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Antrag der AfD-Fraktion vom 04.05.2026; hier: Unterstützung von Tierhaltern sowie zum Monitoring im Zusammenhang mit Wolfsvorkommen in Ruppichteroth
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Ruppichteroth |
| Datum | 2026-06-23 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Antrag der AfD-Fraktion zur Information der Bevölkerung, Unterstützung von
Tierhaltern sowie zum Monitoring im Zusammenhang mit Wolfsvorkommen in
Ruppichteroth (Ortsteil Velken)
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,
nach aktuellen Berichten wurden im Bereich Ruppichteroth-Velken mehrere Schafe trotz
bestehender Herdenschutzmaßnahmen gerissen. Zudem liegen Hinweise durch Wildkameras
vor, dass sich bereits seit einiger Zeit ein wolfähnliches Tier in der Region aufhält. Eine
entsprechende Aufnahme aus einer Wildkamera, die etwa 100 Meter oberhalb von Velken
entstanden sein soll, deutet darauf hin, dass sich das Tier bereits vor Monaten im
unmittelbaren Umfeld aufgehalten hat. Ruppichteroth liegt im ausgewiesenen Wolfsgebiet
„Oberbergisches Land“.
Vor diesem Hintergrund stellt die AfD-Fraktion folgenden Antrag:
1. Transparente und regelmäßige Information der Bevölkerung
Die Gemeindeverwaltung informiert die Bevölkerung regelmäßig, mindestens vierteljährlich
sowie bei bestätigten neuen Vorfällen innerhalb von sieben Tagen, über den aktuellen Stand
der Erkenntnisse zum Wolfsaufkommen im Gemeindegebiet.
Die Information erfolgt über die üblichen Kommunikationskanäle (Website, soziale Medien,
Presse) und beinhaltet:
eine klare Unterscheidung zwischen bestätigten und unbestätigten Vorfällen,
Verhaltensempfehlungen (z. B. Hunde anleinen, Abstand halten, keine Fütterung,
Ruhe bewahren),
eine Verlinkung auf das offizielle Informationsportal des Landesamt für Natur,
Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (wolf.nrw).
2. Enge Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden und Nachbarkommunen
Die Gemeinde steht in regelmäßigem Austausch mit dem LANUV sowie dem Rhein-Sieg-
Kreis und benachbarten Kommunen (z. B. Eitorf, Windeck), um den Sachstand (Bestätigung
der Risse, Monitoring, Einschätzung des Verhaltens) aktuell zu bewerten und abgestimmt zu
kommunizieren.
3. Unterstützung und Beratung für Tierhalter
Die Gemeinde informiert aktiv alle registrierten Weidetierhalter über aktuelle Entwicklungen
und bestehende Unterstützungsangebote.
Darüber hinaus wird geprüft:
die Organisation einer Informationsveranstaltung gemeinsam mit Fachstellen (z. B.
Landwirtschaftskammer NRW),
die Einrichtung einer zentralen Ansprechstelle bzw. Hotline,
die Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln nach der Landesrichtlinie
„Wolf“,
sowie Möglichkeiten einer ergänzenden kommunalen Unterstützung (z. B. Ko-
Finanzierung von Herdenschutzmaßnahmen).
4. Sachliche Lagebewertung und Berichtspflicht
Die Gemeindeverwaltung berichtet dem Rat fortlaufend über die Entwicklung und legt dar, ob
und welche weiteren Maßnahmen erforderlich sind.
Ein erster Sachstandsbericht ist bis zur nächsten Ratssitzung vorzulegen.
5. Monitoring und Unterstützung bei Schadensregulierung
Die Gemeinde unterstützt betroffene Tierhalter bei der Meldung von Nutztierrissen sowie bei
der Beantragung von Entschädigungsleistungen über das LANUV bzw. nach der geltenden
Landesrichtlinie.
Zudem wird geprüft, ob eine lokale Meldekette oder Erfassungsstelle eingerichtet werden
kann, um Vorfälle schneller und strukturiert zu erfassen.
Kosten:
Die Umsetzung soll möglichst kostenneutral erfolgen. Soweit erforderlich, sind entsprechende
Haushaltsmittel transparent darzustellen.
Begründung:
Die wiederholten Vorfälle sowie die Hinweise auf eine bereits länger andauernde Präsenz
eines wolfähnlichen Tieres im unmittelbaren Umfeld von Velken führen zu erheblicher
Verunsicherung bei Tierhaltern und Bevölkerung. Die aktuellen Risse trotz vorhandener
Schutzmaßnahmen zeigen zudem die Grenzen bestehender Maßnahmen auf.
Als Teil des ausgewiesenen Wolfsgebietes „Oberbergisches Land“ ist die Gemeinde in
besonderer Weise gefordert, transparent zu informieren, praktikable Lösungen zu unterstützen
und die Akzeptanz in der Bevölkerung zu sichern.
Die Weidetierhaltung ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Kulturlandschaft und darf durch
unzureichende Unterstützung nicht weiter unter Druck geraten. Eine sachliche, faktenbasierte
Information sowie eine enge Zusammenarbeit mit Fachbehörden und betroffenen Akteuren
sind daher unerlässlich.
Mit freundlichen Grüßen
Carmen Gummersbach
Fraktionsvorsitzende
AfD-Fraktion Ruppichteroth
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