verlustausgleichszahlungen für 2026 verrechnet.
Text aus PDF extrahiert