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Einführung eines Medebacher Familienpassen; hier:Antrag der FDP Fraktion
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Medebach |
| Datum | 2026-07-16 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die FDP-Fraktion beantragt die Einführung eines „Medebacher Familienpasses", um Familien durch finanzielle Entlastungen zu unterstützen und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Die Verwaltung verweist auf bereits bestehende Vergünstigungen (ermäßigte Eintrittspreise, Rabatte bei Kultureinrichtungen und Freizeit) und sieht Klärungsbedarf bei Definition und Zieldefinition. Die Stadtvertretung beschloss, den Pass zunächst nicht einzuführen, und fordert die FDP-Fraktion zur Konkretisierung des Antrags auf.
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Dokument
Extrahierter Text
-öffentlich-
Hansestadt Medebach Drucksache Nr.: 0117/2026
Medebach, 19. Juni 2026
Amt: Bürgermeister
Vorlage Sachbearbeiter: Julia Stanka
Einführung eines Medebacher Familienpasses;
hier: Antrag der FDP-Fraktion
___________________________________________________________________________
Gremium Datum Zuständigkeit
Stadtvertretung 16.07.2026 Kenntnisnahme
Klimarelevanz:
[ ] Es liegt eine Klimarelevanz vor.
[x] Es liegt keine Klimarelevanz vor.
Haushaltsrechtliche Auswirkungen:
noch
Produkt- Maßnahme Ansatz verbraucht
Produkt-Text verfügbar
Nr. Nr. Text In € in €
in €
Erläuterung der Sach- und Rechtslage: Siehe Seite 2
Beschlussvorschlag:
1) Die Stadtvertretung nimmt den anliegenden Antrag und die Vorlage zur Kenntnis.
2) Die Stadtvertretung beschließt, einen Medebacher Familienpass aufgrund der bereits
bestehenden Angebote zunächst nicht einzuführen und bittet die FDP-Fraktion um
Konkretisierung des Antrags.
Der Bürgermeister
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Erläuterung der Sach- und Rechtslage:
1. Erläuterungen zum vorliegenden Antrag der FDP-Fraktion
Mit Datum vom 19.05.2026 beantragt die FDP-Fraktion, einen „Medebacher Familienpass“
einzuführen. Der Antrag der FDP-Fraktion ist dieser Vorlage als Anlage 1 beigefügt.
In dem Antrag wird ausgeführt, dass Familien ein zentraler Bestandteil des gesellschaftlichen
Lebens in Medebach sind. Gleichzeitig seien die Lebenshaltungs-, Bildungs- und
Freizeitkosten kontinuierlich gestiegen. Kommunale Maßnahmen und Förderung von
Familien sollen einen wichtigen Beitrag zur sozialen Stabilität und zur Attraktivierung des
Wohnstandortes dienen.
In ihren Ausführungen teilt die FDP-Fraktion mit, dass dieser „Familienpass“ ein erprobtes
Instrument sei, um gezielt finanzielle Entlastungen zu gewähren, gesellschaftliche Teilhabe
zu stärken und lokale Strukturen wie Vereine, Bildungseinrichtungen und Freizeitangebote
zu unterstützen.
Weiterhin ist dieser Vorlage als Anlage 2 ein Entwurf/eine Vorlage der FDP-Fraktion für eine
Richtlinie zum „Medebacher Familienpass“ beigefügt.
2. Haushaltsrechtliche Auswirkungen
Die konkreten finanziellen Auswirkungen können nicht genau genannt werden, da keine
konkreten Vorschläge beigefügt waren. Die FDP-Fraktion weist in ihrem Antrag darauf hin,
dass die konkreten finanziellen Auswirkungen im Rahmen einer Konzeptentwicklung zu
ermitteln sind.
3. Stellungnahme der Verwaltung
Die Verwaltung begrüßt ausdrücklich das Anliegen, Familien in der Hansestadt Medebach
weiterhin zu unterstützen und deren Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und
freizeitbezogenen Leben weiter zu stärken. Bereits heute bestehen in verschiedenen
städtischen Einrichtungen sowie bei privaten und touristischen Partnern zahlreiche
Vergünstigungen und Ermäßigungen für Kinder, Jugendliche und Familien.
Hierzu zählen insbesondere:
- ermäßigte Eintrittspreise im städtischen Hallenbad,
- Preisnachlässe und familienfreundliche Angebote bei kulturellen Einrichtungen
und Museen,
- Vergünstigungen im Bereich Freizeit und Tourismus,
- bestehende Rabatte und Sonderkonditionen für Einwohnerinnen und Einwohner
der Stadt Medebach im Center Parcs Hochsauerland.
Eine auszugsweise Übersicht der derzeit bestehenden Ermäßigungen und Vergünstigungen
für Familien in städtischen Einrichtungen sowie – soweit möglich – auch bei privaten bzw.
kooperierenden Einrichtungen ist dieser Vorlage als Anlage 3 beigefügt.
Aus Sicht der Verwaltung stellt sich zudem die Frage der Abgrenzung und Zieldefinition
eines solchen Angebotes. Bereits die Definition, ab wann eine Familie im Sinne des
Familienpasses berücksichtigt werden soll, müsste detaillierter geklärt werden. So bleibt
beispielsweise offen, weshalb eine Förderung an eine bestimmte Kinderzahl geknüpft
werden sollte und warum Familien mit einem Kind oder ohne Kinder gegebenenfalls nicht
gleichermaßen berücksichtigt würden.
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Darüber hinaus sieht die Verwaltung die grundsätzliche Herausforderung, einzelne
gesellschaftliche Gruppen besonders hervorzuheben. Neben Familien gibt es zahlreiche
weitere Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und berechtigten
Interessen. So könnten beispielsweise auch Angebote für Alleinstehende, Seniorinnen und
Senioren oder andere Zielgruppen als gesellschaftlich wünschenswert angesehen werden.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Haushaltslage und der begrenzten finanziellen
Spielräume der Hansestadt Medebach ist eine fortlaufende Ausweitung freiwilliger
Leistungen nur eingeschränkt möglich, allenfalls mit konkreten Vorschlägen der
Gegenfinanzierung.
Die Verwaltung hat zudem bereits in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Ehrenamt
und Demografie mitgeteilt, dass die „Ehrenamtskarte“ weiter beworben wird und es dann
demnächst weitere Informationen geben wird, wovon alle Ehrenamtlichen gem. dem vom
Land NRW vorgegebenen Rahmenbedingungen profitieren.
Die Verwaltung vertritt daher die Auffassung, dass die bestehenden familienfreundlichen
Angebote und Vergünstigungen derzeit einen angemessenen und ausgewogenen Beitrag
zur Unterstützung von Familien leisten. Vor Einführung eines zusätzlichen Familienpasses
wären zunächst der tatsächliche Mehrwert, der organisatorische Aufwand, die finanziellen
Auswirkungen sowie mögliche Abgrenzungs- und Gleichbehandlungsfragen umfassend zu
erarbeiten und dann ggfls. Im Rahmen eines Antrags zum Haushaltsplan 2027 durch die
FDP-Fraktion zu erörtern.
Der Bürgermeister
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